Anis

Anis ist eine einjährige Pflanze, die ein sonniges Plätzchen braucht. Verwendet werden hauptsächlich die getrockneten Früchte, die als Würze für Backwerk, Süssigkeiten und Spirituosen dienen.

Anis
Anis

(sku) Gerade zu Weihnachten ist Anis allgegenwärtig, vor allem als Würze für Weihnachtsgebäck und Süsses. Anis ist eines der ältesten Gewürze. Die Pflanze stammt vermutlich aus dem Vorderen Orient und hat sich im Altertum im ganzen Mittelmeerraum verbreitet. Heute wird Anis vorwiegend in Russland und Indien sowie in Spanien, Frankreich und der Türkei angebaut.

Aussäen

Im Hausgarten gedeiht Anis als einjährige Pflanze in leichten Böden an voller Sonne. Anis kann ab März bis Anfang Mai ausgesät werden und sollte dabei mit knapp 1 cm Erde bedeckt werden. Das Gewürz keimt in etwa 4 Wochen und benötigt bis zur Erntereife rund 4 Monate. Sobald die Sämlinge 5 cm gross sind, werden sie auf 10 cm Abstand ausgedünnt. Einfacher ist es, die Samen im zeitigen Frühjahr in Töpfe zu säen und die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freie zu setzen.

Anhäufeln

Im Sommer ist es ratsam, die Erde leicht anzuhäufeln, um den Trieben Halt zu geben. Während der Wachstumsperiode sollte der Boden feucht gehalten werden. Wechselnde trockene und feuchte Perioden wirken sich negativ auf die Qualität der Früchte aus.

Ernten

Geerntet wird Anis im Spätsommer oder im Herbst, sobald sich die Früchte an den Dolden bräunen. Da die Körner im Laufe des Tages abfallen, sollte die Ernte jeweils am Morgen durchgeführt werden. Dazu wird das Kraut geschnitten und zum Abtrocknen auf einer Unterlage ausgebreitet. So lassen sich die abfallenden Samen einsammeln.

Anis
Anis

In der Küche

Seine Würzkraft verdankt Anis dem ätherischen Öl Anethol. Lebkuchen und andere Süssspeisen kommen nicht ohne ihn aus. In der Küche werden hauptsächlich die getrockneten Früchte verwendet. Anis kommt auch als Hustenmittel zum Einsatz und wirkt gegen Krämpfe und Blähungen. Bekannt ist Anis ebenso zur Herstellung von Likörs und Spirituosen wie Absinth, Ouzo oder Pastis.

Anisfrüchte lassen sich in einem luftdicht verschlossenen Glas aufbewahren. Wenn sich die Samen dunkel verfärben, sind sie unbrauchbar.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Miriam Maslo, Carsten Hase) Artikel drucken