Architektur-Reportage: Klare Formen

In Corbusier wurde am Rande der Genfer Landwirtschaftszone ein dreistöckiges Haus gebaut, dessen Äusseres im traditionellen Einfamilienhaus-Quartier sofort ins Auge springt.

Das Haus hat einen quadratischen Grundriss, der aber nur im Erdgeschoss voll ausgenutzt wird.
Das Haus hat einen quadratischen Grundriss, der aber nur im Erdgeschoss voll ausgenutzt wird.

(ebr/mei) Der Architekt Philippe Meier hat die Herausforderung angenommen, auf einer quadratischen Grundfläche von 16,1 m auf 16,1 m ein Einfamilienhaus mit separatem Studio zu bauen. Das Haus wurde gänzlich aus Beton gebaut, der innen zum Teil mit Weiss übermalt wurde. Die Grünfläche und der Swimmingpool bieten der jungen fünfköpfigen Familie viel Spielraum.

Auffallendes Äusseres

Die ungewohnte Form des Hauses fällt sofort auf: Es hat einen quadratischen Grundriss, der aber nur im Erdgeschoss voll ausgenutzt wird. Der erste und zweite Stock dehnen sich auf ungefähr einen Drittel der ganzen Fläche aus. Das begrenzte Volumen der zwei oberen Stöcke steht also im Kontrast zum grosszügig gestalteten Erdgeschoss.

Der Besucher gelangt durch die erste Haustür in einen kleinen Eingangsraum, der auf der einen Seite an die Fensterfront des «japanischen Gartens» grenzt. Die eigentliche Eingangstür zum Haus führt in einen kleinen Vorraum, der vorne lediglich durch anthrazitfarbene Schränke von der Küche und vom Essbereich getrennt wird. Der Vorraum schliesst hinten an die Fensterfront des Innenhofs, der so einen Übergang von Aussen nach Innen bildet.

Das Erdgeschoss besteht aus einem kleineren Zimmer und einem grosszügigen Raum, der gleichzeitig Küche, Ess- und Wohnbereich ist.
Das Erdgeschoss besteht aus einem kleineren Zimmer und einem grosszügigen Raum, der gleichzeitig Küche, Ess- und Wohnbereich ist.

Heller Wohnbereich

Das Erdgeschoss besteht aus einem kleineren Zimmer und einem grosszügigen Raum, der gleichzeitig Küche, Ess- und Wohnbereich ist. Der Raum öffnet sich vorne mit Schiebefenstern auf den Swimmingpool und neben der Küche auf eine Terrasse. Der Wohnbereich ist eine Stufe tiefer gebaut als der restliche Raum und hebt sich somit optisch vom Essbereich ab. Der ganze Raum ist mit warmem braunem Parkett aus Teakholz ausgestattet.

Das Elternschlafzimmer hat zwei grosse Fensterfronten, wobei eine direkt auf die grosse Terrasse führt und die andere einen Blick auf den Mont Blanc gewährt.
Das Elternschlafzimmer hat zwei grosse Fensterfronten, wobei eine direkt auf die grosse Terrasse führt und die andere einen Blick auf den Mont Blanc gewährt.

Etage für die Eltern

Der erste Stock ist für die Eltern vorgesehen und verfügt über ein Badezimmer, ein Schlafzimmer sowie ein Ankleidezimmer. Das Badezimmer der Eltern ist mit türkisfarbenen kleinen Platten belegt und mit schwarzen Aufbewahrungselementen ausgestattet. Das Elternschlafzimmer hat zwei grosse Fensterfronten, wobei eine direkt auf die grosse Terrasse führt und die andere einen Blick auf den Mont Blanc gewährt.

Beide Badezimmer sind mit blauen Platten belegt und mit Duschvorhängen mit Fischmotiven geschmückt und lassen so ein Meeresgefühl aufkommen.
Beide Badezimmer sind mit blauen Platten belegt und mit Duschvorhängen mit Fischmotiven geschmückt und lassen so ein Meeresgefühl aufkommen.

Wie ein Fisch im Meer

Die Kinder können sich im zweiten Stock auf der Spielfläche austoben. Ihnen stehen je ein eigenes Zimmer und zwei Badezimmer zur Verfügung. Beide Badezimmer sind mit blauen Platten belegt und mit Duschvorhängen mit Fischmotiven geschmückt und lassen so ein Meeresgefühl aufkommen.

Philippe Meier
Philippe Meier

Realisation

Der Architekt Philippe Meier war für den Bau verantwortlich. Er leitet zusammen mit seinen Partnern das Genfer Architekturbüro «Meier et Associés Architectes Sa».

Zusätzliche Informationen

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