10 Tipps gegen Algen im Teich

In jedem Teich gibt es die verschiedensten Algenarten. Solange die Nährstoffkonzentration im Wasser normal ist, leben sie in friedlicher Koexistenz mit anderen Pflanzen. Damit sich Algen im Schwimmteich oder im Biotop nicht ausbreiten, muss dem Nährstoffeintrag und der Bepflanzung Beachtung geschenkt werden.

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Damit sich Algen im Schwimmteich oder im Biotop nicht ausbreiten, muss dem Nährstoffeintrag und der Bepflanzung Beachtung geschenkt werden.

(sku) Von den mehr als 120'000 bekannten Algenarten sind für Schwimmteiche und Biotope etwa 50 Arten relevant. Algen sind Überlebenskünstler, die sehr rasch reagieren und wachsen. Deren Sporen befinden sich im Wasser, in der Erde und in der Luft und entwickeln sich, sobald sie günstige Lebensbedingungen haben. Die Frage der Algenentwicklung ist sehr komplex und hängt von vielen Faktoren ab. Zudem ist sie auch eine Frage der Toleranz. Grundsätzlich gilt, je weniger Nährstoffe sich im Wasser befinden, desto stärker wird deren Entwicklung eingedämmt.

Abhilfe durch Bepflanzung

Eine Möglichkeit, das Algenwachstum einzudämmen, sind zum Beispiel Schwimmblattpflanzen. Viele Schwimmpflanzen und Unterwasserpflanzen sind nicht nur eine effiziente Nährstoffkonkurrenz, sie nehmen den Algen auch das zum Wachstum nötige Licht. Weiter verdrängen sie Algen durch ihren oft sehr kräftigen Wuchs. Zudem wirkt auch eine «Temperaturabsenkung» durch beschattende Pflanzen gegen Algen.

Folgende Pflanzenarten können als Nährstoffkonkurrenten in Schwimmteichen und Biotopen eingesetzt werden:

  • Tausendblatt (Myriophyllum spicatum/verticillatum)
  • Hornkraut (Ceratophyllum demersum/submersum)
  • Wasserpest (Elodea canadensis/nutallii)
  • Laichkraut (Potamogeton lucens/perfoliatus)
  • Nadelkraut (Crassula)
  • Armleuchteralge (Chara)
  • Unterwasserhahnenfuss (Ranunculus aquatilis)
  • Wasserschlauch (Utricularia)
  • Nitelle (Nitella flexilis)

Überdüngung eindämmen

Überdüngung in Schwimmteichen von aussen mittels Laubeintrag, Staub, Oberflächenwasser oder Badegäste und andererseits von innen durch abgestorbene Pflanzen und Tiere, falsche Substrate, Schlamm oder Sedimente in Filtern. Wenn keine Nährstoffkonkurrenz in Form von Unterwasserpflanzen vorhanden ist, kommt es zur Katastrophe. Die Algen nehmen überhand und sind ohne tiefgreifende biologische und bauliche Veränderungen nicht mehr in den Griff zu bekommen.

10 Massnahmen, die das Algenwachstum eindämmen

  1. Ursachen für den Nährstoffeintrag (Überdüngung) beseitigen.

  2. Vorhandene Algen abfischen, um dem Wasser die darin gebundenen Nährstoffe zu entziehen. Algen lassen sich kompostieren.

  3. Den unbepflanzten Schwimmbereich in Schwimmteichen mindestens drei Mal im Jahr absaugen. Mit dem abgesaugten Schlamm werden auch grössere Mengen Nährstoffe ausgetragen.

  4. Pflanzen als Nährstoffkonkurrenten einsetzen, abgestorbene Pflanzenteile jedoch nicht im Wasser belassen.

  5. Da Wärme und Licht wichtige Wachstumsfaktoren für Algen sind, sollten Teile des Teiches beschattet sein.

  6. Technische Hilfsmittel einsetzen. Biologische Filtersysteme und andere Hilfsmittel sind mittlerweile sehr ausgereift.

  7. Bindemittel senken den Phosphatgehalt des Teichwassers. Die Nährstoffe werden durch chemische Vorgänge gebunden, so dass sie weder von den Algen, noch von den Pflanzen aufgenommen werden können.

  8. Keine giftigen, oder antibakteriell wirkende Stoffe verwenden.

  9. Bei starker Algenbildung bieten Fachleute eine gründliche Teichreinigung, sowie spezielle Teichpflegeprodukte an.

  10. Eine vorausschauende Planung beim Schwimmteichbau hilft ebenfalls, den Algenwuchs einzudämmen.
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