Gemüse im Garten: Federkohl

Wie kaum ein anderes Gemüse sorgt der Federkohl in der kalten Jahreszeit für frische Vitamine auf dem Tisch. Nach dem ersten Frost schmeckt dieses Gemüse direkt aus dem Garten am besten.

Federkohl
Federkohl

(sku) Federkohl zählt zu denjenigen Gemüsen, welche den Winter am wenigsten fürchten müssen. Er kann während der kalten Jahreszeit ohne weiteres im Gartenbeet stehen bleiben. Frostige Temperaturen tun ihm sogar gut: Untersuchungen bestätigen die alte Volksweisheit, dass Federkohl nach frostigen Temperaturen besser schmeckt. Durch den Frost nimmt der Zuckergehalt der Pflanze zu und der herbe Geschmack ab. Auch in Sachen Vitamine ist der Federkohl eines der wertvollsten Gemüse. Er liefert die Vitamine B und C. Leicht gedünstet besitzt Federkohl die doppelte Menge Vitamin C wie die gleiche Menge frisch gepresster Orangensaft.

Im Garten lässt sich Federkohl besonders gut als Folgekultur ziehen. Wer bereits im Herbst ernten will, pflanzt Ende Juni. Aufgrund seiner Winterhärte lassen sich Federkohlsetzlinge aber ohne weiteres bis Ende August auspflanzen. Gesetzt wird im Abstand von 40-50 cm. Das Gemüse kann auch aus Samen im Gartenbeet herangezogen werden. Ausgesät wird dann Ende Mai.

Sonne bis Halbschatten

Der Federkohl stellt an den Garten nicht sehr grosse Ansprüche. Er wächst gut an einem sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Ebenso willkommen sind ihm leichte, sandige Böden wie auch humose und nährstoffreiche Gartenerde.

Nach dem Setzen sollten die Beete regelmässig gelockert werden. Federkohl liebt keine nassen Füsse. Die Pflanzen werden deshalb nur bei trockener Witterung zusätzlich gegossen. Da es sich um eine stark zehrende Pflanze handelt, sollte das Gemüse im September mit Nährstoffen versorgt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel etwas Kompost.

Geerntet wird dieses Blattgemüse ab November. Die Blätter werden dabei von aussen nach innen abgeerntet. Wenn immer einige Blätter und Seitensprossen an den Pflanzen bleiben, lässt sich die Ernte unter günstigen Bedingungen bis in den April verlängern.

Wenn der Federkohl über den Winter auf den Gartenbeeten bleibt, lohnt es sich, die Pflanzen mit einem Netz zu schützen. Vögel und Wild schätzen das Gemüse im Winter ebenso als Nahrungspflanze.

Tipp

Federkohl ist nicht nur wohlschmeckend und gesund. Das Gemüse ist auch sehr dekorativ und lässt sich zum Beispiel in Kombination mit Blumen und Pflanzen in Rabatten verwenden. Dazu besonders geeignet ist die Sorte `Redbor´, welche mit ihren violetten Blättern die Blicke auf sich zieht.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Jürg Waldmeier) Artikel drucken