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Bauen an Hanglage

Ein unverbaubarer Ausblick ist der Traum fast jeden Immobilienbesitzers. Entsprechend beliebt sind Grundstücke in Hanglage. Damit das Projekt Hausbau dabei nicht in Schieflage gerät, ist eine sorgfältige Planung notwendig.

Ein unverbaubarer Ausblick ist der Traum fast jeden Immobilienbesitzers.
Ein unverbaubarer Ausblick ist der Traum fast jeden Immobilienbesitzers.

(pg) Die Diskussion um den sogenannten «Siedlungsbrei» ist in der Schweiz voll entbrannt. Die Bevölkerungszahlen steigen und die vielen Menschen wollen irgendwo untergebracht sein. Und so gibt es fast keinen Ort mehr, in dem nicht Wohnhäuser, Reihenhaus-Siedlungen oder Einfamilienhäuser in Rekordtempo entstehen. Das relativ beengte Wohnen und die meist fehlende Aussicht sind nicht jedermanns Sache. Kein Wunder sind Grundstücke und Häuser in Hanglagen beliebter denn je. Viel Sonne und Licht, von oben auf die Welt schauen und die schöne Aussicht geniessen - immer mehr Bauherren wollen sich diesen Traum erfüllen.

Bodenbeschaffenheit untersuchen

Bei der Planung und dem Bau von Hanghäusern sind einige Punkte zu beachten, denn nicht jedes Grundstück ist geeignet für eine Hangbebauung. Eine Bodenuntersuchung durch einen Geologen ist angezeigt, damit die Immobilie und das Budget später nicht in Schieflage geraten. Bei dieser Untersuchung wird neben der Tragfähigkeit und der generellen Beschaffenheit des Bodens unter anderem auch das Wasservorkommen überprüft. Denn bei fast jeder Hangbebauung besteht das Problem des Oberflächen- bzw. Schichtenwassers, durch das die Aussenseite des Kellers oder des Untergeschosses genässt wird. Eine Drainage, welche das talwärts drückende Wasser ableitet, ist einzuplanen. Das Gutachten liefert konkrete Hinweise auf die Bau- oder Stützmassnahmen und erleichtert das Abschätzen von Aufwand und Kosten des geplanten Hausbaus erheblich.

Lange Schatten oder Sonne pur

Nicht nur die Beschaffenheit des Grundstücks in Hanglage ist massgeblich, es ist vor allem auch dessen Lage. So ist bei einem Nordhang zu beachten, dass dahinter liegende Berge oder Nachbarhäuser im Winter lange Schatten werfen. Hingegen bietet der Südhang Sonne pur bei gleichzeitigem Schutz vor Wind und Wetter von Norden her. Aber auch der Bau an einem Ost- und Westhang führt dank Sonnenauf- resp. Sonnenuntergang zu interessanten Varianten.

Gestalterische Chancen

Ist das geeignete Grundstück gefunden, kann die Planung des Gebäudes an die Hand genommen werden. In Anbetracht der Besonderheiten eines Eigenheims am Hang lohnt sich der Beizug eines mit der Bausituation vertrauten Architekten. Das Bauen in Hanglagen bietet nämlich nicht nur Herausforderungen, sondern birgt auch gestalterische Chancen und grossen Variationsreichtum. Berücksichtigt werden muss dabei die Frage, ob das Grundstück vom Berg oder vom Tal her erschlossen wird. Die Nutzung der sonnenabgewandten Seite bietet den Vorteil, dass kein heller Raum für Autoabstellplätze, Garage, Eingangsbereich oder Treppenhaus benötigt wird, und genügend Platz für mit Sonnenlicht verwöhnte Wohnräume bleibt.

Bau ans Gelände anpassen

Generell gilt im gestalterischen Bereich, dass sich das Haus dem Gelände anpassen sollte, und nicht umgekehrt. Natürlich lässt sich auch in Hanglage ein ebener Baugrund erstellen, aber es ist gerade die Topographie des Hanges, die Chancen für eine interessante, individuelle Bebauung bietet. So lassen sich beispielsweise mit versetzten Wohnebenen, die mit nur wenigen Stufen oder barrierefrei mit einem Abgang verbunden sind, leicht vier oder fünf Halbgeschosse realisieren (Split-Level-Bauweise). Wer sich von fixen Anordnungen betreffend Schlaf-, Wohn- und Nutzräumen trennt, gewinnt mehr gestalterische Freiheit, auch wenn gewisse Vorgaben Sinn machen. Talseitig bieten sich Wohn- und Essbereich mit grossen Fensterflächen an, die das Sonnenlicht und die Wärme bis tief in die Räume leiten lässt. Auch der Aussenbereich bietet infolge der Hanglage besondere Gestaltungsmöglichkeiten, sei es durch Stufenwege, Terrassen auf verschiedenen Ebenen, Bepflanzung und zusätzliche Stützmassnahmen.

Die Individualität einer Immobilie in Hanglage bringt in der Regel Mehrkosten (Gutachten, Baugrund, Material- und Gerätetransport) mit sich, die aber durch eine sorgfältige Planung minimiert werden können. Die attraktive Aussicht entschädigt für diese Kosten alleweil.

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Hans Auer) Artikel drucken