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Hortensie: Blühende Chamäleons

Üppige, ballförmige Blütendolden leuchten in traumhaftem Rosé oder Violett, strahlendem Weiss oder intensivem Blau – die Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) gehören wieder zu den Trendpflanzen.

Hortensien beeindrucken mit grossen Blütenballen in Farbvariationen.
Hortensien beeindrucken mit grossen Blütenballen in Farbvariationen.

Wie die Chamäleons haben die Hortensien die Fähigkeit zum Farbwechsel. Aus Blautönen wird ein Rosa oder umgekehrt. Ihre Verwandlungskunst hängt übrigens nicht nur von der Sorte ab. Nur auf sauren Böden mit einem pH-Wert von 4 bis 4,5 können die Pflanzen Aluminium aufnehmen. Man kann der Natur aber etwas nachhelfen. Das funktioniert jedoch nur bei Sorten, die vom Züchter als blau blühend gelten, weil nur sie den Farbstoff Delphinidin enthalten, der mit Hilfe von aluminiumhaltigen Düngern Blaufärbung hervorruft. Da schwere Böden von Natur aus einen höheren pH-Wert haben und dabei das Aluminium nicht pflanzenverfügbar ist, dürfte das Blaufärben hier wenig Erfolg versprechend sein. Bei Kübelpflanzen lohnt sich ein Versuch. Die Hortensie in Rhododendron-Substrat pflanzen und in der Drogerie Aluminiumsulfat (Alaun) kaufen. Es wird im April und September gestreut und im Sommer nochmals im 14täglichen Rhythmus aufgelöst und gegossen, natürlich mit kalkfreiem Wasser.

Bauernhortensien

Um die bunten Seiten des Landlebens zu geniessen, muss man nicht unbedingt in ländlicher Umgebung wohnen: Mit blühenden Hortensien im Topf oder Kübel kann sich jeder Gartenfreund die heiter-ungezwungene Atmosphäre in kleinem Massstab auch auf die Terrasse, den Balkon oder in den Eingangsbereich holen. Das Schönste: Jede halbschattige Ecke wird durch sie zum echten Blickfang.

Scheinblüten

Hortensien haben sommergrüne, bis 7 cm breite und bis zu 20 cm lange Blätter. Die Blüten, die sie von Juni bis in den September schmücken, plustern sich in ihrer Schönheit regelrecht auf und verdecken grosse Teile des Blattwerks. Sie stehen in meist ballförmigen, dicht geschlossenen, doldenartigen Blütenständen, die je nach Sorte einen Durchmesser von bis zu 20 cm haben können. Bei den Blütenbällen handelt es sich eigentlich «nur» um Scheinblüten aus blütenblattartigen Kelchblättern, die Insekten anlocken. Bei den Bauernhortensien gibt es neben den ballförmigen Sorten auch die so genannten Tellerhortensien. Sie haben einen tellerförmigen Blütenstand mit einem Kranz auffallender grosser Scheinblüten am Rand. Die echten Blüten sitzen wesentlich kleiner und unscheinbarer in der Mitte der Dolde. Die Lust auf üppige Farben in einer kühlen Designerwelt aus Glas und Chrom beschert der Hortensie seit einigen Jahren ein starkes Comeback.

Solitär oder Gruppe

Durch ihren kompakten Wuchs und ihre auffallenden Blüten kommen Bauernhortensien sehr gut als Einzelpflanze zur Geltung. Solo sind üppig blühende Hortensien zum Beispiel in nostalgisch anmutenden Pflanzkübeln aus Terrakotta oder Holz ein Gewinn für jeden Balkon oder Sitzplatz. Mehrere Hortensien beieinander haben sogar auf Entfernung eine enorme Farbwirkung. Im Beet lassen sich Hortensien auch gut mit Stauden kombinieren, zum Beispiel mit Pfingstrosen, Türkenmohn, Tränendem Herz oder mit Funkien, Taglilien und Astilben.

Wie hat sie es gerne?

Die Hortensie liebt es, hell und kühl zu stehen. Auch auf der Terrasse braucht sie einen geschützten, luftigen und leicht schattigen Platz. Direkte Mittagssonne ist auch wegen dem Ausbleichen der Farbe zu vermeiden. Am wohlsten fühlt sie sich bei moderaten Temperaturen – im Sommer reichen ihr 20 °C vollkommen aus. Ideal ist ein gleichmässig feuchter, humoser und gut wasserdurchlässiger Boden, der sauer bis neutral sein sollte. Für Hortensien in Töpfen und Kübeln ist Rhododendronerde hervorragend geeignet.

Wasser und Dünger: Der lateinische Name der Hortensie, Hydrangea, bedeutet «Wasserschlürferin». Sie will regelmässig gegossen werden – mit Vorliebe trinkt sie entkalktes Wasser. Stauende Nässe kann jedoch zu Wurzelfäulnis führen. Für die Grunddüngung ist ein eisenhaltiger Beerendünger mit saurer Reaktion geeignet. Bei blauen Sorten unbedingt phosphorarme Dünger verwenden, Phosphor bindet Aluminium. Wegen des hohen Gehalts an Phosphor keinen Kompost ausbringen. Gegen Chlorose ein- bis zweimal Eisenfutter verabreichen.

Rückschnitt: Möglichst wenig schneiden. Nur schwache Triebe ohne Blüten und alte, stark verholzte bodeneben entfernen. Hortensien blühen an den Terminalknospen, also nie Triebe einfach einkürzen, das führt zum Verlust der schon im Spätsommer vorgebildeten Blütenknospen und bringt uns um den beeindruckenden Blütenflor.

Zusätzliche Informationen

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