Nadelbräune / Kiefernschütte

Ein asiatischer Garten ohne Nadelbäume ist schlichtweg unvorstellbar. Leider können diese Pflanzen an einer Krankheit leiden, die «Nadelbräune» oder «Kiefernschütte» genannt wird. Sie ist in sämtlichen Regionen verbreitet, in denen zweinadlige Kiefern wachsen.

Von dieser Pilzkrankheit werden hauptsächlich die Bergkiefer, die Gemeine Kiefer und die Schwarzkiefer befallen. Normalerweise sterben die Bäume einige Jahre nach der Erkrankung ab.

Die Symptome

Die Kiefernschütte, die eine Krankheit darstellt, darf nicht mit dem Rot verwechselt werden, das durch verschiedene äussere Einflüsse wie Frostschäden, Nadelalterung, Trockenheit, Hitze usw. entstehen kann. Der Unterschied ist leicht feststellbar: Während die Nadeln der erkrankten Pflanze mit zahlreichen kleinen schwarzen Flecken bedeckt sind, ist dies bei den anderen Pflanzen nicht der Fall.

Nadelbräune
Nadelbräune

Die Krankheit breitet sich im Allgemeinen von den unteren Ästen her aus. In der Wintersaison verfärben sich die Nadeln gelb. Kleine, eiförmige, schwarze Flecken, die sich im Frühling auf der Oberfläche der Nadelränder abzeichnen, weisen auf die Erkrankung hin. Im Laufe des Jahres beginnen die Nadeln auszutrocknen; sie nehmen eine rötliche Färbung an und fallen ab.

Der Parasitenzyklus

Der Parasit Lophodermium pinastri überwintert auf den zahlreichen Nadeln, die am Boden herumliegen. Zu Frühlingsbeginn erscheinen kleine Flecken auf den toten Nadeln. Das sind die Fortpflanzungsorgane. Die Sporen verbreiten sich im Frühling und Sommer insbesondere bei Feuchtigkeit und Regen. Sie lagern sich in der Nähe der gesunden Nadeln ab und stecken diese an, indem sie durch die Spaltöffnungen eindringen. Von dort aus entwickelt sich das Myzelium im Innern der Nadeln. Diese verfärben sich rötlich und fallen ab. Der Zyklus beginnt von Neuem.

Behandlung der Krankheit

Die Bekämpfung dieser Krankheit ist schwierig. Wie so oft ist auch hier Vorbeugen besser als Heilen. Nehmen Sie also die am Boden herumliegenden Nadeln auf und entsorgen Sie sie. Die Verwendung eines kupferhaltigen Fungizids im Frühling stellt einen guten zusätzlichen Schutz dar. Bei einer bereits befallenen Pflanze führt eine Behandlung mit einem synthetischen Fungizid zu guten Resultaten. Dieses muss von Juli bis September alle drei Wochen angewendet werden. Achten Sie darauf, dass Sie sämtliche Nadeln mit der Emulsion tränken. Wenn eine Ihrer Pflanzen abstirbt, reissen Sie sie umgehend aus und entsorgen Sie sie. Nur so können Sie die übrigen Kiefern vor dieser Krankheit schützen.

Zusätzliche Informationen

Zeitschrift «Jardin romand», Marc-Henri Jan Artikel drucken