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Empfehlungen bei der Vergabe von Bauarbeiten

Bei der Vergabe oder auch Submission werden Unternehmen mit Bauarbeiten beauftragt. Grundlage ist das Submissionsverfahren, dessen Resultat der fertige Werkvertrag ist. Die Bauherrschaft sollte beachten, dass eine mündliche Zusage respektive Auftragserteilung an das Unternehmen ebenso gültig ist.

Sofern Bauarbeiten nicht an von der Bauherrschaft gewünschte Unternehmen vergeben sind, werden diese in einem Submissionsverfahren ausgeschrieben.
Sofern Bauarbeiten nicht an von der Bauherrschaft gewünschte Unternehmen vergeben sind, werden diese in einem Submissionsverfahren ausgeschrieben.

(mb) Als Grundlage für den Werkvertrag dient die Norm SIA 118, in der die Submission oder auch Vergabe von Bauarbeiten formuliert ist. Im Submissionsverfahren werden die Ausschreibungsunterlagen erstellt, Angebote von den Unternehmen eingeholt und schliesslich die Bauarbeiten vergeben. Das Ergebnis einer Vergabe ist der fertige Werkvertrag.

Ablauf des Submissionsverfahrens

Sofern die Bauarbeiten wie Dachdecker- oder Spenglerarbeiten nicht grundlegend an von der Bauherrschaft gewünschte Unternehmen vergeben sind, werden diese in einem Submissionsverfahren ausgeschrieben. Das Leistungsverzeichnis oder auch Devis wird zusammen mit einem Vertragsvorschlag an verschiedene Baufirmen verschickt. Je detaillierter die Beschreibung der Arbeiten ist, desto genauer kann die Kalkulation der Unternehmen ausfallen. Die zur Angebotseinholung ausgewählten Unternehmen und deren Anzahl sind im Übrigen nicht vorgeschrieben und können von der Bauherrschaft respektive der Bauleitung frei gewählt werden. Anschliessend werden die eingegangen Offerten geprüft, korrigiert und über mögliche Rabatte verhandelt. Ist keines der Angebote zufriedenstellend, ist zudem eine weitere Ausschreibungsrunde möglich. Sind jedoch alle Punkte einstimmig geklärt, kann der Werkvertrag von allen Parteien unterschrieben werden. Eine mündliche Zusage respektive Auftragserteilung an das Unternehmen ist hierbei ebenso gültig und sollte von den Bauherrschaften beachtet werden.

Haftung der Unternehmer

Die Bauherrschaften sollten sich zudem auch über die Verantwortung der Unternehmen bewusst sein, die sich folgendermassen schildert: Die Änderung des Entsendegesetzes (EntsG) wurde im Dezember 2012 vom Parlament beschlossen. Die Änderung der Solidarhaftung für Unterakkordanten im Bauhaupt- und Baunebengewerbe trat ab Juli 2013 in Kraft, von der rund 6500 Erst- und Subunternehmer in der Schweiz betroffen sind.

Mit der Weitergabe der Arbeiten an einen Subunternehmer entledigt sich ein Unternehmer jedoch nicht seiner Haftung. Diese kann greifen, wenn der Subunternehmer aufgrund von Zahlungsunfähigkeit nicht belangt werden kann oder beispielsweise seinen Wohnsitz im Ausland hat. Von der Haftung ist ein Erstunternehmer jedoch befreit, wenn er den Nachweis erbringen kann, dass er bei jeder Weitergabe von Arbeiten die nach den Umständen gebotene Sorgfalt hinsichtlich der Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen beachtet und darüber hinaus angewendet hat. Dazu gehören neben der minimalen Entlöhnung (Artikel 2, Absatz 1, EntsG) insbesondere auch die Einhaltung der Arbeits- und Ruhezeiten. Weiterhin muss auf die Ferien, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden geachtet werden.

Zudem sollten die Bauherrschaften und die Bauleitung stets über die Weitergabe von Arbeiten informiert sein.

Zusätzliche Informationen

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