Gemüse im Garten: Roter Chicorée

Roter Chicorée lässt sich vielseitig verwenden. Der typisch italienische Salat mit dem leicht bitteren Geschmack hat aber noch einen weiteren Vorteil: Er wird dann geerntet, wenn andere Salate im Garten Mangelware sind.

Roter Chicorée wächst im Garten am besten an der Sonne in tiefgründigem Boden.
Roter Chicorée wächst im Garten am besten an der Sonne in tiefgründigem Boden.

(sku) Roter Chicorée oder Radicchio ist in südlichen Ländern, wo er oft als knackiger Salat serviert wird, ein verbreitetes Gemüse. Sein Verbreitungsgebiet ist allerdings nicht auf Südeuropa beschränkt, denn er lässt sich in ganz Europa im Garten anbauen. Der Rote Chicorée gehört zur Familie der Korbblütler und ist eigentlich eine Abart der Salatzichorie. Zu seinen weiteren Verwandten gehören der Zuckerhutsalat und der Endiviensalat. All diese Salate haben einen leicht bitteren Geschmack, der durch die Bitterstoffe der Zichorie hervorgerufen wird.

Sonniger Standort

Roter Chicorée wächst im Garten am besten an der Sonne in tiefgründigem Boden. Gute Nachbarn sind Kohlarten, Stangenbohnen, Tomaten oder Lauch.

Gepflanzt wird Roter Chicorée im Spätsommer. Im Gartenbeet sollte der Reihenabstand etwa 25 bis 30 cm betragen. Setzlinge sind in vielen Gärtnereien und Gartencentern erhältlich. Roter Chicorée lässt sich auch säen. Die Aussaat erfolgt ab Mitte Juni in Reihen oder in Saatschalen. Im Spätsommer werden die jungen Pflänzchen ausgedünnt. Wenn es im Sommer warm ist, sollte die Saat gut schattiert werden, sonst läuft der Samen unregelmässig auf.

Plegeleichter Salat

Roter Chicorée ist nicht besonders anspruchsvoll und leicht zu pflegen. Er gehört aber zu den Salatarten, die für besonders intensives Hacken dankbar sind. Obwohl er zu den wenig anfälligen Salatsorten gehört, können ihm Krankheiten zusetzen. Wenn eine Pflanze von Grauschimmel oder falschem Mehltau befallen ist, sollte sie rasch entfernt werden. Roter Chicorée hält sich im Garten auch im Winter. Vor Frost schützen ein Vlies oder Tannäste. Im Winter sollte besonders bei feuchtem Wetter regelmässig kontrolliert werden, ob die Pflanzen nicht faulen.

Wer frühe Sorten wählt, kann mit der Ernte in der Regel im Herbst beginnen. Wenn die Nächte nicht mehr so warm sind, setzt auch die Verfärbung der Blätter ein.

Tipp

Chicorée gibt es in verschiedenen Sorten. Für die Herbsternte geeignet ist die Sorte «Palla Rosso». Diese Sorte verträgt leichten Frost, ist aber nicht ganz winterhart. Sehr tolerant und wüchsig ist die Sorte «Indigo». Sie entwickelt dunkelrote, feste Köpfe. Leuchtend rote Rosetten mit ausgezeichnetem Geschmack bringt die Sorte «Rossa die Verona» hervor. Diese Sorte überwintert gut im Garten und bringt im Frühjahr frühe Ernte.

Zusätzliche Informationen

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