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Selber einen Bauerngarten anlegen

Ein romantischer Bauerngarten mit bunten Blütenträumen, feinem Gemüse und aromatisch duftenden Kräutern ist ein besonderes Gartenparadies. Das Tête-à-Tête aus Zier- und Nutzpflanzen basiert auf einem gut durchdachten Konzept. Mit unseren spannenden Tipps gelingt das Anlegen eines Bauerngartens.

Bauerngarten
Ein romantischer Bauerngarten mit bunten Blütenträumen, feinem Gemüse und duftenden Kräutern ist ein wahres Gartenparadies.

In einem Bauerngarten wie zu Grossis Zeiten lässt es sich wunderbar verweilen. Neben prächtigen Sommerblühern finden sich feine Himbeeren zum Naschen. Das lässt das Herz eines jeden Gartenfreundes höherschlagen. Die Geschichte des Bauerngartens, so wie wir ihn heute kennen beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1913 legte man im Botanischen Garten Hamburg auf einer relativ kleinen Fläche eine Art Ideal-Bauerngarten mit vier Beeten an. Die einzelnen Gartenbeete, in denen sich Zier- und Nutzpflanzen harmonisch in nächster Nachbarschaft fanden, waren mit niedrigen Buchsbaumhecken eingefasst. Mit dem «Bauerngarten Hamburger Art» entstand die Vorlage der modernen Bauerngärten. Hier finden Sie die wichtigsten Grundelemente für das Anlegen eines romantischen Gartentraums nach Hamburger Art.

Die wichtigsten Grundelemente eines Bauerngartens

  • Das Grundgerüst eines Bauerngartens bilden vier gleich grosse, rechteckige oder quadratische Beete.

  • Ein Wegekreuz bildet einen idealen Zugang zu den Beeten.

  • Die Beete sind jeweils durch einen niedrigen Zaun eingefasst.

  • Ein Rondell in der Mitte des Gartens bildet das Herzstück des Bauerngartens.

  • Der umlaufende Weg bietet von aussen einen idealen Zugang zu den Beeten.

  • Staketen- oder Lattenzaun – die Einfriedung grenzt den Bauerngarten ab und hält hungrige Haus- und Wildtiere fern.

Einen Bauerngarten planen

Bunte Blütenträume, eine reiche Gemüsevielfalt und aromatisch duftende Kräuter – bei einem Bauerngarten wie zu Grossis Zeiten denkt man an ein üppiges und blühendes Durcheinander von Zier- und Nutzpflanzen. Der Bauerngarten ist jedoch ein fein geplanter und geordneter Raum, der durch geometrische Formen und Symmetrie geprägt ist. So kommen die Pflanzen besonders zur Geltung. Damit diese üppig gedeihen, ist die richtige Standortwahl bei der Planung eines Bauerngartens entscheidend. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit einem nährstoffreichen Boden ist die ideale Wahl beim Anlegen eines Bauerngartens.

Der «Bauerngarten Hamburger Art», der als Vorlage aller moderner Bauerngärten gilt, ist durch einen rechteckigen und meist sogar quadratischen Grundriss geprägt. Ein Wegekreuz, das die vier gleich grossen Beete voneinander trennt, ist ein wichtiges Gestaltungselement. Niedrige Weidezäunchen, Lavendel- oder Ilex Hecken – sie sind eine gute Alternative zur Buchsbaumhecken, die vom Buchsbaumzünsler befallen werden könnten - umranden die einzelnen Beete. Der natürliche Charakter des Bauerngartens wird durch Kieswege – die Wege werden nicht verziegelt – unterstrichen. Das Herzstück des Bauerngartens bildet die Wegkreuzung. Hier laufen alle Wege zusammen. Die Lieblingsrose, eine Kräuterschnecke, ein prächtiger Solitärbaum oder ein schmucker Springbrunnen mit Miniteich - im Rondell in der Mitte des Gartens werden sie zu einem besonders schönen Blickfang. Traditionell wird ein Bauerngarten von einem Staketen- oder Lattenzaun umgrenzt. So können hungrige Wild- oder Haustiere aus dem Garten ferngehalten werden.

Bunt gemischt - Pflanzentipps für den Bauerngarten

Nun darf gepflanzt werden. Das direkte Nebeneinander von Zier- und Nutzpflanzen kennzeichnet den traditionellen Bauerngarten. Es regiert die Mischkultur. Bei der Mischkultur nach der «Vier-Felder-Wirtschaft» werden in den vier Beeten Zier- und Nutzpflanzen mit ähnlichen Nährstoffansprüchen gepflanzt. Die Vorteile der Mischkultur: Die Beet Flächen werden optimal genutzt und die Pflanzen- und Bodengesundheit gesteigert. Da sich die Pflanzen gegenseitig im Wachstum fördern ist eine reiche Ernte garantiert.

Pflanzbeispiel für den Bauerngarten

Beet 1: Starkzehrer

Blumenkohl, Rosenkohl, Broccoli, Tomaten und Gurken

Fingerhut, Rittersporn, Federmohn, Chrysanthemen und Sonnenblumen

Beet 2: Mittelzehrer

Kopfsalat, rote Beete, Stangenbohnen, Spinat und Möhren

Pfingstrosen, Purpurglöckchen, Akelei, Blauer Eisenhut und Goldfelberich

Beet 3: Schwachzehrer

Feldsalat, Radieschen, Buschbohnen, Erbsen und Portulak

Astern, Grasnelken, Herbst-Zittergras, Goldrand-Segge und Gänsekresse

Beet 4:  Kräuterbeet oder eine «gärtnerische Spielwiese»

Schnittlauch, Petersilie, Salbei, Rosmarin und Majoran

Rhabarber, Erdbeeren, Himbeeren, Johannis- und Stachelbeeren

Zusätzliche Informationen

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