Schnecken natürlich bekämpfen: 10 wirksame Tipps

Im Garten sind Schnecken ungebetene Gäste. Wir nennen Ihnen die 10 besten Tipps, um die Schneckenplage auf natürliche Weise im Zaum zu halten.

Wer in seinem Garten auf Gifteinsätze verzichten will, kann Schnecken auf natürliche Weise bekämpfen.
Wer in seinem Garten auf Gifteinsätze verzichten will, kann Schnecken auf natürliche Weise bekämpfen.

(sku) Gerade bei nassem Wetter können Schnecken im Garten erhebliche Schäden anrichten. Allen voran die weit verbreitete Spanische Wegschnecke, welche zu den Nacktschnecken gehört. Bei der Bekämpfung ist zu beachten, dass nicht alle Schneckenarten schädlich sind. Die geschützte Weinbergschnecke oder der seltene Tigerschnegel beispielsweise ernähren sich grösstenteils von toten Pflanzenteilen. Wer in seinem Garten auf Gifteinsätze verzichten will, kann folgende Tipps zur natürlichen Schneckenbekämpfung anwenden:

  1. Gewürze: In der natürlichen Bekämpfung der Schnecken haben sich Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei und Thymian bewährt. Diese Gewürze werden an den Beetrand gesät oder gepflanzt, als rund zehn Zentimeter breite Einfassung. Die Schnecken werden von den duftenden Kräutern abgeschreckt. Die Wirkung ist umso besser, wenn diese Pflanzen als Mischkultur zusätzlich zwischen die Gemüsereihen gesät oder gepflanzt werden. Besonders wirksam ist auch Lavendel.

  2. Erde lockern: Wer im Herbst abgeerntete Gartenbeete oder abgeräumte Blumenrabatten nur oberflächlich lockert und nicht tief umgräbt, kann Schnecken im Garten reduzieren. Wenn die Beete nicht tief umgegraben werden, können die Schnecken nicht tief ins Erdreich eindringen. Sie und auch oberflächlich abgelegte Eier erfrieren bei kalten Temperaturen.

  3. Schneckengelege vernichten: Die grosse Wegschnecke, welche rot, rotbraun, braun bis schwarz gefärbt sein kann, platziert ihre Eier ab September bis Mitte Mai in den Boden oder in den Kompost. Beim Hacken des Gemüsebeetes oder beim Umschichten des Kompostes gilt es besonders gut auf Schneckengelege zu achten. Wer vorsorgt, verhindert das massenhafte Auftreten der unbeliebten Gäste im nächsten Gartenjahr.

  4. Biologische Schneckenkörner: Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von biologischem Schneckenkorn. Zudem schützen Schneckenzäune oder ein Kunststoffkragen die Gartenpflanzen. Schneckenzaun und Kunststoffkragen sind im Fachhandel erhältlich.

  5. Schutzstreifen: Wirksam ist das Anlegen von «Schutzstreifen» aus Splitt, Sägespänen, Algenkalk, Gerstenspreu oder Holzwolle. Solche Streifen halten Schnecken von den Beeten fern.

  6. Bretter: Werden im Garten alte Holzbretter ausgelegt, verstecken sich die Schnecken tagsüber darunter und können dort mühelos eingesammelt und vernichtet werden.

  7. Tagetes: Schnecken mögen Tagetes ganz besonders gerne, sie lassen sich gezielt als Fangpflanzen setzen, um die Schnecken von anderen Kulturen wegzulocken.

  8. Einsammeln: Schnecken können eingesammelt werden, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit aus ihren Verstecken hervorkriechen.

  9. Giessen: Die Wasserration im Garten am Vormittag ausbringen. Abendliche Wassergaben locken Schnecken an.

  10. Abwehrmassnahmen kombinieren: Bei grossem Schneckenvorkommen ist es oft sinnvoll, verschiedene Massnahmen in Kombination anzuwenden. 

Achtung: Manche Leute zerschneiden die Schnecken mit der Schere. Davon ist abzuraten, denn Schnecken sind Kannibalen und werden durch die toten Artgenossen vermehrt angelockt.

Die schleimige Schneckenplage wirkungsvoll bekämpfen 

Nützlinge unterstützen

Eine weitere Massnahme bei der natürlichen Schneckenbekämpfung ist die Förderung von Nützlingen: So hilft die Blindschleiche beispielsweise, Schnecken einzudämmen. Sie ist keine Schlange sondern eine Eidechse, deren Füsse zurückgebildet sind. Sie frisst im Garten die verhassten Nacktschnecken. Natursteinmauern mit offenen Fugen oder Steinhaufen bieten den idealen Unterschlupf für Blindschleichen und Eidechsen.

Igel ernähren sich unter anderem ebenfalls von Nacktschnecken. Ast- und Laubhaufen dienen dem Igel zum Überwintern, er fühlt sich auch wohl unter einheimischen Hecken oder heimischen Sträuchern.

Zusätzliche Informationen

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