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Tipps gegen die Mäuseplage

Mäuse sind ungeliebte Gäste im Garten. Gegen die Mäuseplage helfen nicht nur Räucherpatronen oder Giftweizen. Lesen Sie, woran Sie die Schädlinge im Garten erkennen und was gegen sie unternommen werden kann.

Schaden an Gemüse, Blumenzwiebeln, Ziersträuchern und jungen Bäumen verursachen in erster Linie die Schermaus und die kleinere Feldmaus.
Schaden an Gemüse, Blumenzwiebeln, Ziersträuchern und jungen Bäumen verursachen in erster Linie die Schermaus und die kleinere Feldmaus.

(sku) Angefressene Sellerieknollen, Salate die plötzlich nicht mehr weiterwachsen, junge Obstbäume und Blumenzwiebeln die weder austreiben noch spriessen. Das sind Beispiele, welchen Schaden Mäuse im Garten anrichten können.

Schaden an Gemüse, Blumenzwiebeln, Ziersträuchern und jungen Bäumen verursachen in erster Linie die Schermaus und die kleinere Feldmaus. Gerade letztere frisst eine Unmenge verschiedener Pflanzenteile, Wurzeln, Körner und Knollen. Die Feldmaus wird bis zu 12 cm gross und kann bis zu zehnmal jährlich 4 bis 8 Jungtiere gebären.

Die Feldmaus ist einfach auszumachen. Sie lebt in kleinen Kolonien. Viele oberirdische Läufe, viele kleine Ausstiegslöcher und geringe Mengen verwühlter, feinster Erde verraten ihre Anwesenheit.

Deutlich grösser ist dagegen die Schermaus auch bekannt unter dem Namen Wühlmaus. Sie kann eine Körpergrösse von bis zu 20 cm erreichen. Zudem hat sie vier gut sichtbare, biberähnliche Schneidezähne und ernährt sich vorab von saftigen Wurzeln und Knollen.

Die Scher- oder Wühlmäuse lassen sich mit Schlagfallen bekämpfen. Erfolgreich wird eine Bekämpfung, wenn sie gleichzeitig an mehreren Stellen erfolgt und zwar dort wo Verwühlstellen nachgewiesen wurden. Zu diesem Zweck wird ein Wühlmausgang auf einer Länge von etwa 20 cm freigelegt, so dass Licht in die Gangöffnung fällt. Die lichtscheue Wühlmaus verschliesst diese Öffnungen meist schon nach wenigen Stunden wieder. Geschieht dies nicht, ist der Gang bestimmt unbewohnt und das Aufstellen der Falle sinnlos. Wegen der feinen Nase der Wühlmäuse sollte der Fallensteller Gummihandschuhe anziehen und neue Fallen mit Erde abreiben. Übrigens müssen die Öffnungen nach Einbringen der Fallen mit einem Brett abgedeckt werden.

Maulwurf und Schermaus nicht verwechseln

Allerdings kann der gleiche Bau auch von Maulwürfen bewohnt sein. Daher ist es wichtig, die Spuren an der Erdoberfläche genau zu untersuchen: Grosse, halbkugelförmige Haufen aus grobscholliger Erde verraten den Maulwurf. Da der Maulwurf die Erde senkrecht nach oben drückt, sind seine Haufen hoch und rund. Wühlmäuse dagegen schieben die Erde schräg aus dem Gang, wodurch ihre Haufen flacher werden und mit Gras- und Wurzelresten vermischt sind. Zudem sind Maulwürfe an ihrem schwarzen, samtigen Fell und an ihren mächtigen Vorderpfoten zu erkennen.

Im Gegensatz zur Schermaus sind die von Bodeninsekten und Regenwürmern lebenden Maulwürfe nützlich, weil auch Schädlinge auf ihrem Speiseplan stehen, und sie im Gegensatz zu den Wühlmäusen keine Wurzeln und Knollen fressen. Dennoch können Maulwürfe durch ihre Grabtätigkeit und die dadurch aufgeworfenen Erdhaufen zum Ärgernis im Garten werden. Der Maulwurf gräbt nämlich mit erstaunlicher Leichtigkeit, so wurden schon Grableistungen von bis zu 10 m pro Stunde beobachtet.

Maulwürfe lassen sich mit stark duftenden Bodenparfümen vertreiben, welche im Fachhandel erhältlich sind. Allerdings besteht die Gefahr, dass sie wieder zurückkehren. Abhilfe schafft ein feinmaschiger Drahtzaun der etwa 40 cm tief in den Boden eingegraben wird.

Nützling Spitzmaus

Im Garten kann auch die Spitzmaus vorkommen. Diese kleinen Insektenfresser sind, wie der Maulwurf, nützlich im Garten. Sie fressen fast ausschliesslich Insekten und wirbellose Weichtiere. Somit sind sie für die natürliche Schädlingsregulierung von grossem Nutzen, weil sie nur gelegentlich leichte Schäden durch Samenfrass anrichten. Die kleine Spitzmaus weist als Erkennungsmerkmal eine sehr spitze, rüsselartige Schnauze auf.

Leere Glasflaschen gegen Mäuse

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Produkte gegen die Mäuseplage. Es müssen nicht immer Räucherpatronen oder Giftweizen sein. Junge Obstbäume schützt man zum Beispiel mit einem Mäusegitter vor Wurzelfrass. Zudem vertreiben leere Glasflaschen, an einem Holzstab einige Zentimeter über dem Gartenboden aufgehängt, die Mäuse. Dieses Prinzip ist einfach: Bereits ein leichter Wind erzeugt in den leeren Flaschen einen Ton, den Mäuse gar nicht lieben und das Weite suchen. Die Flaschen können auch rund zwei Drittel tief und leicht schräg im Gartenbeet eingegraben werden.

Das Wässern der Gänge ist jedoch nicht zu empfehlen, weil zuviel Wasser im Garten den Pflanzen meist mehr schadet als den Mäusen.

Bestimmte Pflanzen im und um den Garten

Auch Pflanzen schrecken Mäuse ab. Mit ihren Bitterstoffen in den Wurzeln verdirbt die Kaiserkrone (Frittilaria) den Mäusen jeglichen Spass am Graben von Gängen im Gemüsebeet. Eine ähnliche Wirkung wird auch dem Knoblauch nachgesagt. Sie werden zwischen die Gemüsepflanzen gesetzt. Bereits wenige Pflanzen im und um den Garten schützen vor den ungebetenen Gästen. Schnell die Nase voll haben Mäuse auch von Dill, Thymian, Bohnenkraut oder Kapuzinerkresse. Manche dieser Pflanzen bilden ganz einfach borstigeoder stachlige Blätter, die den Fressern im Halse stecken bleiben. Andere sondern Aroma- oder Bitterstoffe ab.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Martin Bauer) Artikel drucken