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Vogelfutter selber herstellen

Wenn im Winter Schnee und Frost über das Land ziehen, sind Wildvögel nicht unglücklich darüber, wenn sie bei der Futtersuche etwas unterstützt werden. Aber bitte mit Mass und möglichst selbstgemacht. Wir zeigen Ihnen wie – mit praktischer Anleitung zum Download.

Wenn Sie das Vogelfutter selber herstellen, macht der Besuch der gefiederten Freunde noch mehr Freude.
Wenn Sie das Vogelfutter selber herstellen, macht der Besuch der gefiederten Freunde noch mehr Freude.

(stö) Über den Nutzen der Fütterung von Vögeln gehen die Meinungen weit auseinander. Während es Fachleute gibt, welche die ganzjährige Fütterung empfehlen, gibt es ebenso Stimmen, die dazu raten, ganz darauf zu verzichten. Deren Argumente: Die Fütterung der Vögel würde insbesondere jenen Tieren nutzen, die ohnehin genug Nahrung finden und das Überleben kranker und altersschwacher Vögel begünstigen, was sich wiederum nachteilig auf die Gattung auswirken könne.

Die Empfehlung der Schweizerischen Vogelwarte lautet daher: Eine massvolle Winterfütterung schadet nicht und die Beobachtung der sich verpflegenden Vögel bereitet überdies Freude.

Weshalb Vogelfutter selber herstellen?

Bei selber gemachtem Vogelfutter wissen Sie, welche Zutaten darin sind. Bei gekauftem Vogelfutter besteht unter anderem die Möglichkeit, dass sich Ambrosia-Samen einschleichen – selbst wenn auf der Verpackung «Ambrosia-geprüft» steht. Dieses ursprünglich aus Amerika stammende Unkraut breitet sich in Europa rasend schnell aus. Ambrosia-Pollen können Asthma oder starken Heuschnupfen auslösen. 

Wenn Sie Ihr Vogelfutter selber herstellen, behalten Sie somit einerseits die Kontrolle über die Zutaten, andererseits können Sie das Futter den in Ihrer Umgebung vorkommenden Vogelarten entsprechend aufbereiten.

Welches Futter für welche Vogelart?

Vögel haben je nach Art und Schnabelform unterschiedliche Fressgewohnheiten. 

Weichfutterfresser:

  • Vogelarten: Amsel, Drossel, Rotkehlchen, Specht, Star, Zaunkönig

  • Hauptnahrung: Beeren, Früchte, Insekten

  • Im Winter: Beeren, Dinkel, Haferflocken, Hagebutten, Nüsse, Rosinen, Weizen

Körnerfresser:

  • Vogelarten: Finken, Gimpel, Meisen, Spatzen

  • Hauptnahrung (ganzjährig): Kürbiskerne, Mohn, Nüsse, Samen, Sonnenblumenkernen, ungeschälte Saat 
Kreative Möglichkeiten für die Futterstationen.
Kreative Möglichkeiten für die Futterstationen.

Darreichungsformen

Futterglocke

Bei der Futterglocke handelt es sich um einen umgekehrten Blumentopf oder kopfüber angebrachte halbe Kokosnussschale, welche das eingekochte Futter enthalten. An einem längs angebrachten Ast finden die Vögel Halt zum Fressen. Vorteil: Futterglocken schützen die Nahrung vor Regen.

Meisenknödel

Wie der Name sagt, handelt es sich dabei um einen Knödel. Dieser wird in ein Netz verpackt, an dem sich die Vögel beim Futtern gut festhalten können.

«Donuts» oder «Guetzli» aus Vogelfutter

Den Darreichungsformen sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Aufgehängtes Vogelfutter in Ringen oder eckigen Gussformen biete den Tieren ebenfalls eine Möglichkeit sich beim Fressen festzukrallen.

Für all diese Futterformen wird als Trägermaterial Fett verwendet. Dieses ist im Winter ein guter Energiespender. Allerdings sollte auf reines Fett verzichtet werden, da dieses für Vögel nur schwer verdaulich ist. Am besten ist Rindertalg geeignet.

Kein Brot verfüttern!

Obwohl sich viele unter uns daran erinnern, wie sie an einem Gewässer Schwäne oder Enten mit altem Brot gefüttert haben, sollte auf Brot als Vogelfutter unbedingt verzichtet werden. Brot quillt im Magen der Tiere auf und kann Blähungen verursachen. Die Tiere können daran verenden. Ebenso sollte Vögeln keine gewürzte oder salzhaltige Nahrung verfüttert werden.

Tipps

  • Platzieren Sie das Vogelfutter im Freien so, dass die Vögel bei der Nahrungsaufnahme nicht gleichzeitig zum Frass Ihrer oder Nachbars Katze werden.

  • Das fertige Vogelfutter sollte an einem schattigen Ort aufgehängt werden, damit sich das Fett an der Sonne nicht erwärmt und den Futterbalg aufweicht.
Zusätzliche Informationen

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