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Blattgemüse für den Topfgarten

Gemüse, frisch aus dem Topfgarten geerntet, gehört auf die Speisekarte jedes Balkongärtners. Blattgemüse begeistert mit viel Aroma und dekorativem Wuchs.

Blattgemüse begeistert mit viel Aroma und dekorativem Wuchs.
Blattgemüse begeistert mit viel Aroma und dekorativem Wuchs.
Echte Erdbeerspinat
Echte Erdbeerspinat

Der einjährige, 15 bis 70 cm hoch wachsende Echte Erdbeerspinat (Chenopodium foliosum) trägt schmale, hellgrüne Laubblätter an schlanken, langen Trieben. Doch gerade diese unregelmässig tief gezahnten Blätter besitzen ein spezielles Aroma, das an ihre orientalische Heimat erinnert. Man erntet die jungen, zarten Blätter, die eine Delikatesse sind, und verwendet sie wie Spinatblätter. Im August bilden die langen Triebe in den Blattachseln rote, fleischige Früchte, die an Erdbeeren erinnern. Diese sind zwar dekorativ, schmecken aber nicht so intensiv wie die Blätter. Mit dem Einsetzen der Blüten und Früchte erntet man die Blätter jedoch normalerweise nicht mehr. Das Blattgemüse gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und gedeiht besonders gut in Partnerschaft mit Tomaten und Basilikum.

Sauerampfer
Sauerampfer

Gesund und würzig

Ein weiteres wertvolles Blattgemüse, reich an Vitamin C, ist Sauerampfer (Rumex acetosa). Die jungen Blätter haben eine appetitanregende, blut­reinigende und harntreibende Wirkung. Diesen Eigenschaften ist es zuzuschreiben, dass der Sauerampfer oft Frühjahrskuren beigegeben wird. R. acetosa gedeiht ebenfalls gut im Topf und die langen, schmalen Blätter setzen durch ihre rote Äderung hübsche Akzente. Die Pflanze bevorzugt einen halbschattigen Standort, wo sie dann aber bis in den Oktober hinein geerntet werden kann. Die jungen Blätter würzen cremige Suppen, werden gedünstet wie Spinat oder püriert zu Saucen verarbeitet. Empfehlenswert ist eine Suppe aus Sauerampfer nach einer schwer aufliegenden Mahlzeit oder gegen «Katerbeschwerden». Zwischen den Fingern zerriebene Ampferblätter sollen auch den Brennnesselschmerz wirksam verbannen. Wichtig: Wie Rhabarber enthält auch Sauerampfer viel Oxalsäure, welche die Nieren reizen kann. Deshalb die Blätter kurz in Wasser aufkochen und den ersten Sud abgiessen.

Malabarspinat
Malabarspinat

Rot und rankend

Die Blätter von Malabarspinat (Basella rubra) erinnern stark an gewöhnlichen Spinat, haben aber mit diesem, ausser der Verwendung in der Küche, nichts gemein. Malabarspinat stammt ursprünglich aus Afrika und Indien, wo man seine Früchte auch als dunkelrotes Färbemittel nutzt. Die rankende Pflanze wächst mehrere Meter hoch und kann auch im Topf mehrjährig gezogen werden. Allerdings ist dieses Gewächs wärmebedürftig: Also erst im Juli aussäen und an der Hausmauer, im Glashaus oder Wintergarten geschützt kultivieren. Malabarspinat benötigt ein Rankgerüst; werden die Triebe regelmässig entspitzt oder geerntet, wächst die Pflanze buschig und regelmässig. Die wechselständigen Blätter stehen an sehr kahlen, je nach Sorte grünen oder roten Sprossen und tragen von Mai bis September kleine Einzelblüten. Die leicht säuerlichen, hochwertigen Blätter lassen sich wie Spinat verwenden und enthalten Kohlenhydrate, Eiweiss, Fett, Kalzium, Phosphor, Eisen, Provitamin A und Vitamin C. Man gibt sie Salaten bei, dünstet sie im Wok oder kocht sie im Eintopf mit. Übrigens: Die Blätter helfen als Wickel bei Schwellungen oder als Presssaft gegen Akne oder Erkältungen.

Parakresse
Parakresse

Die Bombe im Mund

Wer ein eindrückliches Aromaerlebnis sucht, bepflanzt einen Topf mit Parakresse (Acmella oleracea). Auch hiervon werden einzelne Blätter oder gar Blüten normalen Salaten beigemischt. Kaut man die frischen Blüten oder Blätter, fühlt es sich an, als liesse man Brausepulver auf der Zunge zergehen. Das prickelnde Aroma wechselt rasch zwischen süss und sauer, scharf und salzig. Die Zunge fühlt sich leicht betäubt an und der Speichelfluss wird angeregt. Dieser explosionsartige Aromacocktail lässt allerdings genauso schnell wieder nach. Parakresse stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen in Mund und Rachen. Die attraktiven Blüten in Knopfform zeigen sich erst rotbraun und werden mit zunehmender Reife gelb. Die in Südamerika heimische Parakresse, dort «Jambú» genannt, wächst an einem warmen, sonnigen Standort ein- bis mehrjährig, wird rund 40 cm hoch und trägt ovale Blätter. Für eine Weiterkultur muss die frostempfindliche Pflanze im Winter hineingeräumt werden. Man kennt Acmella oleracea auch unter den ­Namen «Husarenköpfchen» oder «Zahnwehpflanze».

Zusätzliche Informationen

Zeitschrift «Schweizer Garten» Ruth Schläppi Artikel drucken