Steildach

Die Eindeckmaterialien des Steildaches haben sich seit Jahrhunderten nicht mehr verändert, abgesehen von qualitativen und technischen Innovationen.

Funktionelle Unterschiede spielen bei der Wahl der Eindeckmaterialien weniger eine Rolle als ästhetische und finanzielle Kriterien.
Funktionelle Unterschiede spielen bei der Wahl der Eindeckmaterialien weniger eine Rolle als ästhetische und finanzielle Kriterien.

(mas) Funktionelle Unterschiede spielen bei der Wahl der Eindeckmaterialien weniger eine Rolle als ästhetische und finanzielle Kriterien.

Ein Steildach setzt sich aus folgenden Schichten zusammen:

  • Eindeckung (Ziegel, Faserzement, Stein, Metall)

  • Lattung und Konterlattung

  • Unterdach (z.B. Hart- oder Weichfaserplatte, Folie, Faserzementplatte)

  • Wärmedämmung (z.B. Faserstoffplatten)

  • Dampfbremse

Eindeckmaterialien

  • Tonziegel sind das günstigste Material für eine Bedachung und in vielen Varianten erhältlich (z.B. Pfannen-, Flach-, Flachfalz-, Herz-, Biberschwanzziegel). Biberschwanzziegel, die schuppenartig übereinander gelegt werden, sind die älteste Form. Man spricht hier von einer Doppeldeckung, weil jede Stelle des Dachs von zwei Ziegelhälften bedeckt ist. Die modernen Falzziegel füllen dagegen die Zwischenräume mit einem Falzelement, das mit dem benachbarten Ziegel verkantet wird.

  • Für Betonziegel gilt dasselbe wie für Tonziegel. Sie sind jedoch frostsicherer und schwerer und werden deshalb in höheren Lagen bevorzugt.

  • Faserzement–Schieferdecken sind die teurere Alternative zu Beton- oder Tonziegeln und werden für Dächer und Fassaden eingesetzt. Wellplatten sind dagegen günstiger als Ziegel und kommen oft bei Scheunen zum Einsatz.

  • Stein (Naturschiefer, Marmor) ist das teuerste Eindeckmaterial.
Zusätzliche Informationen

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