Kulturgeschichte der Küchenkräuter

Die meisten uns heute bekannten Gewürzarten stammen aus dem Mittelmeerraum und aus Asien. Von dort wurden sie ins übrige Europa importiert und eroberten sich einen festen Platz in der Küche und in der Heilkunde.

Viele Küchenkräuter bereiten auch optisch Freude, so zum Beispiel dieser Salbei.
Viele Küchenkräuter bereiten auch optisch Freude, so zum Beispiel dieser Salbei.

(mb/ves) Bereits die Griechen und Römer legten Gärten mit Duftpflanzen an. Sie kannten die heilende Wirkung vieler Pflanzen, schmückten sich damit und glaubten an ihre mystische Kraft. Rosmarin mit zum Beispiel galt als geheimnisvolles Kraut, mit dem Hausgötter und Häuser gekränzt wurden. Thymian legte man in den Sarg von Verstorbenen, um ihnen die ewige Ruhe zu geben. Als das Römische Reich zusammenbrach, gerieten diese Kräuter in Vergessenheit. Doch die Mönche des Benediktiner-Ordens, welche sich der Gartenpflege und besonders der Zucht von Kräutern widmeten, zogen später wieder Heilpflanzen und Kräuter und brachten sie über die Alpen.

Kräuter heilen Kranke

Die meisten Gewürzkräuter, die wir heute kennen, waren bereits im Mittelalter bekannt. Dazu gehören Salbei, Rosmarin, Minze, Petersilie, Liebstöckel, Dill, Bohnenkraut und Schnittlauch. Von diesen Kräutern haben allerdings nur Schnittlauch, Dost und Wermut einheimische Wurzeln. Im Mittelalter beschäftigten sich vor allem Ärzte und Apotheker mit der Wirkung der Kräuter. Sie stellten aus ihnen Heilpflanzen und parfümierte Salben her. Mit Liebstöckel etwa behandelte man Erkrankungen der Hals- und Atemwege und der Verdauung.

Früher getrocknet, heute frisch

Heute finden sich im Angebot auch viele exotische Kräuter. Diese waren früher nur für wohlhabende Menschen erschwinglich. Die Gewürznelke beispielsweise galt im Haushalt als Luxusgut. Das Angebot an Gewürzkräutern hat sich mit der Zeit den Bedürfnissen des modernen Menschen angepasst. Dank Gärtnereien und Grossverteilern bietet der Handel das ganze Jahr frische Kräuter an. Früher wurden sie getrocknet und als Wintervorrat gelagert.

Teil 1 von 5

Teil 1: Kulturgeschichte der Küchenkräuter

Teil 2: Küchenkräuter A-G

Teil 3: Küchenkräuter K-M

Teil 4: Küchenkräuter O-R

Teil 5: Küchenkräuter S-Z

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Zusätzliche Informationen

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