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Bodenbeläge für Terrasse, Balkon und Garten

Die Terrasse, der Balkon oder der Gartensitzplatz benötigen einen neuen Bodenbelag? Das Material sollte witterungsbeständig und rutschsicher sein – und vor allem fachmännisch verlegt werden. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Bodenbelag
Der Bodenbelag im Garten sollte witterungsbeständig und rutschsicher sein.

(stö) Für die Materialwahl gelten diese Faustregel:

  • Je näher am Haus desto eher kann Holz verwendet werden.

  • Je stärker der Boden der Witterung ausgesetzt ist, desto mehr empfehlen sich Stein- oder Betonmaterialien. 

Wer seinen Balkon nicht nur mit einem Anstrich, einem ausgelegten Rasenteppich oder einem Kunststoffbelag versehen möchte, findet im Fachhandel und in Baumärkten eine grosse Auswahl an geeigneten Materialien wie Holzelemente, kombinierte Kunststoff-Holz-Gemische und sogar wetterfeste Laminatbeläge, die sich in der Regel im Klicksystem verlegen lassen. Da Balkone stets ein leichtes Gefälle in Richtung Wasserabfluss aufweisen, braucht man sich auch nicht um überschüssiges Wasser zu kümmern. Zudem sind Holzplatten oftmals mit untenliegenden Nocken versehen; diese sorgen dafür, dass Regenwasser abfliessen kann und der Boden belüftet wird.

Für Terrassen oder Gartensitzplätze empfehlen sich Holz- oder Kunststoff-Beläge, kombinierte Holz-Kunststoff-Gemische sowie verschiedenste Steinarten wie Natursteine (z.B. Granit), Pflastersteine, aber auch Kunststeine (sogenannte Verbundsteine) oder Betonplatten.

Frostbeständiges Material verwenden

Entscheidet man sich bei einem Aussensitzplatz für einen Plattenbelag wie z.B. Feinsteinfliesen, so muss man darauf achten, dass das Material inklusive Fugendichtungen frostbeständig ist. Wie bei allen Bodenbelägen im Aussenbereich sollte der Rutschfestigkeit besonderes Augenmerk zukommen. Sandgestrahlte oder gebürstete Steinoberflächen bieten hier einen guten Schutz. Während Holzbeläge im Klick- oder im Nut-Feder-System auch auf etwas unebeneren Unterlagen verlegt werden können, ist für Steinbeläge ein absolut einwandfreier Untergrund Voraussetzung. 

Regenwasser muss ablaufen können

Wer Bodenbeläge für Terrassen und Sitzplätze selber verlegen will, muss sich in erster Linie mit der Unterkonstruktion auseinandersetzen: Dies beginnt bereits mit dem Einbau von Sickerleitungen, um auf diese Weise Regenwasser abführen zu können.

Jeder Boden im Freien sollte eine minimale Neigung von zwei Prozent in Richtung Abfluss aufweisen. Der eigentliche Sitzplatz wird naheliegenderweise gerne ganz eben gestaltet. Trotzdem sollte man sich im Vornherein überlegen, wie mit Oberflächenwasser verfahren werden soll.

Steinplatten einzwängen

Für Steinbeläge im Freien wird auf der abgetragenen Humusfläche vielfach ein ebenes Kies- oder Schotterbett aufgetragen, anschliessend mit Splitt- oder Sand versehen und geglättet wird. Erst jetzt werden die Natur- oder Kunststeinelemente verlegt und zwar idealerweise stets um eine halbe Länge versetzt. Während Holzplatten ineinander verzahnt sind und somit eine feste Unterlage bieten, sollten Beläge aus Stein in eine Umrandung (Stellriemen) gezwängt werden, um so vor allem den Rändern entlang Stabilität zu gewährleisten. Stabilität am Rand lässt sich auch mit Steinfix erreichen. Dies ist ein Profil, das Gartenplatten und Verbundsteine schnell und ohne Beton fixiert.

Ebenso sollten Platten von weniger als 15 cm Durchmesser vermörtelt werden, um einem wackligen Untergrund vorzubeugen; dies gilt auch für die Verwendung von quaderförmigen Pflastersteinen. Der Mörtel wird in der Regel mit Sägemehl vermischt über den Belag aufgetragen, damit sich das überschüssige Material nach dem Austrocknen mittels Drahtbürste wieder entfernen lässt. Verbundsteine oder auch Rasengittersteine brauchen nicht vermörtelt zu werden; hier trägt die Natur ihren Teil dazu bei indem sich die Ritzen von alleine füllen. Dem Aufkommen von unerwünschtem Moos zwischen den Steinen lässt sich mit etwas in die Ritzen gestreutem Salz vorbeugen.

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