Kräuter A - G

Anis

Anis (Pimpinella anisum)

Einjahrespflanze, liebt leichten Boden und volle Sonne. Im März aussäen. Die 5 cm grossen Sämlinge auf 10 cm Abstand ausdünnen. Boden feucht halten. Im Sommer Erde anhäufeln, damit die Triebe Halt haben.

  • Hausmittel: Anis kommt als Hustenmittel zum Einsatz und wirkt gegen Krämpfe und Blähungen.
  • Konservierung: Anisfrüchte in einem luftdicht verschlossenen Glas aufbewahren.
Basilikum

Basilikum (Ocimum basilicum)

Einjahrespflanze, ca. 60 cm hoch, braucht viel Sonne und Windschutz. Im März vorziehen und ab Mitte Mai auspflanzen. Während des Sommers Blätter nach Bedarf pflücken.

  • Hausmittel: Basilikum-Tee wirkt nervenberuhigend und krampflösend.
  • Konservierung: Gut waschen, abtrocknen und in Portionen einfrieren. Oder Blätter in ein gut verschliessbares Glas mit Olivenöl einlegen. Kühl und dunkel lagern.
Bohnenkraut

Bohnenkraut (Satureja hortensis)

20-30 cm hohe Einjahrespflanze, braucht volle Sonne. Anfang April aussäen. Schmeckt am besten während der Blüte im Juli.

  • Schädlingsbekämpfung: Als Jauche angesetzt, schützt es Bohnen vor Läusen.
  • Hausmittel: Blätter zerdrücken und auf Bienenstiche reiben.
  • Konservierung: Eignet sich gut zum Trocknen. Stängel zu Bündeln zusammenbinden und trocken und luftig aufhängen. Nach zwei bis drei Wochen die Blätter von den Zweigen abrebeln und diese in gut verschliessbaren Gläsern trocken und dunkel aufbewahren.
  • Spezielles: Bohnenkraut eignet sich auch für Diätkost.
Brunnenkresse

Brunnenkresse (Nasturtium officiale)

Einjährig, ca. 20 cm, braucht Halbschatten. Ab März säen und nach zwei bis drei Wochen ernten. Mehrere Folgesaaten möglich. Sehr anspruchsvoll. Die Samen keimen nur auf feuchtem, nicht aber auf nassem Boden. Der Wasserstand ist nach dem Keimen allmählich zu erhöhen. Der Boden sollte dann ca. 1 cm überflutet sein. Wasser regelmässig wechseln.

  • Hausmittel: Regt den Stoffwechsel an und wirkt blutreinigend. Allerdings kann eine Überdosierung zu Nierenreizungen führen.
  • Konservierung: Brunnenkresse verliert durch Trocknung ihre Wirkstoffe.
  • Spezielles: Besonders wertvoll sind die jungen Blätter.
Dill

Dill (Anethum graveolens)

Einjahrespflanze, ca. 40 cm, braucht volle Sonne. Aussaat ab April mit mindestens 20 cm Reihenabstand. Frisch ernten.

  • Hausmittel: Aufgegossene Dillblätter helfen bei Blähungen und Schlaflosigkeit. Wirkt verdauungsfördernd.
  • Konservierung: Gut waschen, abtrocknen und in Portionen einfrieren.
Estragon

Estragon (Artemisia dracunculus)

Estragon wird nur wenige Jahre alt, deshalb die Pflanzen rechtzeitig durch eine Teilung des Wurzelstockes oder durch Triebstecklinge verjüngen. Braucht Sonne, Wärme und Feuchte. Im März/April Jungpflanzen aus Gärtnerei auspflanzen. Braucht Winterschutz z. B. durch Fichtenzweige. 

  • Hausmittel: Wirkt harntreibend, ist herz- und magenstärkend.
  • Konservierung: Lässt sich gut einfrieren, durch Trocknen verliert er aber sein Aroma. Kann auch als Estragonessig konserviert werden.
Goldmelisse

Goldmelisse (Monarda didyma)

Mehrjährige winterharte Pflanze. Braucht einen sonnigen Standort und humosen, tiefgründigen Boden. Sollte nach zwei bis drei Jahren geteilt und umgepflanzt werden.

  • Hausmittel: Goldmelissentee hilft gegen Erkältung und Fieber, Blähungen, Kopfschmerzen und Migräne; stärkt die Verdauung.
  • Konservierung: Blüten auf Haushalt- oder Pergamentpapier trocknen lassen, danach in Gläsern gut verschlossen aufbewahren. 
  • Spezielles: Goldmelissenblüten eignen sich zum Würzen von Desserts, zur Herstellung erfrischender Eistees und Limonaden sowie zur Dekoration von Salaten und kalten Platten.

Teil 2 von 5

Teil 1: Kulturgeschichte der Küchenkräuter

Teil 2: Küchenkräuter A-G

Teil 3: Küchenkräuter K-M

Teil 4: Küchenkräuter O-R

Teil 5: Küchenkräuter S-Z

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Miriam Maslo, CreaMedia Design Katrin Mathis, Creativ Studio Heinemann, Pilsak, Torsten Schon, Villa Creativa, Ernst Fretz) Artikel drucken