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Hausausrichtung bestimmen: 4 hilfreiche Tipps

Eine Grundfrage beim Bauen ist die nach der Gebäudeausrichtung. Wird diese optimal gelöst, lässt sich der Energiebedarf tief halten und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner steigern.

Angesichts der Tatsache, dass eine optimale Ausrichtung energetisch viel bewirken kann, macht es Sinn, schon früh die besten Voraussetzungen für einen möglichst tiefen Energiebedarf zu schaffen.
Angesichts der Tatsache, dass eine optimale Ausrichtung energetisch viel bewirken kann, macht es Sinn, schon früh die besten Voraussetzungen für einen möglichst tiefen Energiebedarf zu schaffen.

(aes) Der Ausrichtung eines Gebäudes wird im Verlauf des Planungsprozesses oft zu wenig Beachtung geschenkt. Angesichts der Tatsache, dass eine optimale Ausrichtung energetisch viel bewirken kann, macht es Sinn, schon früh die besten Voraussetzungen für einen möglichst tiefen Energiebedarf zu schaffen. Zudem ist es unbestritten, dass sich lichtdurchflutete, helle Räume positiv auf den menschlichen Organismus auswirken. Eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht steigert das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit.

1. Idealfall ist die Nord-Süd-Ausrichtung

Das sagt auch Beat Kämpfen, Inhaber des Architekturbüros Kämpfen für Architektur. Seit den 1980er-Jahren setzt er sich für Solararchitektur, Energieeffizienz und Ökologie ein. Kämpfen: «In den 1930er- und 1940er-Jahren setzte ein Umdenken zugunsten einer Ost-West-Orientierung ein mit dem Argument, dass man die Sonne in allen Zimmern hat. Es stimmt zwar, dass so übers Jahr gerechnet am meisten Sonnenstunden anfallen, dies allerdings zum falschen Zeitpunkt. Denn während der Wintermonate, dann wenn ich die Sonne am meisten benötige, beschränkt sich die Einstrahlung auf eine sehr kurze Zeit. Nur bei einer Nord-Süd-Ausrichtung habe ich im Winter die wertvolle Solarstrahlung im Innern.»

2. Grosszügige Fensterfronten nach Süden

Die Vorteile überwiegen aber auch im Sommer: Da die Sonne während den Sommermonaten höher steht, ist die Überhitzung der Südfassade weniger akut und man kommt mit weniger Beschattung aus als bei einer Westfassade. Häuser, welche die Kraft der Sonne durch grosszügige Fensterfronten nach Süden optimal nutzen, weisen einen deutlich geringeren Heizwärmebedarf auf. Da solche solare Direktgewinn-Häuser die Temperaturverluste in der Übergangszeit zumindest teilweise decken, verkürzt sich zudem die Heizperiode.

Die Idee der passiven Sonnenenergienutzung ist keineswegs neu. Seit jeher hat der Lauf der Sonne wesentlichen Einfluss auf den Bau von Häusern. Bereits Sokrates (470 – 399 v.Chr.) erwähnt in der Beschreibung seines Megaron Hauses die heute noch gültigen Grundprinzipien des solaren Bauens: «Der Baukörper öffnet sich nach Süden und stellt im Innern die nötige Speichermasse zur Verfügung. Der Dachüberstand verschattet das Gebäude bei hochstehendem Sonnenstand, während die Wintersonne tief in das Haus eindringen kann.»   

3. Nebenräume gegen Norden, Haupträume gegen Süden ausrichten

Bereits in der Planungsphase lässt sich eine solare Zonierung der Innenräume vornehmen: Die Nebenräume wie WC, Bad, Treppenhaus oder Reduit werden eher auf der Nordseite angeordnet, während die Haupträume nach Süden gehen.

4. Schlafzimmer auf der Ostseite platzieren

Um zu vermeiden, dass sich das Schlafzimmer gegen Ende des Tages aufheizt, platziert man es beispielsweise auf der Ostseite. Das hat zudem den Vorteil, dass man morgens von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wird.

«Der solare Aspekt ist Kernpunkt in all unseren Entwürfen», sagt Kämpfen, dessen Traum es ist, ein Haus zu bauen, das ohne Technik auskommt. Doch sieht die Realität vielfach anders aus: Bauparzelle oder baurechtliche Vorgaben setzen die Leitplanken – oft meilenweit vom Idealfall entfernt.

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