Zimmerpflanzen als Energiespender

Zimmerpflanzen in den eigenen vier Wänden setzen Kontraste und schaffen eine positive Atmosphäre. Sie verbessern aber auch die Luft und beeinflussen das Wohlbefinden der Menschen in Büro und Wohnung.

Zimmerpflanzen in den eigenen vier Wänden setzen Kontraste und schaffen eine positive Atmosphäre.
Zimmerpflanzen in den eigenen vier Wänden setzen Kontraste und schaffen eine positive Atmosphäre.

(sku) Zimmerpflanzen gehören vielerorts zur Wohnungseinrichtung wie das Sofa oder der Küchentisch. Kaum ein Haushalt, der sich nicht mit Topfpflanzen ein Stück Natur ins Wohnzimmer holt. Das ist auch richtig so, denn Pflanzen in den eigenen vier Wänden schaffen nicht nur Atmosphäre, sie bringen Wärme und leisten nicht zuletzt einen Beitrag zum Wohlbefinden der Hausbewohner. Dies zeigen auch die Forschungsergebnisse einer Studie der Fach- und Technikerschule Veitshöchheim in Deutschland. Im Rahmen dieser Studie wurden in Wohnräumen und Büros insgesamt 134 Probanden zwei Jahre lang begleitet. Geprüft wurden dabei die Auswirkungen von Zimmerpflanzen auf den Gesundheitszustand, das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung von Menschen. Dies unter Einbezug von Psychologen, Arbeitsmedizinern und Raumbiologen.

Die Arbeitsleistung wächst

Das Ergebnis macht Folgendes deutlich: Atembeschwerden haben bei den Probanden in begrünten Räumen abgenommen und es wurde eine Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens festgestellt. Zudem seien die Konzentration und damit die Arbeitsleistung gestiegen. Der Grund ist einfach: Zimmerpflanzen in der Wohnung und im Büro sind für eine kontinuierliche Luftfeuchtigkeit und frischen Sauerstoff besorgt. So produziert zum Beispiel eine 1,5 m hohe Schefflerapflanze pro Stunde einen Liter Sauerstoff.

Die Studie der Fach- und Technikerschule Veitshöchheim nennt weitere biotechnische Wirkungen von Zimmerpflanzen. Unter anderem weniger Staub und weniger elektrostatische Entladungen in den Räumen. Positive Auswirkungen gibt es auch auf der psychologischen Ebene zu verzeichnen. Nebst dem ästhetischen Mehrwert haben sie beispielsweise einen Einfluss auf die Reduktion von Stress, sie verbessern das subjektive Wohlbefinden und steigern das eigene Wertempfinden der Menschen.

Mit ihrem einfachen Stiel und den langen schmalen Blättern sind die Dracaena-Arten (Drachenbaum) eine gute Wahl.
Mit ihrem einfachen Stiel und den langen schmalen Blättern sind die Dracaena-Arten (Drachenbaum) eine gute Wahl.

Geeignete Pflanzen

Für das Begrünen von Wohnräumen und Büros eignen sich zahlreiche Zimmerpflanzen. Besonders geeignet sind Ficus-Arten, wie zum Beispiel der Gummibaum, die Birkenfeige oder die Geigenfeige. Ficus-Arten sind einigermassen anspruchslos und sie fühlen sich sowohl neben dem Fenster wie auch im Schatten der Sitzgruppe wohl. Mit ihrem einfachen Stiel und den langen schmalen Blättern sind ebenso die Dracaena-Arten (Drachenbaum) eine gute Wahl. Die aus den Tropen stammenden Pflanzen gedeihen im Wohnzimmer oder im Büro bestens. Die zahlreichen Arten stellen aber unterschiedliche Ansprüche an die Pflege. Gut geeignet sind auch die Schefflera, Philodendron-Arten oder die palmenähnliche Howeia. Für Räumlichkeiten mit beschränkten Lichtverhältnissen eignen sich Farngewächse. Dort, wo nicht genügend Tageslicht vorhandenen ist, sollten für Innenbegrüner Pflanzenleuchten installiert werden.

Nicht zu nass

Obwohl Zimmerpflanzen als Luftbefeuchter wirken, dürfen sie nicht zu nass gehalten werden. Ständige Nässe setzt den Pflanzen zu und zeigt sich daran, dass die untersten Blätter vergilben und abfallen. Zimmerpflanzen deshalb nur bei Bedarf giessen und vor jeder Wassergabe nachprüfen, ob diese auch nötig ist. Gegossen wird dann, wenn die Erde wirklich trocken ist.

Vielfach werden Zimmerpflanzen auch in Hydrokultur gehalten. Dabei gedeihen die Pflanzen nicht in der Erde, sondern in Gefässen, die mit Blähton und einer Nährlösung gefüllt sind. Die Nährlösung wird mit Wasser und Dünger hergestellt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Zimmerpflanzen deutlich weniger oft gegossen werden müssen. Dies geschieht erst dann, wenn der Wasserstandsanzeiger den unteren Bereich der Markierung (Minimum) erreicht hat. Je nach Wasserverbrauch der Pflanze kann dies alle vier bis sechs Wochen der Fall sein.

Teil 1 von 5

Teil 1: Zimmerpflanzen als Energiespender

Teil 2: Zimmerpflanzen A-D

Teil 3: Zimmerpflanzen E-F

Teil 4: Zimmerpflanzen H-P

Teil 5: Zimmerpflanzen S-Y

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (foto-begsteiger.com, Torsten Schröer) Artikel drucken