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Architektur-Reportage: Mit Holz und Beton zu Minergie-P

Im bernischen Kirchberg ist eine kleine Überbauung mit zwei Mehrfamilienhäusern und einem Einfamilienhaus im Minergie-P-Standard entstanden. Ihre Ästhetik beruht auf der Kombination einer Fassade im Holzelementbau und eines Beton-Skelettbaus, der Böden und Decken sowie Wände und Stützen umfasst.

Im bernischen Kirchberg ist eine kleine Überbauung mit zwei Mehrfamilienhäusern und einem Einfamilienhaus im Minergie-P-Standard entstanden.
Im bernischen Kirchberg ist eine kleine Überbauung mit zwei Mehrfamilienhäusern und einem Einfamilienhaus im Minergie-P-Standard entstanden.

(mei) Wer den Architekten Peter Hügli besuchen will, sieht sich kurz vor seiner Ankunft plötzlich in eine andere Welt versetzt: Mitten im alteingesessenen Kirchberger Kleinbauernhausquartier mit vereinzelten Einfamilienhäusern unweit der Stannioli erheben sich auf beiden Seiten eines munter plätschernden Bachs auf einmal drei sehr modern anmutende Gebäudekörper – die «Mini-Überbauung» mit zwei Mehrfamilienhäusern im Stockwerkeigentum und dem Architekturbüro A+W von Peter Hügli sowie einem Einfamilienhaus, in dem der Architekt mit seiner Familie lebt.

Beton und Nussholz im Wohnbereich

Böden, Wände und Decken sind aus Beton geschaffen, zu dem viel Nussbaumholz einen starken Kontrast setzt.
Böden, Wände und Decken sind aus Beton geschaffen, zu dem viel Nussbaumholz einen starken Kontrast setzt.

Allen drei Gebäuden gemeinsam ist nicht nur das Energiekonzept, sondern auch die Formensprache: Kuben mit einer Fassade im Holzelementbau, unter der sich ein Beton-Skelettbau verbirgt. Mit dem Eintritt ins Gebäude verändert sich die Ästhetik denn auch entsprechend: Böden, Wände und Decken sind aus Homogenbeton geschaffen, der ausgesprochen pflegeleicht ist: Der Boden muss nur ab und zu mit warmem Wasser aufgenommen werden. Bei der Familie Hügli bildet der Beton einen starken Kontrast zu Nussbaumholz. «Wir wünschten uns kombiniert mit Beton eine wohnliche, warme Atmosphäre und haben deshalb mit ausgewählten Möbelstücken, aber auch mit der Küchenfront bewusst einen Kontrapunkt gesetzt», erklärt Peter Hügli zum Innenausbau und der Möblierung.

Im Sommer ist eine gute Beschattung nötig: Hier dient ein flexibel installiertes Sonnensegel über dem Zierteich, der aus dem Bach gespiesen wird.
Im Sommer ist eine gute Beschattung nötig: Hier dient ein flexibel installiertes Sonnensegel über dem Zierteich, der aus dem Bach gespiesen wird.

Know-how in Minergie-P

Der Bau der drei Gebäude für eine Baugesellschaft, zu der auch Peter Hügli gehörte, erlaubte es ihm, sich das Wissen rund um Minergie-P von Grund auf anzueignen. Mit erfreulichen Ergebnissen: «Nachdem wir 2009 eingezogen waren, machten wir bei den von der Geschäftsstelle Minergie veranstalteten ‚Open Days’ mit. Vom Besucherandrang waren wir teils fast etwas überwältigt – und gewannen einige neue Kunden, denen unser Haus gut gefiel», freut sich Hügli.

Im Einfamilienhaus mit 44 cm Wärmedämmung erfolgt die Warmwasseraufbereitung über eine Solaranlage auf dem Dach, während die fehlende Restwärme von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe erbracht wird. Grosse Fensterflächen ermöglichen die passive Energiegewinnung durch die Sonne – die Wärme wird dank der kontrollierten Lüftung schnell in alle Räume verteilt. Im Sommer hingegen ist eine gute Beschattung nötig: Hier dient an heissen Sommertagen ein flexibel installiertes Sonnensegel über dem grossen Zierteich, der aus dem Bach gespiesen wird, welcher entlang des Grundstücks fliesst.

Liebevolle Details: Das Waschbecken in den Badezimmern und die Seifenschale sowie die Zahnputz«gläser» wurden eigens für die Familie Hügli hergestellt.
Liebevolle Details: Das Waschbecken in den Badezimmern und die Seifenschale sowie die Zahnputz«gläser» wurden eigens für die Familie Hügli hergestellt.

Von Minergie-P sind der Architekt und seine Familie begeistert: Sie schätzen den Komfort eines Gebäudes, dessen Heizbedarf kaum spürbar ist, und den Luftaustausch durch die kontrollierte Lüftung. «Gerade im Winter bleibt die Luft auch nachts immer frisch, ohne dass sich der Raum abkühlt – so wird es bei uns auch nie unangenehm trocken», meint die Bauherrin. Auch in gesundheitlicher Hinsicht weiss die Lüftung zu punkten: Die an leichtem Asthma leidende Tochter muss seit dem Umzug nicht mehr inhalieren.

Die Farben für die Wand, einen kleinen Teppich, der den Raum wohnlicher macht, wie auch die dazu passenden Vorhänge durften sich die Mädchen selbst aussuchen.
Die Farben für die Wand, einen kleinen Teppich, der den Raum wohnlicher macht, wie auch die dazu passenden Vorhänge durften sich die Mädchen selbst aussuchen.

Freiraum für die Kinder

Im Obergeschoss befinden sich das Elternschlafzimmer sowie die beiden Kinderzimmer. Diese sehen sehr unterschiedlich aus: Hellblau das eine, hellgrün das andere. Die Farben für die Wand, einen kleinen Teppich, der den Raum wohnlicher macht, wie auch die dazu passenden Vorhänge durften sich die zwei Mädchen selbst aussuchen – seither widerspiegelt das Interieur auch ein bisschen ihre Persönlichkeit.

Spielzimmer für Junge und jung Gebliebene

Der sicherlich speziellste Raum befindet sich im Untergeschoss. Hier wird mit Freunden Weltmeisterschaften geschaut, Spiele gespielt - oder auch mal nur im Kreis der Familie ferngesehen.
Der sicherlich speziellste Raum befindet sich im Untergeschoss. Hier wird mit Freunden Weltmeisterschaften geschaut, Spiele gespielt - oder auch mal nur im Kreis der Familie ferngesehen.

Der sicherlich speziellste Raum des Einfamilienhauses befindet sich im Teil-Untergeschoss. In einem grosszügig dimensionierten Spielzimmer mit einem roten, strapazierfähigen Linoleumboden, der viel Pep in den Raum bringt, unterhält sich die Familie mit Spielen, sieht gemeinsam fern oder geniesst sogar mit Freunden eine Fussball-WM. Für ein bisschen Fitness sorgt der Hometrainer, und wer stattdessen lieber etwas Sonne tanken will, ist schnell im Lichthof und mit wenigen Treppenstufen draussen im Garten.

Zusätzliche Informationen

hausinfo und Roland Spring Artikel drucken