Gemüse im Garten: Kohlrabi

Kohlrabi ist ein beliebtes Frühgemüse für Gartenfreunde. Bereits im März wächst es im Frühbeet. Die Knollen der Kohlrabi haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Mineralstoffen und schmecken roh oder gekocht.

Kohlrabi
Kohlrabi

(sku) Kohlrabi wird in Europa seit dem 16. Jahrhundert kultiviert. Er gehört nicht zu den Kohlsorten, die sich aus den Blättern entwickeln. Die fleischige Knolle wächst gewissermassen aus dem Stiel der Pflanze. Im Garten zählt Kohlrabi zu den beliebtesten Gemüsen. Ein Grund liegt darin, dass sich Kohlrabi bereits im frühen Frühjahr pflanzen lässt. Im geschützten Frühbeet wächst er ab März bereits bei mässigen Temperaturen. Im Frühbeet werden Kohlrabisetzlinge im Abstand von 25 mal 25 cm gesetzt.
Bevor die Setzlinge ins Frühbett gepflanzt werden, sollten sie kräftig entwickelt sein und ein gutes Wurzelwerk aufweisen. In der Wachstumsphase gilt es, bei sonnigem Wetter regelmässig zu lüften. Ist Frost zu erwarten, wird der Frühbeetkasten mit einer alten Wolldecke, Plane oder Strohmatte gedeckt. Damit bleibt die Wärme im Boden.

Humusreicher Boden

Kohlrabi benötigt im Garten einen humusreichen Boden und einen sonnigen Standort. Damit das Gemüse zarte Knollen entwickeln kann, sollte es bei Trockenheit regelmässig gegossen werden. Lange Trockenperioden führen zum Platzen der Knollen. Um die Gefahr von Krankheiten zu verringern, sollte Kohlrabi nicht dort gepflanzt werden, wo während der letzten zwei Jahre Kohlarten gewachsen sind. Gelegentliches Hacken des Bodens fördert das Wachstum und erleichtert die Unkrautbekämpfung. Kohlrabi kann auch ausgesät werden.

Kurze Kulturzeit

Kohlrabi hat eine kurze Kulturzeit. Je nach Sorte und Jahreszeit reift das Gemüse in 8-9 Wochen nach der Aussaat. Geerntet werden die Knollen, wenn sie etwa die Grösse eines Apfels erreicht haben. Lässt man sie länger im Garten stehen, werden sie hart und zum Teil holzig. Das Gemüse wird dicht unter der Knolle geerntet und möglichst rasch verwertet.

Blauviolett und grünweiss

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Sorten: die blauvioletten und die grünweissen Kohlrabi. Geschmacklich unterscheiden sich die beiden Sorten kaum, denn ausschlaggebend für den Geschmack sind die Anbaumethoden. Kohlrabi im geschützten Frühbeet schmecken in der Regel milder, Knollen aus dem Freiland sind würziger.

Tipp

Für den Anbau im Frühbeet und im Garten eignen sich die Sorten «Lanro» als weisser Kohlrabi sowie die blaue Kohlrabisorte «Blaro». Beide Sorten sind sehr widerstandsfähig und ertragen kurzfristig auch kalte Temperaturen und leichten Frost.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (J. Bechheim) Artikel drucken