Kräuterspirale selber anlegen und bepflanzen

Die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke ist eine hübsche Möglichkeit, verschiedene Kräuter im eigenen Garten anzubauen. Lesen Sie unsere Schritt für Schritt-Anleitung.

Ziel einer Kräuterspirale ist es, auf kleinem Raum möglichst viele Kräuter anzubauen und verschiedene Klimazonen zu schaffen, die den Standortansprüchen der verschiedenen Kräuter möglichst entsprechen.
Ziel einer Kräuterspirale ist es, auf kleinem Raum möglichst viele Kräuter anzubauen und verschiedene Klimazonen zu schaffen, die den Standortansprüchen der verschiedenen Kräuter möglichst entsprechen.

(sku) Die Kräuterspirale, auch Kräuterschnecke genannt, ist ein dreidimensionales Beet das sich spiralförmig nach oben erhebt. Am unteren Ende der Kräuterspirale befindet sich meist ein kleiner Teich. Eingegrenzt wird das Beet durch eine Mauer aus Natur- oder Ziegelsteinen. Eine Kräuterspirale benötigt nur wenige Quadratmeter, selbst in einem kleinen Vorgarten ist sie gut unterzubringen. Ziel einer Kräuterspirale ist es, auf kleinem Raum möglichst viele Kräuter anzubauen und verschiedene Klimazonen zu schaffen, die den Standortansprüchen der verschiedenen Kräuter möglichst entsprechen. Es lohnt sich, das Gestalten einer Kräuterspirale gründlich zu planen und eine entsprechende Skizze anzufertigen. Angelegt wird diese mit Vorteil im Frühjahr oder im Herbst.

Standort im Garten

Am besten geeignet ist ein Standort an der Sonne. Idealerweise in der Nähe der Küche. Die Grundfläche einer Kräuterspirale ist kreisförmig mit einem Durchmesser von 2 bis 3 m. Sie wird etwa einen Meter hoch. Die Masse können natürlich auch variieren. Als Seitenwände werden Steine verwendet. Sie speichern die Sonnenwärme und geben diese an den Boden ab.

Als erstes wird mit den Steinen eine flache Spirale gebaut, die als Grundriss dient. Dann wird in die Höhe gebaut und zwar von aussen nach innen.
Als erstes wird mit den Steinen eine flache Spirale gebaut, die als Grundriss dient. Dann wird in die Höhe gebaut und zwar von aussen nach innen.

Schritt für Schritt zur Kräuterspirale:

  • Ist der Standort gefunden wird mit Hilfe einer Schnur und eines Pflocks und etwas Sand der Grundriss der Spirale auf den Boden gezeichnet.
  • Danach werden rund 30 cm des Gartenbodens abgetragen und die Erde gleich in der Nähe gelagert.
  • Damit sich in der Kräuterspirale kein Wasser staut, ist es wichtig, den Boden mit einer Drainage aus Kies zu versehen.

 

  • Jetzt kann die Steinmauer errichtet werden. Als erstes wird mit den Steinen eine flache Spirale gebaut, die als Grundriss dient. Dann wird in die Höhe gebaut und zwar von aussen nach innen. Der Abstand der Mauern in der Spirale sollte etwa 60 cm betragen. Am besten geeignet sind flache Natursteine.
  • Am äusseren, unteren Ende der Kräuterspirale befindet sich oft ein kleiner Teich. Dazu wird ein Loch von 50 bis 60 cm ausgehoben und mit einer Teichfolie ausgelegt. Das Wichtigste beim Teich ist der fliessende Übergang zwischen der Erde am unteren Ende der Spirale und dem Wasser. Für den Teich kann auch ein Kübel eingelassen werden.
  • Zum Füllen der Kräuterspirale kann die in der Nähe gelagerte Erde verwenden werden. Dabei wird mit dem Nährstoffgehalt der Erde variiert. Das heisst, in die unterste Zone spiralabwärts kommt humusreiche Erde. Dazu wird die Gartenerde mit etwas Komposterde vermischt. In die mittlere Zone kommt einfache Gartenerde ohne Kompostanteil und in die oberste Zone wird magere Erde gefüllt. Dies ist Gartenerde, die mit Sand gemischt wird.
  • Jetzt kann gepflanzt werden. In der unteren Zone der Spirale finden Kräuter wie Liebstöckel, Schnittlauch, Estragon oder Kamille einen optimalen Standort. In der mittleren Zone fühlen sich zum Beispiel Oregano, Melisse, Petersilie oder Koriander wohl. In der oberen Zone finden mediterrane Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Thymian und Lavendel ihren Platz.
Am wenigsten Arbeit verursachen Kräuterspiralen, wenn sie mit mehrjährigen Kräutern bepflanzen werden.
Am wenigsten Arbeit verursachen Kräuterspiralen, wenn sie mit mehrjährigen Kräutern bepflanzen werden.

Tipps zu Pflege und Unterhalt

Weil Pfefferminze und Wermut wuchern, sollte man in der Kräuterspirale auf diese Pflanzen verzichten. Zudem sollten Schnittlauch und Petersilie nicht direkt nebeneinander gepflanzt werden. Am wenigsten Arbeit verursachen Kräuterspiralen, wenn sie mit mehrjährigen Kräutern bepflanzen werden. Mehrjährige Kräuter überwintern und treiben im Frühling von neuem aus. Eine Kräuterspirale braucht wenig Pflege. Wichtig sind regelmässiges Jäten und ab und zu ein Rückschnitt der Kräuter.

Zusätzliche Informationen

istockphoto, Zeitschrift «Schweizer Garten» Artikel drucken