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Holzböden: Holzarten, Verlegemuster und Oberflächen

Holzböden sind in einer so grossen Vielzahl von Ausführungen erhältlich, dass man beim Kauf die Qual der Wahl hat. Wir stellen die wichtigsten Holz- und Verlegearten, Oberflächenbehandlungen und Sortierungen vor.

Bei Eiche ist die Auswahl schier grenzenlos, wie diese Hängemuster zeigen: Sie sind alle aus Eichenholz.
Bei Eiche ist die Auswahl schier grenzenlos, wie diese Hängemuster zeigen: Sie sind alle aus Eichenholz.

(mei) Geht es um Böden, stellt Eiche alle anderen Hölzer in den Schatten. «90% unserer Kundinnen und Kunden entscheiden sich für Parkett aus Eichenholz», sagt Thomas Frei von der Firma Anliker Holzwerkstoffe in Ittigen. Parkettböden sind zudem aus Ahorn, Nussbaum, Buche, Kirschbaum, Esche sowie Nadelhölzern wie Lärche erhältlich. Parkett aus Tropenholz hingegen wird bei Anliker kaum je verlangt. Und auch wenn die wenigsten Kundinnen und Kunden FSC-zertifiziertes Holz nachfragten, so würden sich doch etliche nach der Herkunft erkundigen. «Die Sorgen sind teilweise berechtigt. Denn die Parkettschicht ist das eine, die Trägerschicht und Verarbeitung das andere: Je nach Herkunft des Parketts kann man schlicht nicht wissen, welche Stoffe unter der Deckschicht verarbeitet werden», sagt Thomas Frei. 

Oberflächenbehandlung bietet Schutz 

Die Oberfläche des Holzes wird zu dessen Schutz meist behandelt. «Im privaten Eigenheimbereich ist oxydativ geöltes, atmungsaktives Holz am beliebtesten. Bei Mietwohnungen kommen hingegen vor allem lackierte, d.h. versiegelte Oberflächen zum Einsatz», sagt Thomas Frei. Wird das Holz mattlackiert, entfällt der für versiegelte Oberflächen typische Glanz, sodass die Optik eher an geölte Böden erinnert. Weitere Möglichkeiten bestehen darin, die Oberfläche zu seifen, zu wachsen, uv-gehärtet zu ölen oder sie roh zu lassen. Die Firma Holzpunkt bietet auf ihrer Website einen Überblick über die Eigenschaften dieser Oberflächenbehandlungsarten. 

Visuelle und haptische Effekte 

Weiter kommen für Parkettböden zahlreiche Oberflächenveredelungen in Frage. Die gängigsten sind Schleifen und Bürsten. Beim Bürsten wird die Holzoberfläche strukturiert, was die Maserung des Holzes betont. Wird der Parkett mit einem Schropphobeleisen geschroppt, was dem Hobeln gleichkommt, entsteht eine Struktur, deren Unebenheiten besonders gut sicht- und spürbar sind. Geschroppter Parkett wirkt eher rustikal. Flammen, bei dem das Holz mit sehr hohen Temperaturen behandelt und danach gebürstet wird, hat ebenfalls einen eher urchigen Effekt. Andere Oberflächenveredelungen haben Einfluss auf die Farbe des Parketts. Beim Kälken etwa werden die Holzporen mit Farbe gefüllt. Beim Räuchern und Dämpfen wirkt das Holz nach der Behandlung dunkler bzw. nimmt einen warmen, bräunlich-roten Farbton an. Laugen wiederum dient dazu, die hellen Farbtöne des Holzes vor dem Nachdunklen zu schützen. Auf eine Oberflächenveredelung kann aber auch verzichtet werden. In diesem Fall bleibt der Parkett roh. 

Sortierung: von schlicht bis wild 

Das Aussehen des Parketts hängt zudem von der so genannten Sortierung ab. Dabei geht es um die Frage, wie viele Farbunterschiede, Äste und Splint-Anteile – helles Splintholz – toleriert werden. «früher war eher eine feine Sortierung gefragt, bei dem das Holz sehr gleichmässig und schlicht wirkt. Mittlerweile wird oft explizit eine rustikale Sortierung gewünscht», sagt Thomas Frei. 

Landhausdielen sind beliebt 

Last but not least bestimmt die Verlegeart, wie ein Holzboden im Raum wirkt. Im Trend liegen nach wie vor Landhausdielen. Sie können ungleich lang sein und werden fortlaufend verlegt. Damit sind die Stösse, wie die Anfänge bzw. Enden genannt werden, unregelmässig angesetzt. Eine ganz ähnliche Verlegeart ist der Schiffboden, nur dass dessen Elemente schmaler und kürzer sind. Der etwas aus der Mode geratene Fischgrat könnte laut Thomas Frei demnächst eine kleine Renaissance erleben: Bei dieser Verlegeart werden gleich lange Elemente in einem 45°-Winkel zueinander verlegt. Weitere, eher selten gewünschte Verlegearten sind etwa Würfel/Mosaik, Parallel, und Englisch. Die österreichische Firma Scheucher Holzindustrie zeigt in einer Bildgalerie verschiedene Verlegearten. Auf ihrer Homepage kann man zudem prüfen, wie verschiedene Holzfarben und Verlegerichtungen bei einer bestimmten Einrichtung aussehen. 

Viele Faktoren bestimmen den Preis 

Die Fülle an Auswahlmöglichkeiten führt dazu, dass wohl jeder einen Parkettboden findet, der ganz seinem Geschmack entspricht. Gross ist auch die Preispalette: Einen Einfluss auf den Preis haben neben der Holzart und –herkunft u.a. die Grösse der Dielen, der Grad der Sortierung und die Zahl der Arbeitsgänge, die für die Oberflächenveredelung notwendig sind. Nebst dem Preis fürs Material und die Verlegung können weitere Kosten für die Vorbehandlung des Unterlagbodens, sowie für die Erstpflege des fertigen Parketts anfallen. Deshalb sollte man aufpassen, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. 

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