Probleme mit dem Kompost

Dass das Kompostieren Gerüche mit sich bringt, liegt auf der Hand, muss aber nicht sein. Folgende Massnahmen helfen, wenn der Kompost stinkt, zu nass oder zu trocken ist.

Für eine optimale Verrottung und zur Verbeugung von Problemen mit dem Kompost ist es empfehlenswert, grobes mit feinem und nasses mit trockenem Material zu mischen.
Für eine optimale Verrottung und zur Verbeugung von Problemen mit dem Kompost ist es empfehlenswert, grobes mit feinem und nasses mit trockenem Material zu mischen.

 (sku) Durch das Verrotten des Kompostmaterials entstehen Gase, die für einen unangenehmen Geruch sorgen. Wer darauf achtet, dass die Mischung der Abfälle auf dem Kompost stimmt, kann zu starken Gerüchen und anderen Problemen vorbeugen.

Stinkender Kompost

  • Damit der Kompost nicht zu stinken beginnt, werden die frischen Abfälle gut eingearbeitet und mit Steinmehl bestäubt. Auch das Zugeben von Strukturmaterial wie zum Beispiel Laub, Stroh oder Holzhäcksel schafft Abhilfe. Für eine optimale Verrottung und zur Verbeugung von Problemen mit dem Kompost ist es empfehlenswert, grobes mit feinem und nasses mit trockenem Material zu mischen. Dadurch bekommt der Kompost genügend Luft und fault oder schimmelt nicht, was meist die Ursache für unangenehme Gerüche ist.

Zu nasser Kompost

  • Zum Kompostieren ist eine gewisse Feuchtigkeit erforderlich. Ohne diese würde der Kompostierprozess nicht ablaufen. Ist der Kompost jedoch zu nass, setzt Fäulnis ein, die sich mit einem unangenehmen, nach Fäulnis stinkenden Geruch bemerkbar macht. Ob der Kompost zu nass ist, lässt sich leicht kontrollieren. Drückt man die Komposterde mit der Hand aus und es tropft Wasser, ist er definitiv zu nass.
  • Nasser Kompost kann viele Ursachen haben. Oft liegt es am falschen Kompostmaterial, das aufgeschichtet wurde. Der Klassiker ist das zu starke Beimischen von Rasenschnitt. Frisch gemähtes Gras hat einen sehr hohen Feuchtigkeitsanteil und eignet sich nur bedingt zur direkten Beigabe auf den Kompost. 
  • Besser ist es, den Rasenschnitt zu trocknen, bevor man ihn auf den Kompost gibt. Auch die Menge sollte dosiert sein. Beim Kompostieren kommt es auf das richtige Mischungsverhältnis an. Das bedeutet, dass neben feuchten Materialien aus Küche und Garten immer wieder eine Schicht trockenes und luftiges Material wie Gehölzschnitt auf den Kompost gehört. Bei Kompostbehälter macht es Sinn, bei warmem Wetter den Deckel offen zu lassen und Strukturmaterial beizugeben.

Zu trockener Kompost

  • Ist der Kompost zu trocken,  leidet der Kompostierprozess oder kommt gar zum Stillstand. Auf Trockenheit weisen eine rissige, stark krümelige Struktur der Kompostrotte oder gar Ameisen im Komposthaufen hin. Abhilfe schafft das Bewässern sowie das Umschichten mit gleichzeitigen Zugaben von feuchten Kompostmaterialien wie zum Beispiel Rasenschnitt oder Rüstabfällen von Obst und Gemüse. Oft ist auch der Standort mitverantwortlich für einen zu trockenen Kompost. Deshalb für den Kompost einen schattigen Standort wählen.

Teil 5 von 5

Teil 1: Kompost richtig einsetzen

Teil 2: Kompostanlagen für den Hausgarten

Teil 3: Kompostpflege im Jahresverlauf

Teil 4: Was darf auf den Kompost, was nicht?

Teil 5: Probleme mit dem Kompost

Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken