Ameisen im Garten bekämpfen

Ameisen in grosser Zahl können im Garten Schaden anrichten. Mit diesen Tipps werden Sie die Ameisenplage los.

Eigentlich zählen Ameisen zu den Nützlingen, weil sie Puppen von Schädlingen, Insekten und anderen Gliederfüsslern fressen.
Eigentlich zählen Ameisen zu den Nützlingen, weil sie Puppen von Schädlingen, Insekten und anderen Gliederfüsslern fressen.

(sku) Ameisen sind für den Menschen harmlos, aber in grossen Mengen oft lästig. Eigentlich zählen Ameisen zu den Nützlingen, weil sie Puppen von Schädlingen, Insekten und anderen Gliederfüsslern fressen. Gelegentlich stehen sogar Schnecken, Würmer und kleine Wirbeltiere auf dem Speisezettel der Ameisen. Auch pflanzliche Nahrung wie etwa Nektar, Säfte von Pflanzen und Früchten, Knollen, Wurzeln, Triebe, Sämlinge und Blüten verachten sie nicht. 

Wenn die fleissigen Arbeiterinnen im Sommer durch den Garten wandern und sich munter vermehren, können sie bei Früchten Schaden anrichten. Mit diesen Methoden können Sie die Ameisen aus dem Garten vertrieben:

Natürliche Abwehrmethoden

Besonders der schwarzen Gartenameise attestieren Fachleute eine hohe Intelligenz. Um sie zu bekämpfen muss man ihnen auf die Schliche kommen. Das heisst; ihre Wege auskundschaften und das Nest ausfindig machen. Oftmals sind auch mehrere Methoden nötig, um die kleinen Plaggeister loszuwerden. Vorab biologische Duftmittel vertreiben die Ameisen aus Haus und Garten.

Ganz besonders stinken ihnen Gewürznelken. Wer Ameisenstrasse und Nest mit Nelkenpulver oder ganzen Gewürznelken bestreut, sieht innert einer Stunde keine Ameisen mehr. 

Weiter vertreiben ausgebrochene Geiztriebe aus den Blattachseln der Tomatenstauden, Lavendel- und Holunderblätter, sowie Majoran oder schimmelnde Zitronenschale die Ameisen.

Auch ausgestreutes Zimtpulver oder Algenkalk wirken gegen Ameisen. 

Produkte aus dem Handel

Lassen sich die Ameisen mit diesen bewährten Hausmitteln nicht vertreiben, sind im Fachhandel verschiedene - auch biologische - Produkte gegen die Ameisenplage erhältlich. Im Garten und auf dem Sitzplatz können Köderdosen auf die Ameisenstrasse gelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Loch gross genug ist, so dass die lockenden Duftstoffe auch gut verduften können. Die Ameisen tragen die in den Dosen enthaltenen Giftstoffe zurück ins Nest und beeinträchtigen damit die Brut. 

Es gibt auch Ameisen-Spray und Giessmittel, die nach Gebrauchsanwendung angewendet werden. Für die Pflanzen sind diese Präparate in der Regel nicht schädlich.

Da Ameisen nicht selten an ihre Lieblingsplätze zurückkehren, müssen die Massnahmen oftmals wiederholt werden. Funktioniert eine Methode nicht, wird eine andere wiederholt angewendet.

Ameisenbarriere

Ameisen pflegen oftmals Blattlauskolonien auf Bäumen und Sträuchern. Sie ernten dabei den Honigtau, ein süsses Ausscheidungsprodukt der Blattläuse. Mit einem speziellen Insektenleim können Ameisen von den Bäumen ferngehalten werden. Dabei wird um den Stamm eine Leimschicht angelegt. Der Insektenleim ist direkt aus der Tube rund um den Stamm, zirka drei bis fünf Zentimeter breit und in einer Stammhöhe von rund 50 Zentimeter aufzutragen. Der Leim wird schliesslich mit einem kleinen Spachtel leicht angedrückt. Der Insektenleim als Ameisenbarriere ist im Fachhandel erhältlich.

Ameisen im Garten

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