Gemüse im Garten: Rüebli

Rüebli gehören zu den Gemüsen, die den meisten schon im Kindesalter bekannt sind. Sei es als Schneemannnase, Leckerbissen für Kaninchen oder als knackiges Frischgemüse direkt aus dem Garten.

Rüebli
Rüebli

(sku) Die in unseren Gärten verwendeten Kulturrüebli stammen von der Wilden Karotte ab. Diese ist auch heute noch wild wachsend in ganz Europa anzutreffen. Die Wurzel der Wilden Karotte hat allerdings wenig Ähnlichkeit mit unserem beliebten Gemüse. Sie ist dünn, ausgesprochen holzig und von weisser Farbe. Auffallend sind zudem der unangenehme Geruch und der scharfe Geschmack. Einzig die wertvollen Inhaltstoffe wie das Karotin gleichen sich.

Frühe Sorten

Rüebli ist eines derjenigen Gemüse, welches sich bereits im frühen Frühjahr aussäen lässt. Sobald sich der erwärmte Boden bearbeiten lässt, sät man frühe Sorten, zum Beispiel «Nantaise», «Decora» oder «Resistafly» direkt ins Freiland. Ausgesät werden die Rüebli mit einem Reihenabstand von 20-25 cm. Nach der Aussaat sollten die Karotten mit einem Vlies abgedeckt werden.

Rübeli benötigen einen sonnigen Platz im Garten. Am besten wachsen sie in einem humosen Boden ohne Staunässe. Drei bis vier Wochen nach der Saat erscheinen die ersten Sämlinge. Sind sie genügend gross, werden die Pflanzen auf einen Abstand von 3-4 cm ausgedünnt, damit sich die Wurzeln beim Weiterwachsen nicht behindern. Wer die Rüebli mittels Saatband aussät, kann sich diese Arbeit allerdings sparen. Saatbänder sind im Fachhandel erhältlich und einfach anzuwenden.

Möhrenfliege

Ein gefährlicher Schädling für die Rüeblikultur ist die Möhrenfliege. Zu Beginn der warmen Jahreszeit legen die Tiere ihre Eier auf Blätter und Stängel der jungen Rüeblipflanzen. Wenn die Larven geschlüpft sind, bohren sie Frassgänge durch die Wurzeln und können so einen Grossteil der Ernte ruinieren. Richtige Standortwahl und Mischkultur, etwa mit Zwiebeln oder Lauch, bieten einen guten Schutz. Auch Tomatenkraut zwischen die Rüebli gelegt, hält den Schädling fern.

Wer Rüebli bis Ende Juni etwa alle drei Wochen als Folgesaat aussät kann bis in den Spätherbst frische Karotten im Garten ernten. Späte Rüeblisorten wie «Flakker», «Bolereo» oder «Rote Riesen» lassen sich auch sehr gut lagern.

Karotten sind ebenso gut geeignet zum Tieffrieren. Das frisch geerntete Gemüse wird sorgfältig geputzt und in Würfel geschnitten. Kleine Rübeli können auch ganz verarbeitet werden. Nach kurzem Blanchieren portionenweise abfüllen und rasch einfrieren.

Tipp: Karotte «Purple Haze»

Die Karotte «Purple Haze» ist ein Rüebli mit einer dunkelvioletten Schale, die mit dem knall-orangen Inneren kontrastiert. Diese verblüffende Farbe hat ihren Ursprung in der afghanischen Wildkarotte. Im vorderen Orient werden diese Rüebli seit langem als schmackhaftes Gemüse geschätzt. Das neue Rüebli von Select-Samen eignet sich zum Frischessen und Dippen. Zudem hat es einen hohen Gehalt an gesundem Karotin und Lycopin.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Marcel Loehrer) Artikel drucken