Bodenbeläge: Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Ob Teppich, Parkett, Laminat oder Stein: So, wie sich Böden in der Fläche ausdehnen, so fest gehen sie auch ins Geld. Wichtig sind bei der Wahl eines Bodenbelags der Verwendungszweck und die gewünschte Lebensdauer, aber auch ästhetische Kriterien.

Wenn’s ein bisschen mehr kosten darf, öffnet sich entsprechend auch die Produktepalette.
Wenn's ein bisschen mehr kosten darf, öffnet sich entsprechend auch die Produktepalette.

(stö) Wenn Sie sich für einen neuen Bodenbelag entscheiden, oder diesen für Ihr neues Heim aussuchen, erstellen Sie am besten ein Profil mit Ihren Wünschen:

  • Was muss der Boden gewährleisten?

  • Welches Material ist bevorzugt?

  • Was bin ich bereit zu zahlen?

  • Was kann ich allenfalls selber machen?

Diese Faktoren geben Ihnen Anhaltspunkte, in welcher Richtung die Auswahl Ihres neuen Bodens zielen dürfte. Die Materialkosten lassen sich grob wie folgt aufteilen:

Unteres Preissegment: Bis 20 Franken pro m2

Am untersten Ende der Preisskala bewegen sich günstige Synthetik-Teppiche, PVC-Beläge, Fliesen oder auch Laminatplatten. In Baumärkten sind diese Produkte bereits für weniger als 10 Franken pro m2 zu erstehen. Damit lässt sich beispielsweise ein wenig benutztes Zimmer oder ein Abstellraum schon gut ausstatten. Werden diese Beläge öfters beansprucht, dürfte indes deren Lebensdauer darunter leiden.

Mittleres Preissegment: Bis 50 Franken pro m2

Wenn's ein bisschen mehr kosten darf, öffnet sich entsprechend auch die Produktepalette. Nebst Laminatplatten von besserer Qualität gehören auch bereits günstigere Parkettbeläge ins mittlere Segment. Auch bei Teppichen weitet sich das Angebot merklich aus: So zählen nebst Synthetik-Teppichen für höhere Ansprüche auch bereits günstigere Textilbeläge aus Naturfasern zu dieser Kategorie. Dazu gesellen sich auch etwas ausgesuchtere Kunststoff-Beläge, Kork-Böden, Fliesen aus Keramik oder auch schon aus günstigerem Naturstein. In Ihrer Wohnung lässt sich mit diesen Produkten bereits allerhand anfangen.

Hohes Preissegment: Über 50 Franken pro m2

Wie gewohnt ist die Skala nach oben offen, dafür erhält man, was das Herz begehrt. Ob qualitativ hochstehende Parkettböden (wie wär’s mit Eiche, Nuss- oder Kirschbaum?), schwere Woll-Teppiche fürs Wohnzimmer, Synthetik-Produkte für höchste Beanspruchung oder erlesene Natursteinbeläge: Die Musik beginnt in diesen Bereichen erst richtig zu spielen. Dazu gehören auch elegante fugenlose Bodenflächen oder exklusive Keramik-Produkte. Hierbei kommt auch die Lebensdauer zum Tragen: Ein Boden, der nur alle 20 oder 40 Jahre ersetzt werden muss, macht den Mehrpreis gegenüber weniger langlebiger Massenware oftmals mehr als wett.

Selber verlegen oder Fachmann beiziehen?

Als Faustregel gilt: Je anspruchsvoller die Verlegearbeit, desto mehr lohnt sich der Gang ins Fachgeschäft. Während das Einbringen eines Teppichs in einen kleineren, rechteckigen Raum verhältnismässig einfach ist, erfordert das Verlegen von Massiv-Parkett oder Steinbelägen sehr viel handwerkliches Geschick und die entsprechenden Geräte. Die Kosten für die fachmännische Arbeit bewegen sich grob im Bereich ab 15 Franken pro m2 (z.B. für flächig verlegte Teppiche) bis zu 50 Franken oder mehr (z.B. für anspruchsvolle Parkett-Arbeiten) – zuzüglich Vorarbeiten wie Beläge entfernen, Nivellieren etc.

Zusätzliche Informationen

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