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Aloe vera: Kühlendes Gel

Schon die alten Ägypter schworen auf die Kräfte der Aloe, und Kolumbus nannte sie schlicht den «Arzt im Topf». Ausserdem ist die Wüstenlilie auch eine schmucke Balkonpflanze. Dann ist das heilende Blatt rasch zur Hand, wenn es mal brennt oder juckt auf der Haut.

Schon die alten Ägypter schworen auf die Kräfte der Aloe.
Schon die alten Ägypter schworen auf die Kräfte der Aloe.

Nichts ist wirksamer, als wenn man die heilenden Wirkstoffe einer Pflanze direkt ab Blatt oder Blüte nutzen kann. Aloe vera macht es uns diesbezüglich sehr einfach. Schneidet man eines der lanzettlich-verjüngten Blätter ab, so zeigt sich im Querschnitt bereits das durchsichtige Gel.

Das Gel der Aloe besteht zu 90 Prozent aus Wasser.
Das Gel der Aloe besteht zu 90 Prozent aus Wasser.

Wertvolles Gel

Dieses besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Die restlichen 10 Prozent enthalten 17 von den 20 für uns Menschen wirksamen essenziellen Aminosäuren. Hinzu kommen wichtige Vitamine, Saponine, Mineralstoffe, Enzyme sowie Mono- und Polysaccharide – insgesamt 170 Wirkstoffe.

Das Gel wird hauptsächlich äusserlich angewendet, etwa zur Behandlung von leichten Schnittverletzungen, zur Linderung von Sonnenbrand oder bei Juckreiz nach Insektenstichen, welche beim Gärtnern ab und zu vorkommen. Aloe hemmt Entzündungen, stillt Blut und besitzt antivirale, antifungale und abschwellende Eigenschaften.

Abführende Milch

Geerntet werden jeweils nur die äusseren, ältesten Blätter der Rosette – nur so kann die Pflanze weiterwachsen. Wichtig: Zwischen dem Gel und der ledrigen Oberhaut befindet sich ein weiterer Stoff, die gelbe, bittere und aloinhaltige Blattmilch, welche die Pflanze vor Tierfrass schützt. Aloin wirkt abführend. Durch Filetieren des Blatts trennt man das wertvolle Gel von der Milch. Oder man lässt das Blatt vor der Verwendung einige Stunden ausbluten. Das angeschnittene Blatt kann nach und nach verwendet werden. Zur Lagerung in ein feuchtes Tuch einwickeln.

Baumaloen bilden einen Stamm, während Echte Aloen stammlos und rosettenförmig wachsen.
Baumaloen bilden einen Stamm, während Echte Aloen stammlos und rosettenförmig wachsen.

Mit und ohne Stamm

Oft wird Baum- oder Kap-Aloe (A. arborescens) mit der Echten Aloe (A. vera, syn. A. barbadensis) verwechselt. Obwohl in ihrer Heilkraft gleichbedeutend, handelt es sich dabei um zwei verschiedene Arten mit unterschiedlichen Wuchsformen. Baumaloen bilden einen Stamm, während Echte Aloen stammlos und rosettenförmig wachsen.

Beide tragen lange, spitz zulaufende, sukkulente, graugrüne Blätter mit gezahntem Rand. Ihr Blütenstand ist 60 bis 90 cm hoch mit zylindrischen Traubenblüten. Die relativ langsam wachsenden Aloen gehören zur Familie der Liliengewächse und werden weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten kultiviert. Bekannt sind rund 300 Arten, jedoch nur drei bis vier davon können als Heilpflanzen genutzt werden.

Am Naturstandort muss die Aloe über Monate ohne Wasser auskommen.
Am Naturstandort muss die Aloe über Monate ohne Wasser auskommen.

Lieber trocken als nass

Als wasserspeichernde Wüstenlilie ist Aloe vera extrem pflegeleicht und übersteht längere Durststrecken mühelos. Am Naturstandort muss sie gar Monate ohne Wasser auskommen.

Im Sommer ist ein heller, sonniger Standort auf dem Balkon oder der Terrasse ideal. Während der Wachstumszeit verlangt sie eine wöchentliche Wassergabe. Im Winter wird sie ins Haus oder Gewächshaus frostfrei bei mindestens 5 °C gestellt und nur alle zwei Wochen mässig gegossen. Aloe-Pflanzen reagieren empfindlich auf Überwässerung und Staunässe. Die Fehlbehandlung wird aber nicht sofort erkannt, da die Sukkulente von innen her fault. Deshalb muss das Substrat zwischen zwei Wassergaben unbedingt einige Tage trocken stehen.

Vermehrung durch Ableger

Ältere Exemplare vermehren sich durch Ableger an der Rosettenbasis. Zur Gewinnung dieser befreit man die Pflanze vom Topf und durchtrennt die Jungpflanze vom Wurzelstock mit einem leichten Zug in Richtung Wurzel.

Aloen bevorzugen sandige, trockene, lehm- oder kalkhaltige Böden. Für die Ableger eine Mischung aus Granitsplit, Perlit und grobem Sand verwenden oder eine fertige Kakteen- und Sukkulentenerde. Junge Pflanzen vorerst vor starker Sonnenbestrahlung schützen. Sobald ein kompakter Wurzelballen vorhanden ist, langsam an die Sonne gewöhnen.

«Aloe Vera Hautgel»
«Aloe Vera Hautgel»

Jungbrunnen für die Haut

Wertvolle Nährstoffe für die Haut liefert das «Aloe Vera Hautgel» aus 100 Prozent Aloe vera. Das schützende und nährende Mittel zur Ganzkörperpflege entstammt natürlich wachsenden und nachhaltig geernteten Rohstoffen und wurde mit Algenextrakt und Allantoin veredelt. Das Hautgel ist frei von Farbstoffen und Parfüm und dermatologisch getestet (tierversuchsfrei). Es zieht schnell ein und fettet nicht.

Bezug: Erdreich, Telefon 0049 6432 914 288 und www.erdreich.de

Zusätzliche Informationen

Zeitschrift «Schweizer Garten» (Elisabeth Gertsch, Livia Hofer), zvg, ImagePoint Artikel drucken