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Feuerbrand: Gefährliche Pflanzenkrankheit

Der Feuerbrand ist eine hoch ansteckende und äusserst gefährliche Bakterienkrankheit, die Kernobstbäume wie Apfel, Birne, Quitte und verschiedene Zier- und Wildpflanzen befällt. Betroffen ist auch der Kanton Bern.

Der Feuerbrand ist eine hoch ansteckende und äusserst gefährliche Bakterienkrankheit, die Kernobstbäume wie Apfel, Birne, Quitte und verschiedene Zier- und Wildpflanzen befällt.
Der Feuerbrand ist eine hoch ansteckende und äusserst gefährliche Bakterienkrankheit, die Kernobstbäume wie Apfel, Birne, Quitte und verschiedene Zier- und Wildpflanzen befällt.

(sku) Die gefährliche Pflanzenkrankheit Feuerbrand ist in der Deutschschweiz seit längerem im Vormarsch. Betroffen ist auch der Kanton Bern. Mittlerweile wurden die Bakterien ebenso an Obstbäumen im Kanton Wallis und in der Westschweiz entdeckt.

Gemäss Angaben der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil sind im Jahr 2012 in der Schweiz in 450 Gemeinden Feuerbrandfälle gemeldet worden. Dies ist deutlich weniger als im bislang intensivsten Befallsjahr 2007. Damals wurden mehr als 40'000 Obstbäume mit Feuerbrandbefall in über 850 Gemeinden gezählt.

Vom Feuerbrand betroffen sind Kernobstbäume wie Apfel, Birne, Quitte und Ziergehölze. So zum Beispiel Cotoneaster, Feuerdorn und Scheinquitte. Zu den Feuerbrand Wirtspflanzen gehören weiter Wildpflanzen wie Weissdorn, Rotdorn, Mehlbeere, Felsenbirne und Eberesche. Der Erreger dieser Bakterienkrankheit befällt nur bestimmte Pflanzenarten.

Keine einheimische Krankheit

Der Feuerbrand ist keine einheimische Krankheit. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Erwinia amylovora-Bakterium aus Nordamerika über England, Belgien und Deutschland vor einigen Jahren in die Schweiz eingeschleppt wurde. Der Erreger dringt vorwiegend durch die Blüten in die Pflanzen ein. Verbreitet wird er meist durch Bienen, andere Insekten und Vögel. Dementsprechend stecken sich ein Grossteil der Bäume und Ziergehölze im Frühling an. Sichtbar wird die Krankheit erst Wochen später.

Ein kleiner Teil der Infektionen geschieht zudem über Verletzungen am Baum, beispielsweise durch Wind- oder Hagelschaden. Nistet sich das Bakterium auf diese Weise erst nach der Blütezeit ein, kann es sich den Winter über ruhig verhalten und erst im nächsten Frühjahr ausbrechen. Mit der Zeit verteilen sich die Bakterien in der ganzen Pflanze und bringen diese zum Absterben.

Mensch als Gefahr

Eine grosse Gefahr stellt auch der Mensch dar. Durch Hantieren und Schnittarbeiten am Baum kann er das Bakterium ebenfalls verbreiten. Das Erwinia amylovora-Bakterium ist zwar für Menschen wie auch für Tiere ungefährlich. Bei Verdacht auf Feuerbrand sollten Laien kranke Bäume indessen nie anfassen, sondern sich direkt an die Gemeinde wenden. Sonst besteht die Gefahr, dass weitere Bäume infiziert werden. Das Schneiden von Verdachtsproben muss den ausgebildeten Feuerbrandkontrolleuren der Gemeinde oder des Kantons überlassen werden.

Zu erkennen ist die Krankheit an diesen Merkmalen: Befallene Blüten und Blätter welken und verfärben sich dunkelbraun bis schwarz, sterben ab und trocknen ein. Charakteristisch ist, insbesondere bei Kernobst, die zu Beginn auftretende Schwärzung der Haupt- und Nebenadern der Blätter vom Blattstiel her. Später krümmen sich die Triebspritzen zudem U-förmig ab.

Gegen diese heimtückische Krankheit gibt es bisher kein wirksames Mittel. Auch das Antibiotikum Streptomycin, für dessen Einsatz es eine Bewilligung braucht, bietet nur einen bedingten Schutz. Unbedenklich aber weniger wirkungsvoll, sind biologische Schutzmittel. Ob man befallene Triebe ausschneiden kann, entscheiden die Fachleute der Gemeinde oder des Kantons.     

Was tun im Hausgarten

  • Bei Neupflanzungen auf Feuerbrand-Wirtspflanzen verzichten. So können sich Gartenbesitzer in Zukunft Umtriebe und zusätzliche Kosten durch Feuerbrandbefall ersparen.
  • Beim Pflanzen von Kernobst auf möglichst resistente Sorten achten.
  • Gefährdete Pflanzen im Garten kontrollieren. Besonders nach dem Abblühen und in den Sommermonaten.
  • Verdächtige Pflanzen umgehend bei der zuständigen Meldestelle der Gemeinde oder des Kantons melden.
  • Verdächtige Pflanzenteile nicht berühren (grosse Verschleppungsgefahr).
  • Nur ausgebildete Feuerbrandkontrolleure der Gemeinde oder des Kantons dürfen Verdachtsproben schneiden.
  • Bei nachgewiesenem Feuerbrandbefall: Nicht unnötig berühren.
  • Befallene Pflanzen sind durch Fachpersonen oder nach deren Anweisung zu entfernen (Geräte, Schuhe, Kleider und Hände anschliessend desinfizieren).  

Meldepflicht

Feuerbrand ist eine meldepflichtige Pflanzenkrankheit. Verdächtige Pflanzen müssen den kantonalen Fachstellen für Pflanzenschutz oder der Gemeindeverwaltung gemeldet werden. Diese Stellen ordnen die zu treffenden Massnahmen an.

Zusätzliche Informationen

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