Gemüse im Garten: Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln sind sehr gesund und sowohl für Diabetiker als auch für Magenkranke geeignet. Im Garten wächst der «Winterspargel» in tiefgründigen und lockeren Böden.

Schwarzwurzeln enthalten das Kohlenhydrat Inulin, das auch für Diabetiker geeignet ist.
Schwarzwurzeln enthalten das Kohlenhydrat Inulin, das auch für Diabetiker geeignet ist.

(sku) Schwarzwurzeln stammen aus Südeuropa und stehen dort als ausdauernde Pflanzen auf Feldern und Wiesen. Ihr typisches Merkmal sind die langen, schwarzen Pfahlwurzeln, deren Konzistenz fleischig ist und sich damit von Rüben deutlich unterscheidet. Als Gemüse werden Schwarzwurzeln erst seit dem 19. Jahrhundert in Gärten kultiviert. Sie enthalten das Kohlenhydrat Inulin, das auch für Diabetiker geeignet ist. Weil das Gemüse zudem einen hohen Schleimgehalt aufweist, ist es für Magenkranke zu empfehlen.

Nicht düngen

Im Garten wächst die Schwarzwurzel am besten in einem tiefgründigen, lockeren Boden. Auf das Düngen mit Stallmist sollte verzichtet werden, da dadurch die Verzweigung gefördert wird. Ansonsten stellt dieses Gemüse keine hohen Ansprüche an den Standort. Auch leichten Schatten erträgt es ohne Probleme.

Schwarzwurzeln werden im März ausgesät. Die Samen kommen dabei etwa 2 cm tief in den Boden. Gesät wird in Reihen mit einem Abstand von rund 30 cm. Nach dem Auflaufen wird die Kultur vorsichtig gehackt, um das Unkraut kurz zu halten. Im Hochsommer sollten die Pflanzen regelmässig mit Wasser versorgt werden.

Ernten im Herbst

Sobald die Pflanzen blühen, werden die Blütenstände entfernt, damit sich die Pfahlwurzeln gut entwickeln. Nach rund 180 Tagen Kulturdauer ist Erntezeit. Ab Oktober beginnt das Laub zu welken und die schwarzen Wurzeln können geerntet werden. Da sie brüchig sind, werden sie am besten mit der Grabgabel vorsichtig aus der Erde gehoben.

Schwarzwurzeln sollten wegen der Gefahr von Wurzelälchen (Fadenwürmern) nicht nach Tomaten und Rüebli angebaut werden. Günstig ist die Kultur mit Bohnen, Zwiebeln, Salat und Kohlarten.

Zum Lagern dieses Gemüses eignet sich eine mit Plastikfolie ausgelegte Obstkiste. Die Schwarzwurzeln werden abwechselnd mit einer dünnen Schicht Torf eingeschichtet und im kühlen Keller aufbewahrt. Eingelagert werden nur unbeschädigte Wurzeln, verletzte Wurzeln faulen rasch.

Tipp

Schwarzwurzeln enthalten einen gelblich-weissen Milchsaft mit einem geringen Anteil Kautschuk. Dieser Saft kann die Haut stark bräunen und Flecken hinterlassen. Am besten werden die Wurzeln deshalb unter fliessendem Wasser geschält.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Creativ Studio Heinemann) Artikel drucken