Bauherrenbegleitung: Dauerhafter Holzboden

Die schönen Maientage konnten Heidi Lutstorf, Dietrich Bögli und Anouk noch nicht auf der eigenen Terrasse geniessen – ab jetzt ist das aber möglich. Die Beplankung mit dem seltenen Eibenholz gab ordentlich zu tun.

Die Terrasse auf der Südseite des Hauses lädt zum angenehmen Sein.

(msc) Für den frühen Sommerbeginn auf der Terrasse hat es knapp nicht gereicht: Der grosse Holzboden vor dem neuen Heim von Heidi Lutstorf, Dietrich Bögli und Anouk war bis Ende des schönen und warmen Wonnemonats Mai erst zur Hälfte fertig. Bald wird es aber soweit sein: Auf einer Fläche von 38.5 Quadratmeter wird die fertige Terrasse mit 3.5 m Tiefe und 11 m Breite viel Raum zum sich Erholen bieten; im Sitzen oder Liegen, beim Spielen, Essen und Trinken.

Die Eibenholzbretter sind sehr unterschiedlich gemasert.

Aber auch bis jetzt vergoss Dietrich Bögli bereits etliche Schweisstropfen. Die Terrasse ist ein Werk mit grossem Anteil an Eigenleistungen – wie bereits andere Elemente des Hauses. «Die Planung und Konstruktion machte ein befreundeter Schreiner. Jetzt sägen wir die Bretter zu und montieren sie», sagte Bögli an einem sonnigen Tag Ende Mai, während er die Latten aus Eibenholz auf den Unterbau schraubte. Schon mit Latten normaler Breite wäre dieser Arbeitsschritt zeitintensiv gewesen. Mit dem gewählten Eibenholz dauerte es noch etwas länger, wie der Bauherr erklärte: «Das sind kleine Bäume, die langsam wachsen; das Holz hat deshalb sehr unterschiedliche Maserungen, und um die Stämme gut auszunutzen, gibt es verschieden breite Bretter – die aber alle relativ schmal und kurz sind.»

Der Terrassenboden dürfte etwa Fr. 150.- pro Quadratmeter kosten.

Dauerhafter Holzboden

Die Wahl fiel auf das (anfangs noch rötliche) Eibenholz, weil Lutstorf und Bögli die dunkle Farbe gefällt, die es mit der Zeit annehmen wird. Und weil es über Eigenschaften verfügt, die es zum Favoriten für den Aussenbereich machen: Es ist ohne jegliche Behandlung äusserst dauerhaft – deswegen findet das Holz auch Verwendung im Schiffsbau. Gleichzeitig ist es eher selten und entsprechend teuer; Dietrich Bögli rechnet allein für das Eibenholz mit über Fr. 50.- pro Quadratmeter. Zum Holz kam er über einen Kollegen, der einen Förster im Kanton Zürich kennt, der die Eibenstämme schliesslich liefern konnte. Beim Terrassenbau im Mai waren die Latten noch schwer und feucht, da sie praktisch frisch ab Sägerei kamen.

Die Tannenbalken im Untergrund sind mit Teerfolie vor Wasser geschützt.

Ausgeklügelter Unterbau

Nun wurden die Eibenbretter natürlich nicht direkt auf den Boden gelegt. Der Aufbau der Terrasse ist durchdacht: Der Aushub von etwa einem halben Meter Tiefe wurde mit Durchwachsfolie abgedeckt. Diese hält Pflanzen zurück, lässt aber das Regenwasser von oben durchsickern. Etwas Schotter bedeckt die Folie, und Betonfundamente tragen die Balkenlage aus Tannenholz. Diese sind mit Teerfolien so abgedeckt, dass sie möglichst nicht nass werden.

Zwischen den Brettern bleiben kleine Abstände.

«Diese Balken würden wahrscheinlich viel eher faulen als die Eibenbretter», sagt Bögli. Auf die Tannenbalken wiederum schraubte er schliesslich den eigentlichen Terrassenboden – immer mit kleinen Abständen zwischen den Brettern: «Je nach Feuchtigkeit dehnt sich das Holz aus oder zieht sich zusammen, ausserdem kann das Regenwasser so dazwischen abfliessen.»

Jetzt ist die Eibenterrasse Wind und Wetter ausgesetzt. Und wie schützt sich die Bauherren-Familie vor der Sonne? «Ich möchte eventuell einmal eine Pergola machen», meint Dietrich Bögli. Aber das dauert wohl noch – vorerst müssen Sonnenschirme und vielleicht ein -Segel dienen. Ausserdem hat anderes Vorrang: Der Garten hat noch lange nicht die gewünschte Gestalt...

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