Spektakuläre Blütenpracht - Magnolienzauber

Magnoliensträucher und -bäume wirken in ihrer natürlichen Wuchsform am besten. Ist genügend Platz vorhanden, entfalten sie sich zu Blütenträumen – kaum zu übertreffen durch andere Ziersträucher.

Ihr Duft und die Vielzahl der Blüten versetzt die meisten Betrachter in träumerisches Schwelgen.
Ihr Duft und die Vielzahl der Blüten versetzt die meisten Betrachter in träumerisches Schwelgen.

Ihr Duft und die Vielzahl der Blüten versetzt die meisten Betrachter in träumerisches Schwelgen. Besonders bei Arten, bei welchen erst die duftenden Blüten (mit gleichartigen Kelch- und Kronenblättern) erscheinen, bevor der Ast mit grünen Blättern belaubt ist. Magnolien sind uralte Bedecktsamer. Auf die vasenförmigen Blüten folgen zapfenartige Fruchtstände mit Samen in Zentimeter-Grösse. Käfer, Hautflügler bestäuben die Blüten, und Vögel verbreiten die Samen durch ihren Kot.

Heimisches Klima

In der Schweiz bietet das Tessin für Magnolien ein ideales Klima, aber auch nördlich der Alpen sind Prachtsexemplare zu finden. Sie mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Direkt auf die Pflanze sollte die Sonne allerdings erst am späteren Morgen strahlen. Die taufrischen Blüten haben so genügend Zeit abzutrocknen und werden in der Folge weniger schnell braun. Magnolien- und Kamelienexperte Otto Eisenhut betont: «Auf frischen, eher sauren Böden gedeihen Magnolien am besten. Bei zuviel Kalk bilden sie chlorotische Blätter. Wo bereits andere Bäume standen oder der Boden zu schwer ist, mag die Magnolie nicht durchwurzeln.» Als Flachwurzler sollten sie nicht zu tief gepflanzt und später der Boden unter den Bäumen möglichst nicht mehr bearbeitet werden. Von einem Schnitt rät der Züchter ganz ab: «Auf jeden Schnitt reagiert die Magnolienpflanze mit mehreren Schossen. Sie verzweigt sich auf natürliche Weise, nach der Blüte verdoppeln sich die Triebe laufend. Deshalb nur sorgfältig korrigieren oder auslichten, allerdings bilden sich in der Folge unschöne Wasserschosse. Einen breiten und ausladenden Wuchs haben vor allem rote Sorten. Ist der Platz eingeschränkt oder ist das Klima eher rauh, empfiehlt sich eine Magnolia acuminata. Sie entstand durch eine Kreuzung aus asiatischen und amerikanischen Magnolien. Die zu eher schmalen Bäumen wachsende Gurkenmagnolie erträgt Frostnächte bis –25 °C. Die verwelkten Blütenblätter fallen noch gelb anstatt wie bei den roten Sorten braun vom Baum.»

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