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Tanja Frieden renoviert: Farben mit Pfiff (Teil 3)

Tanja Frieden hat norwegische Wurzeln und ist auf der halben Welt zuhause. Diese Internationalität widerspiegelt sich in ihrem Einrichtungsstil.

(mei) Nachhaltigkeit ist für die Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden nicht nur ein Wort, sondern ein Lebenskonzept. Klar, dass sie bei der Renovation ihres Elternhauses im Berner Oberländischen Gwatt auf Ökologie achtete. Davon zeugen nicht nur die Sonnenkollektoren auf dem Dach oder die Wiederverwendung möglichst vieler Materialien, sondern auch der Innenausbau.

Wohnbereich
Tanja Friedens Elternhaus ist nach der Renovation kaum wiederzuerkennen, so sehr hat der Wohnkomfort zugelegt.

Extravagante Küche

Tanja Frieden ist kein Kopfmensch, der erst lange überlegt und dann handelt. «Ich bin immer meinem Herzen gefolgt und konnte so das Unmögliche wahr machen. Bei der Renovation meines Elternhauses war das nicht anders: Ich hatte eine Vision und fand tolle Unternehmen aus der Region, die mitzogen.» Eines davon ist Hossmann Küchen aus Gerzensee. Es konzipierte die neue Küche, die das Herzstück auf dem Geschoss bildet. Von ihm stammt die Idee, die teils freistehenden Balken im Erdgeschoss grau zu streichen. Die Farbgebung in der Küche hingegen trägt die Handschrift von Tanja Frieden: Schwarze Armaturen, goldene Griffe, eine grünliche Decke. Angst, dass ihr so viel Extravaganz verleiden könnte, hat sie keine: «Ich lebe im Hier und Jetzt», sagt Tanja Frieden. Dass sich im Haus keine einzige weisse Wand befindet, ist ebenfalls ihr Verdienst: Dank ihrer norwegischen Mutter ist sie mit dem skandinavischen Wohnstil aufgewachsen. Eines seiner Markenzeichen sind Wände, die oft lediglich einen hellen Grundputz aufweisen. 

Treppe
Das Treppengeländer aus indonesischen Lianen bringt eine Portion Dschungelfeeling ins Haus von Tanja Frieden.

Onyx und Lianen für einen Hauch Indonesien

Zu den auffälligen Farben mischen sich aussergewöhnliche Materialien. Die Küchenabdeckung und die Küchenrückwand sind aus Onyxstein gefertigt, die Tanja Frieden und ihr Mann Marc Ramseier aus dessen zweiter Heimat Indonesien importieren liessen. Von dort stammen auch die Lianen, die das ungewöhnliche Treppengeländer bilden, sowie die Steine für das eine Bad. Die Bodenbeläge bezog Tanja Frieden von der Firma Naturo Kork aus Sursee. Zum Einsatz kamen Kork, ein gebürsteter und geölter Eichenparkett aus europäischem Holz sowie der mineralische Bodenbelag Micodur. Marc Ramseier packte auch bei dieser Renovationsetappe kräftig mit an: Er montierte zum Beispiel die Onyxplatten und ist von A bis Z für die Treppe ins Obergeschoss verantwortlich.

Balken
Was einst eng wirkte, bietet jetzt dank Grundrissanpassungen und der Anhebung des Dachs viel Weite.
Essbereich
Vom Essbereich aus geniesst man einen umfassenden Blick auf den Thunersee und die umliegenden Berge.

Viel Licht und Luft

Dank der Anhebung des Dachs, dem Wegfall des grossen Cheminées, Anpassungen des Grundrisses und einer Galerie im Obergeschoss ist der Wohn- und Essbereich jetzt viel heller und luftiger: Wer den Raum betritt, kann durchatmen. Hinzu kommen tolle Ausblicke. Vom Esstisch aus überblicken Tanja Frieden und ihre Familie den Thunersee. Dass sich die Familie an diesem Platz wohl fühlt, verdankt sie einer Feng-Shui-Beraterin. Diese erkannte auf den ursprünglichen Plänen einen Fehlbereich im Wohnzimmer und riet, zwei Wände hinauszuschieben, um dem entgegenzuwirken. «Ihre Argumentation leuchtete mir intuitiv ein», sagt Tanja Frieden. Mit dem Resultat ist sie denn auch sehr zufrieden.

Badezimmer
Stein aus Indonesien kleidet den Duschbereich aus. Tanja Friedens Lieblingsfarbe Türkis kommt als Wandfarbe im Gäste-WC zum Ausdruck.

Ein Haus für Freunde

Ihre Sportkarrieren haben Tanja Frieden und Marc Ramseier, einen Profisurfer, in der ganzen Welt herumgebracht. Kein Wunder, haben sie auch überall Freunde gefunden. Hinzu kommen Familienmitglieder und Verwandte aus dem Ausland. Auf Reisen sind Tanja Frieden, Marc Ramseier und Sohn Luam bei ihnen stets willkommen, umgekehrt ist ihr Haus immer offen für Gäste. «Das offene Haus gehört zu unserem Lebensverständnis», sagt Tanja Frieden. Sie und ihr Mann sind unkomplizierte Gastgeber, die ihr Haus während ihrer Abwesenheit gerne anderen zur Verfügung stellen. Um Schlüsselübergaben zu vermeiden, haben sie ein Schliesssystem mit Badges installieren lassen. Die Badges können so programmiert werden, dass sie nur für bestimmte Zeitperioden funktionieren. In einem weiteren Ausbauschritt planen die beiden einen separten grossen Gästetrakt einzurichten, der später einmal von Sohn Luam genutzt werden könnte.

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