Eigenschaften von Holz- oder Laminatböden

Holz lebt. Ein Parkettboden verändert sich je nach Licht und Raumtemperatur. Mit den Jahren gewinnt er an Charakter.

Eichenparkett ist sehr beliebt
Eichenparkett ist sehr beliebt

(mb) Holz gilt als Naturprodukt schlechthin. Hierzulande stammt der Rohstoff meist aus den Waldreserven Europas. Die Holzbretter aus der Sägerei werden in der Fabrik zu Rohlingen geschnitten, getrocknet und zu Parkettelementen verarbeitet.

Holzarten

Besonders beliebt sind Eiche, Buche, Esche und Ahorn. Sie eignen sich wegen ihrer Härte besonders gut für Parkett. Weitere Holzarten sind Birke, Kirsch- und Nussbaum. Weniger gefragt sind Weichhölzer (Nadelhölzer) wie Lärche, Kiefer und Fichte. Was die Form betrifft, bietet Parkett viele Möglichkeiten: Es kann als Würfel, Riemen, Fischgrat, Tafeln mit Fries und Bordüren oder in anderen Formen verlegt werden. Somit wird das Parkett zum Gestaltungselement im Raum.

Das Naturprodukt Holz reagiert auf die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit. Im Winter trocknet es aus, im Sommer dehnt es sich. So können Schwinden und Quellen entstehen. Auch das Licht und die Spuren des Gebrauchs zeichnen sich auf dem Holz ab. Dies verleiht dem Boden eine persönliche Note.

Bei der Wahl der Oberflächenbehandlung gilt grundsätzlich die Frage: Ölen, wachsen oder versiegeln?
Bei der Wahl der Oberflächenbehandlung gilt grundsätzlich die Frage: Ölen, wachsen oder versiegeln?

Ölen, wachsen oder versiegeln?

Bei der Wahl der Oberflächenbehandlung gilt grundsätzlich die Frage: Ölen, wachsen oder versiegeln? Gemäss der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie (ISP) gibt es nicht einfach Vor- und Nachteile. Den grössten Anteil machen werkversiegelte Fertigparkette aus. Heutzutage erfolgt die Versiegelung am Produktionsort mit formaldehydfreien Lacken. Diese Parkette sind für den Wohnbereich vorgesehen und sofort einsetzbar. Auch bei einer Versieglung auf der Baustelle werden heute so genannte Wasserlacke eingesetzt, die nur wenig Lösemittel enthalten.

Trotzdem empfiehlt die Schweizerische Interessengemeinschaft für Baubiologie/Bauökologie (SIB), auf Versiegelungen und synthetische Oberflächenbehandlungen zu verzichten. Diese würden – im Gegensatz zu geölten oder gewachsten Oberflächen – die Aufnahme von Feuchtigkeit verhindern und sich elektrostatisch aufladen. Wie die Versiegelung kann auch die natürlichere Behandlung bereits im Parkett-Werk erfolgen, und zwar mit UV- oder oxydativ aushärtendem Öl. Die erste Variante gleicht einer Versiegelung, die aufwändigere zweite lässt das Holz sehr matt und natürlich erscheinen. Öl, Wachs oder Kombibehandlungen können auch erst auf der Baustelle aufgetragen werden.

In jedem Fall kann Parkett bei starker Beschädigung abgeschliffen und die Oberfläche neu behandelt werden.

Holz

Vorteile Nachteile
  • warm
  • ökologisch
  • nachschleifbar
  • pflegeleicht
  • lange Lebensdauer
  • empfindlich auf Nässe
  • spitze Gegenstände oder falsche Stuhl- und Möbelrollen können das Holz verletzen

Laminat

Böden aus Laminat gelten als Holzimitationen. Auch Laminatböden bestehen aber zum Teil aus Holz. So genannte Holzfasern (Feinspan) dienen als Trägerplatte. Als Unter- und Oberfläche dieser Feinspanplatte werden mehrere Kunststofffolien verwendet – zuletzt eine Dekofolie mit Fotodruck. 

Vorteile Nachteile
  • kratzfest
  • pflegeleicht
  • nicht lichtempfind
  • kein guter Wärmeleiter
  • kürzere Lebensdauer als Holz
  • geringe Trittschalldämmung
  • feuchtigkeitsempfindlich im Stossbereich (Fugen)

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