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Seerosen richtig pflanzen und pflegen

Als Symbol der Reinheit und Lebenskraft besitzt sie eine Blüte mit paradiesischer Ausstrahlung: Die Seerose ist unbestrittene Teichkönigin. Wie einst wunderschöne Nymphen verwunschenen Quellen und Gewässern entstiegen, durchstossen die Knospen die Wasseroberfläche und öffnen sich.

In ihrer Hauptblütezeit, Ende Mai bis Juli, hält eine Seerose durchschnittlich 5 bis 10 Tage, je nach Wärme und Witterung.
In ihrer Hauptblütezeit, Ende Mai bis Juli, hält eine Seerose durchschnittlich 5 bis 10 Tage, je nach Wärme und Witterung.

Aus der griechischen Mythologie stammt der lateinische Name: Nymphaea. Den symmetrisch angeordneten Blütenblättern, welche sich wie Rosen öffnen, wohnt eine ganz besondere Anziehungskraft inne. Mit ihren strahlend weissen, zartrosa, gelben oder teilweise auch violetten Blüten verleihen sie dem Teich oder Biotop eine edle und krönende Optik. Je nach Blattgrösse – oft sitzen auf den tellerförmig schwimmenden, grünen Inseln kleine Frösche – fällt die Blüte im Verhältnis grösser oder kleiner aus. Die meisten schliessen sich am Nachmittag und öffnen sich am nächsten Morgen mit zunehmendem Licht wieder. In ihrer Hauptblütezeit, Ende Mai bis Juli, hält eine Seerose durchschnittlich 5 bis 10 Tage, je nach Wärme und Witterung. Die Wasserpflanzen zeigen das grösste Wachstum im Frühling und Sommer. Entscheidend sind dabei Klima, Wassertiefe und Bodenverhältnisse. Ein sonniger Platz – der Teich sollte täglich mindestens während fünf Stunden besonnt sein – und ruhiges Wasser entsprechen ihren Bedürfnissen. Dann breiten sie sich rasch aus und können die ganze Wasseroberfläche bedecken.

Vermehrung

Seerosen werden durch Rhizomteilung vermehrt. Ein Rhizom ist eine stark gestauchte und durch Einlagerungen von Reservestoffen, hauptsächlich Stärke, verdickte Sprossachse. Da hier die Nodien (Austriebsknoten) ohne Abstand aufeinander verlaufen, lassen sich daraus mehrere Jungpflanzen ziehen. Dazu wird das Rhizom mit einem Messer geteilt. Die einzelnen Teile ins Substrat (Lehm, Sand, 1:1) legen. Die Erde mit einer Kiesschicht decken, damit eine ausgewogene Feuchtigkeit gewährleistet ist. Aus den ruhenden Augen entfalten sich neue Blätter und Triebe, nach einigen Wochen sind bereits Jungpflanzen herangewachsen. Geteilte Seerosen benötigen jedoch eine Erholungszeit und blühen meist erst im nächsten Jahr.

Pflanzung von Seerosen

Die Wasser- oder Pflanztiefe ist sortenbedingt. Zwergsorten und solche für den Flachwasserbereich gedeihen in einer Tiefe von 0,1 bis 0,5 m und einer Wasseroberfläche von 0,5 bis 1 m². Es sind dies zum Beispiel die Sorten «Walter Pagels» (weiss), «Aurora» (apricot), «Laydekeri Lilacea» (rosa), «Froebeli» und «James Brydon» (rot). Bewährt für die mittlere Pflanztiefe von 0,5 bis 0,8 m und einer Wasseroberfläche 1 bis 2 m² haben sich «Hermine» und «Marliacea Albida» (weiss), «Moorei» (gelb), «Fabiola» und «Rosennymphe» (rosa), «Meteor» und «Charles de Meurville» (rot). Im Tiefwasser ab 0,8 m und einem Platzbedarf von 2 bis 3 m² gedeihen vor allem «Gladstoniana» (weiss), «Marliacea Chromatella» (gelb), «Marliacea Rosea» (rosa) und «Attraktion» (rot). Sorten für das tiefe Wasser sollten nicht zu flach gesetzt werden, das Laub wächst sonst sehr üppig und die Pflanze ist nicht mehr motiviert, sich durch Blüten und Samen weiterzuvermehren. Sie blüht in der Folge nur spärlich. Seerosen werden in spezielle Behälter aus Kunststoff gepflanzt, mit durchlöcherten Wänden, durch welche die Faserwurzeln wachsen können. Man kann das Rhizomstück auch direkt in den Boden setzen. Durch die Gefässpflanzung erleichtert sich jedoch die künftige Pflege der Gewächse und des Teiches. In tiefen Gewässern können die Gefässe durch das Unterstellen von Steinen höher gestellt werden, oder man senkt den Wasserpegel bis zur optimalen Tiefe.

Pflegemassnahmen

Auch Seerosen benötigen Dünger. Dazu im Frühling Hornspäne in Lehm kneten und an mehreren Stellen in den Boden drücken. Die im Spätherbst gelb werdenden Blätter können entfernt werden, müssen aber nicht. Gefriert der Teich über einen längeren Zeitraum, ist es von Vorteil, frostgefährdete Sorten, wie zum Beispiel Zwerg- und Flachwassersorten, abzudecken (Noppenfolie, Laub, Stroh- oder Styropormatten). Tiefstehende Sorten (ab 0,5 m) überwintern unbedenklich, wenn nicht mit dem vollständigen Einfrieren des Teichwassers gerechnet werden muss. Tropische Seerosen gehen unter hiesigen Bedingungen ein. Sie benötigen einen speziellen Frostschutz (Teichheizung) oder werden im Keller überwintert. Die abgeblühten Pflanzen herausnehmen, alle Triebe und Wurzeln entfernen und in einen Behälter mit Sand einschlagen. Den Sandbehälter regelmässig feucht halten. Bei 14–16 °C überwintern. Im Frühling frisch einpflanzen.

Zusätzliche Informationen

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