Bauherrenbegleitung: Ums Haus mit sauberen Füssen

Die allernächste Umgebung des Minergie-P-Hauses in Utzenstorf sah bisher zumindest am Boden noch ein bisschen nach Baustelle aus. In einer Ferienwoche hat der Bauherr (mit Hilfe) dafür gesorgt, dass auch bei Dauerregen das Haus sauberen Fusses umrundet werden kann.

Platten rund ums Haus ermöglichen bequemen Zugang.

(msc) Ein Plattenboden – nichts Besonderes: Das dürften Betrachter der nächsten Umgebung des neuen Einfamilienhaus in Utzenstorf denken – falls überhaupt. Sie haben im Grunde recht, und auch Bauherr Dietrich Bögli bestätigt: «Die Platten sind nichts Spezielles, ein Betonelement mit 25 x 25 cm Kantenlänge.» Trotzdem hat es ein solcher Boden in beziehungsweise vor allem unter sich. Das erfuhr Bögli sozusagen am eigenen Leib.

Planiekies, Split und Sand für die Zwischenräume zwischen den Platten: Das braucht es für einen festen Boden mit Verbundsteinen.

120 Quadratmeter Betonplatten

Für die Vorarbeit bis zum eigentlichen Plattenlegen waren fast zwei Tage nötig. Denn die Schichten verschiedener Materialien müssen am Schluss eine perfekt flache Ebene als Grundlage für die Verbundsteine bilden. Auf dem Erdboden liegt eine dickere Schicht Wandkies mit relativ grossen Steinen, der grob planiert wurde. Wie viel das genau ist, weiss Dietrich Bögli nicht, das sei bereits während dem Hausbau gemacht worden. Mit der nächsten Schicht, dem Planiekies, wurden Unebenheiten ausgeglichen. Die 1 bis 10 cm dicke Kiesschicht mit rund haselnussgrossen Steinchen wurde feinplaniert. «Dieser Grund muss bereits plus/minus 2 cm genau stimmen; der Gartenbauer hat dies mit einem Nivelliergerät kontrolliert», sagt der Bauherr.

Dann folgten rund 4 cm Split, feiner Kies. Bögli zeigt sich beeindruckt, wie genau und plan dieser Boden erstellt werden kann: «Den Split konnte man mit einem Brett topfeben abziehen.» Die Arbeit bis dahin nahm fast zwei Tage in Anspruch – danach ging's recht zackig: Die 120 Quadratmeter Verbundsteine für Gehwege, Schöpfli und Autounterstand verlegten Bögli, der Gartenbauer und ein Kollege in weniger als acht Stunden. Anschliessend befestigte der Bauherr die Ränder: Dort, wo anschliessend noch humusiert wurde bzw. später Rasen an die Platten anschliesst, mit einem speziellen Kunststoffrand, an den anderen Stellen mit Beton.

Zum Schluss wurde Sand in die Ritzen geschwemmt und das ganze mit der Vibraplatte verfestigt – dieses schwere Gerät kam auch bei vorherigen Schichten zum Einsatz. So liegen die Betonplatten praktisch unverrückbar auf dem Untergrund. Mit dem Boden ist Bögli zufrieden und weiss um das Praktische davon – obwohl er meint: «Es ist nicht so, dass man ohne die Platten nicht leben könnte...»

Aus Bauresten entstand gleich noch ein Sandkasten.

«Enorme Veränderung»

Für Heidi Lutstorf gab es «eine enorme Veränderung mit dem fertigen Platz; vorher war es wirklich noch eine Baustelle». Jetzt «fäge» es mit der Umgebung ihres neues Hauses, mit der fertigen Terrasse, dem neuen Stewi, dem Plattenboden. Quasi nebenbei sei gleich noch ein Sandkasten für Tochter Anouk entstanden. Und die Bauherrin freut sich aufs Kommende: «Nun geht es dann ans Dekorieren und Aussuchen weiterer Pflanzen – das ist wieder mein Part.»

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