Gartengestaltung mit Natursteinen

Natursteine setzen zeitlose Akzente in den Garten. Die Mehrkosten für Mauern oder Bodenbeläge lohnen sich allerdings.

Palisaden aus Iragna
Palisaden aus Iragna

(stö) Für den Aussenbereich sind nicht alle Natursteinarten geeignet. Während Granit, Schiefer, Sandstein, Quarzit oder Hartkalkstein problemlos im Garten verwendet werden können, gilt dies für Marmor aus Gründen der Frostbeständigkeit nicht. Mit Natursteinen lassen sich nicht nur Gehwege und Bordüren, sondern auch Mauern und Palisaden als Sichtschutz sowie Treppen auf stilvolle Art herstellen. In Form von Skulpturen, Brunnen oder als ganze Steingärten setzen Steine natürliche Akzente und bilden zeitlose Gestaltungselemente in jedem Garten.

Natur hat ihren Preis

Das Angebot hinsichtlich Formen und Farben ist beinahe unüberschaubar: Vom eleganten, geschliffenen Granitbelag über hiesigen Standstein bis hin zum rustikalen Kopfsteinpflaster lässt sich für jeden Garten der richtige Stein finden – wenn auch nicht für jedes Portemonnaie, denn natürliche Schönheit im Garten ist nicht ganz billig: Während industriell gefertigte Verbundsteine für einen Gehweg bereits für unter 20 Franken pro Quadratmeter zu haben sind, kosten Beläge aus Natursteinen, wie z.B. Granit, ein Vielfaches davon. Zu budgetieren ist für ein natürliches «Wohnzimmer im Freien» ein Betrag von 100 Franken pro Quadratmeter an aufwärts. Das Gleiche gilt für Mauer- und Bordsteine, die im Vergleich zu künstlichen Materialien preislich deutlich höher zu Buche schlagen.

Treppe aus Maggia Gneis
Treppe aus Maggia Gneis

Auf Rutschfestigkeit achten

Bei Bodenbelägen sollte vor allem auf die Rutschfestigkeit geachtet werden. Für Natur- oder Kunststein gilt: Je feiner geschliffenen desto rutschiger. Bei der Planung sollte daher der künftige Verwendungszweck von Beginn weg miteinbezogen werden. Vor allem an exponierten Stellen sollten allzu glatte Beläge vermieden werden. Für solche Stellen empfehlen sich zum Beispiel Pflastersteine, die aufgrund ihrer unregelmässigen Form bereits eine Art «Rutsch-Schutz» aufweisen.

Die Pflege von Natursteinen gestaltet sich derweil einfach: Regelmässiges Kehren oder klares Wasser verhindern, dass hartnäckige Oberflächenverschmutzungen entstehen. Auf diese Weise muss der Hochdruckreiniger nur als letztes Mittel eingesetzt werden.

Frostbeständiges Fundament

Ein Gartenweg, der vollflächig mit Steinen versehen wird, sollte in eine Richtung eine Mindestneigung aufweisen, damit bei Niederschlägen keine lästigen Pfützen entstehen. Und wer am Boden unregelmässig geformte Steine verlegt, kommt um ein Beton- oder Mörtel-Fundament praktisch nicht herum. Nur dieses bietet Gewähr, dass der Steinbelag durch Witterungs- und Klimaeinflüsse nicht zu «wandern» beginnt. Rechteckig zugehauene Natursteine hingegen können in ein Splitt- oder Sandbett verlegt werden. Übrigens lohnt es sich, möglichst gerade Wegverbindungen zu bauen. Andernfalls entsteht neben dem Gehweg rasch eine «Überholspur» auf dem Rasen oder im Gartenbeet.

Kein Materialmix

Ein Steinbelag sollte im Garten nicht die Hauptrolle spielen – diese fällt schliesslich der Bepflanzung zu –, sondern die Gartengestaltung unterstützen. Entsprechend lohnt es sich, die Natursteine farblich auf das Haus abzustimmen. Ein Findling, eine Steinskulptur oder ein Steinbrunnen an einer exponierten Stelle platziert, kann im Garten zu einem schönen Blickfang werden. Jedoch ist die Komposition von verschiedenen Naturmaterialien und –farben sehr anspruchsvoll. Daher sollte darauf geachtet werden, nicht zu viele unterschiedliche Materialien zu verwenden.

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