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Obstbäume richtig schneiden

Obstbaumkronen verwildern in wenigen Jahren, wenn sie nicht geschnitten werden. Lesen Sie unsere 5 Tipps zum Thema Winterschnitt bei Obstbäumen.

Obstbäume im Winter an Tagen schneiden, wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen.
Obstbäume im Winter an Tagen schneiden, wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen.

(sku/ted) Ein fachgerechter Obstbaumschnitt hilft nicht nur, die Baumkrone zu formen, auch das Fruchtholz kann sich gezielt und kräftig entwickeln, was sich im Ertrag niederschlägt. Ebenso werden Triebwachstum und Ertrag mit dem Winterschnitt ins Gleichgewicht gebracht. Bei jungen Bäumen steht dabei in erster Linie der Aufbau der Krone im Vordergrund. Bei älteren Obstbäumen gilt es, mit dem Winterschnitt für gute Licht- und Luftverhältnisse zu sorgen. Lesen Sie unsere 5 Tipps zum Thema Obstbäume schneiden:

  1. Der Spätherbst oder Winter ist der beste Zeitpunkt, um Laub- und Fruchtbäume in Form zu bringen. Für den Schnitt im Winter eignet sich am besten ein frostfreier Tag. Ob die Arbeiten im Januar oder im März geschehen ist nicht von Belang. Wichtig ist, dass sie etwa Ende März abgeschlossen sind, weil die Pflanzen zu spriessen beginnen, sobald die Temperaturen steigen.

  2. Wichtig ist, dass man einen Trieb unmittelbar über einer nach aussen weisenden Knospe (in der Botanik Auge genannt) schneidet, und zwar so, dass kein Stumpf über der Knospe stehen bleibt. Das Auge wird im nächsten Frühjahr austreiben. Ein Stumpf hingegen dörrt zurück und bietet Angriffsfläche für Krankheiten.

  3. Beim Schneiden eines Obstbaumes unterscheidet man den Mitteltrieb (Stammverlängerung), die Leitäste (Seitenäste) und die Fruchtäste. Zuerst geschnitten wird der Mitteltrieb. Er darf nach dem Schnitt die anderen Äste leicht überragen. Steile Konkurrenztriebe zum Mitteltrieb schneidet man weg oder lenkt sie auf ein Aussenauge ab, so dass sie in eine Lücke wachsen und zum Kronenaufbau beitragen.

  4. Die Leitäste schneidet man ebenfalls bis auf ein nach aussen wachsendes Auge ab. Ideal ist es, wenn diese in einem Winkel von etwa 45 Grad zum Mitteltrieb stehen. Ist dies nicht der Fall, kann man sie bei jungen Bäumen und Niederstämmen in die gewünschte Lage bringen. Das kann durch Spreizen mit einer entsprechenden Holzlatte geschehen.

  5. Entfernt werden ausserdem schwache Steiltriebe sowie nach innen wachsende, dürre und abgestorbene Zweige. Aus der Krone entfernt man zu eng stehende Äste. Dies bringt Licht in die Baumkrone. Triebe, die sich aus dem Wurzelstock entwickelt haben, werden direkt an der Austriebsstelle weggeschnitten. Kaum geschnitten werden dagegen die stark verzweigten Fruchtäste.

Bei jungen Bäumen steht in erster Linie der Aufbau der Krone im Vordergrund.
Bei jungen Bäumen steht in erster Linie der Aufbau der Krone im Vordergrund.

Obstspalier schneiden

Beim Obstspalier werden mit dem Schnitt vor allem die Seitentriebe geformt und der Mitteltrieb je nach Situation gekürzt. Geschnitten wird so, dass das oberste Auge (Knospe) nach vorne, also von der Wand weg gerichtet ist. Dies gilt auch für die Seitentriebe. Die Seitentriebe werden danach möglichst waagerecht am Spaliergerüst festgebunden.

Unsere Experten-Tipps:

  • Frisch gepflanzte Obstbäume erst im Frühjahr schneiden.

  • Stark blutungsgefährdete Bäume wie Walnuss, Birken oder Ahorn werden am besten im Spätsommer geschnitten.

  • Das Schneiden von Bäumen ist anspruchsvoll und verlangt einiges an Fachwissen. Wer sich nicht sicher fühlt sollte diese Arbeit Fachleuten überlassen.

Schnittkurse von Obstbäumen:

In den meisten Kantonen werden für unterschiedliche Bedürfnisse Schnittkurse angeboten. Informationen liefern die zuständigen Fachstellen oder landwirtschaftliche Schulen. Kurse im Kanton Bern finden Sie unter www.inforama.ch.

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