Gemüse im Garten: Rettich

Rettich ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Kreuzblütler. Im Herbst hat diese würzige Delikatesse Hochsaison. Die Wurzel kann je nach Sorte rot, weiss oder schwarz sein.

Rettich
Rettich

(sku) Rettich stammt ursprünglich aus Vorderasien. Im asiatischen Raum ist er auch weitaus populärer als bei uns. In unseren Breitengraden ist Rettich vor allem in Bayern beliebt: Dort wird die würzige Delikatesse roh mit Schwarzbrot, Butter und Bier genossen.  Die Geschichte dieses Wurzelgemüses reicht bis 2000 Jahre vor Christus zurück. Wandzeichnungen zeigen, dass Rettich bereits im alten Ägypten kultiviert wurde. Im Mittelalter wurde Rettich als Heilpflanze bei Gallen- und Leberleiden genutzt. Inzwischen gibt es Rettich in einer Vielzahl von Formen und Farben. Die Wurzel kann je nach Sorte rot, weiss oder schwarz sein. Man unterscheidet den einjährigen Frühjahrs- und Sommerrettich und den zweijährigen Winterrettich.

Frühsorten können bereits im März ins Freiland gesät werden, Sommersorten folgen im Mai und Juni, Herbstsorten kommen im Juli und August ins Gartenbeet.
Frühsorten können bereits im März ins Freiland gesät werden, Sommersorten folgen im Mai und Juni, Herbstsorten kommen im Juli und August ins Gartenbeet.

Staunässe vermeiden

Das Wurzelgemüse bevorzugt im Garten einen humosen und nährstoffreichen Boden, der nicht frisch gedüngt sein darf. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Rettich lässt sich fast zu jeder Jahreszeit aussäen: Frühsorten können bereits im März ins Freiland gesät werden, Sommersorten folgen im Mai und Juni, Herbstsorten kommen im Juli und August ins Gartenbeet.

Die Sämlinge dürfen nicht zu eng stehen und müssen ausgedünnt werden. Bei heissem und trockenem Wetter sollte das Wurzelgemüse regelmässig gegossen werden. Dies mildert die Schärfe.

Rettich kann in jeder Grösse geerntet werden. Reif ist das Gemüse, wenn sich die Rübe deutlich aus dem Boden gehoben hat. Rettich lässt sich gut lagern; dabei sollte das Laub entfernt werden.

Je jünger Rettich geerntet wird, desto milder ist sein Geschmack. Am besten mundet das Wurzelgemüse roh in feine Scheiben geschnitten und gesalzen oder geraffelt als Salat. Eine weniger bekannte Art der Zubereitung kommt aus Ostasien. Dort wird der Rettich süss-sauer oder in einer Kraftbrühe glasig gekocht serviert.

Tipp

Rettich gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Rote Wurzeln entwickelt zum Beispiel die Sorte «Ostergruss». Diese Sorte wird im Frühjahr ausgesät. Als Sommerrettich hat sich die Sorte «Münchner Bier» bewährt. Sie entwickelt kegelförmige, weisse Wurzeln. Kugelrunde, schwarze Wurzeln bildet die Sorte «Schwarzer Winterrettich» aus. Diese Sorte wird Ende Sommer ausgesät und ab Oktober geerntet.

Zusätzliche Informationen

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