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Wie viel kostet Bauland in der Schweiz?

Wer ein Haus bauen will, braucht ein Grundstück. Günstiges Bauland kostet in der Schweiz 200 bis 400 Franken pro Quadratmeter, 600 bis 800 Franken sind der Durchschnitt. Wer an besonders begehrten Lagen bauen will, beispielsweise in der Stadt Zürich, an der Goldküste oder am Genfersee, muss mit 2000 Franken oder mehr rechnen.

In der Schweiz können nur sieben Prozent der Fläche überhaupt bebaut werden.
In der Schweiz können nur sieben Prozent der Fläche überhaupt bebaut werden.

(rh) Bauland ist ein knappes Gut. Besonders in der Schweiz. Nur sieben Prozent der Fläche dürfen bebaut werden. Das sind rund 2900 Quadratkilometer, knapp so gross wie der Kanton Tessin. Der Rest des Landes wird landwirtschaftlich genutzt (37 Prozent), ist bewaldet (31 Prozent) oder kann nicht bebaut werden (Wasser, Fels, Gletscher, Firn). Deshalb ist Bauland knapp. Vor allem dort, wo fast alle wohnen wollen: In grossen und grösseren Städten und darum herum. Weil der Markt für Bauland wie jeder Markt funktioniert, bestimmen Angebot und Nachfrage die Grundstückpreise. Sie werden steigen, bis die Nachfrage befriedigt ist. Das dürfte noch eine Weile dauern, weil immer mehr Leute in der Schweiz leben, Bauland aber beschränkt ist.

Stadt Zürich: plus 437 Prozent in 44 Jahren

Einige Kantone veröffentlichen Statistiken über die Bodenpreisentwicklung. Im Kanton Zürich beispielsweise kann für jede Gemeinde abgefragt werden, wie sich die Preise für unbebautes Land in der Wohn- und Mischzone seit 1974 entwickelt haben. In Zürich hat sich der Quadratmeterpreis von 350 auf 2487 Franken (Median) versiebenfacht, in Winterthur von 110 auf 1200 Franken (Median) verelffacht. Allerdings schwanken diese Zahlen von Jahr zu Jahr stark, weil sie auf effektiven Preisen basieren und einzelne grosse Geschäfte das Gesamtbild verzerren. Die Statistik nach Modellpreisen gleicht Schwankungen aus. In der Modellrechnung sind die Preise in Zürich im Durchschnitt von 475 auf 2077 Franken (Schätzwert, plus 437 Prozent) und in Winterthur von 161 auf 879 Franken (Schätzwert, plus 545 Prozent) gestiegen.

Fragen Sie die Leute vom Grundbuchamt

Diese Zahlen sind nur eine Orientierungshilfe. Bauland kann in einem Quartier viel mehr oder weniger kosten als im Gemeindedurchschnitt. Das hängt von der Lage ab. Zum Beispiel vom S-Bahn-Anschluss in der Nähe, von den Schulen und Geschäften im Quartier, aber auch vom Zonenplan und der Ausnutzungsziffer. Die Ausnutzungsziffer ist das Verhältnis zwischen Grundstücksfläche und höchstens zulässiger Wohnfläche. Je höher, desto wertvoller ist das Bauland. Wichtig sind auch Bauauflagen wie Dachform oder Lärmschutzmassnahmen. Am besten fragen Sie auf dem Grundbuchamt. Die Leute kennen den Markt und damit die Quadratmeterpreise, den Zonenplan und alle Auflagen. Ausserdem wissen sie, ob ein Planungsverfahren oder eine Zonenplanänderung geplant ist. Wichtig ist auch zu wissen, ob das Bauland voll erschlossen ist, also Zufahrt, Frisch- und Abwasserleitungen sowie Anschlüsse für Strom, Telefon und Kabelfernsehen vorhanden sind. Falls nicht, kann die Erschliessung 100 bis 150 Franken pro Quadratmeter kosten.

Die Konsequenz: kleinere Grundstücke

Die wichtigste Entscheidung, die ein Bauherr fällt, ist das Grundstück. Das Grundstück ist das solide Fundament, das Haus kann später umgebaut oder verändert werden. Deshalb lohnt es sich, lieber einmal zu viel als zu wenig auf dem Grundbuchamt zu fragen oder sich allenfalls von einem Fachmann beraten zu lassen. Auch weil der Landpreis einen grossen Teil der Gesamtkosten ausmacht. In ländlichen Regionen etwa einen Drittel, in Städten ungefähr die Hälfte. Deshalb kaufen immer mehr Menschen, die sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen, kleinere Grundstücke. Bis vor wenigen Jahren war ein Grundstück von 700 bis 800 Quadratmetern für ein Einfamilienhaus üblich, heute begnügen sich viele Bauherren mit 500 Quadratmetern oder weniger. Das wird sich kaum ändern, weil Bauland rar ist und bleibt und deshalb nicht günstiger werden wird.

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