Rasen richtig pflegen: 5 Tipps

Als Schönheitsideal gilt ein gleichmässig dunkelgrüner Rasen. Doch was ist zu tun, damit die Gräser des grünen Teppichs nicht im Moos und Filz ersticken? Wir nennen Ihnen 5 Tipps für einen gepflegten Rasen.

Rasenflächen übernehmen in der Gartengestaltung eine wichtige Rolle. Sie schaffen Freiräume und laden ein zum Spielen oder Flanieren.
Rasenflächen übernehmen in der Gartengestaltung eine wichtige Rolle. Sie schaffen Freiräume und laden ein zum Spielen oder Flanieren.

Rasenflächen übernehmen in der Gartengestaltung eine wichtige Rolle. Sie schaffen Freiräume und laden ein zum Spielen oder Flanieren. Der grüne Teppich bringt blühende Rabatten oder Solitärgehölze so richtig schön zur Geltung und lässt sich auch mit Steinbelägen oder anderen Elementen attraktiv kombinieren. Rasen, der Inbegriff von gebändigter Natur, verlangt jedoch regelmässige Pflege. Viele Stressfaktoren wie Nässe, Trockenheit, starke Beanspruchung und Pflegefehler setzen ihm zu. Unkräuter und Moos verbreiten sich, wenn der Rasen zuwenig gedüngt oder zu tief geschnitten wird, der Boden verdichtet oder die Rasenmischung nicht dem Standort und der Nutzung angepasst ist.

Für einen schönen Rasen ist die Pflege entscheidend. Lesen Sie unsere 5 Tipps mit den wichtigsten Pflegemassnahmen:

1. Mähen

Häufiger Schnitt bedeutet für die Rasengräser Stress, weil die Assimilationsfläche zu stark reduziert wird. Beim Hausrasen sollte eine Schnitthöhe von vier bis sechs Zentimetern nicht unterschritten werden. Im Frühling tiefer mähen, im Sommer und im Schatten höher. Immer nur einen Drittel der Gesamtlänge abschneiden. Soll der Rasen 4 cm hoch sein, erst mähen, wenn die Gräser mindestens 6 cm hoch gewachsen sind.

Nur Rasenmäher mit scharfen Messern einsetzen. Abgeschlagene Blattspitzen werden gelb und sind anfälliger für Krankheiten. Welcher Mäher zum Einsatz kommt, ist eine Frage der Philosophie jedes Einzelnen. Heutzutage sind Sichelmäher mit Fangsack die meistverkauften. Diese Geräte erzeugen einen nützlichen Nebeneffekt: Dank der Saugwirkung der Lüftertechnik wird im Herbst das Laub beim Mähen gleich mit eingesogen. Im Trend ist auch der selbstmähende Rasenroboter, welcher kleine Schnipsel liegen lässt. Bei einem kleinen Rasen ist ein Handspindelmäher ohne Auffangsack die beste Wahl. Denn früher, als es noch keine Auffangsäcke oder Mulchmäher gab, musste das abgeschnittene Gras zusammengerecht werden. Dieser Arbeitsgang kommt dem Vertikutieren ziemlich nah.

Das Schnittgut darf nur auf biologisch aktivem Boden liegen bleiben. Filz entsteht, wenn Rasenschnitt von den Bodenlebewesen nicht abgebaut wird. Dies ist vor allem bei Böden mit geringer mikrobieller Tätigkeit und kleinem Humusanteil der Fall, also bei sandiger oder lehmiger Erde.

2. Vertikutieren

Die Gräserwurzeln von einem verfilzten Rasen erhalten zuwenig Luft und Wasser. Die Grünfläche wird schneller gelb und ist weniger trittfest. Im Frühling oder Herbst mit einer Vertikutier-Maschine oder einem Vertikutier-Rechen den Boden ein bis zwei Millimeter tief aufritzen und den Rasenfilz herausarbeiten. Das Vertikutieren mindert auch die Verbreitung von Unkraut und Moos. Quer zur Vertikutierrichtung das Material wegrechen. Anschliessend in der Gegenrichtung nochmals vertikutieren und wieder quer dazu den Filz abrechen. Um auch das feine Material aufnehmen zu können, nochmals mit dem Rasenmäher darüberfahren.

3. Aerifizieren und Sanden

Vor allem bei lehmigen Böden oder verdichteten Flächen ist es wichtig, dass Luft in den Boden kommt. Die Gräser entwickeln sonst zuwenig Wurzeln, vergilben und sind nicht strapazierfähig. Beim Aerifizieren werden der Rasenfläche mit einer Aerifiziergabel pro Quadratmeter ca. 50 Erdzapfen von rund 8 bis 10 cm Länge entnommen und die dabei entstandenen Löcher anschliessend mit gewaschenem Sand gefüllt. Das verhilft dem Boden zu einer besseren Atmung und Wasseraufnahme.

4. Nachsäen

An kahlen Stellen oder bei schütterem Graswuchs mit der geeigneten Rasenmischung (z. B. Schattenrasen für schattige Stellen) nachsäen. Die Samen locker aus dem Handgelenk streuen, erst die Hälfte in einer Richtung, dann quer dazu den Rest. Oberflächlich rechen. Hat man vorher Erde gestreut, unbedingt die Steine einsammeln, damit sie später nicht in den Rasenmäher kommen. Die Fläche festtreten und zwei Wochen feucht halten, damit die Keimlinge nicht vertrocknen.

5. Düngen

Wie beim Säen den Langzeitdünger locker ausstreuen, lieber zweimal wenig als einmal zuviel. Als Faustregel gilt: im Frühjahr und August eine Handvoll (40 g) pro Quadratmeter. Viel begangener/gemähter Rasen braucht mehr Dünger (zusätzlich im Juni). Vor allem bei grösseren Flächen ist eine gleichmässige Düngerverteilung wichtig. Ein Streuwagen erleichtert die Arbeit. Ein unterschiedlich grüner Rasen ist keine Augenweide.

Zusätzliche Informationen

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