Beschädigte Fassade

Fassaden sind mehr als Gebäudeverpackungen. Sie schützen ein Haus vor Wind und Wetter, isolieren vor Hitze und Kälte und geben einem Gebäude nicht zuletzt einen eigenen Charakter.

Eine gute Isolation und dichte Fenster senken den Energieverbrauch und eine neue Farbe lässt das Haus wie neu aussehen.
Eine gute Isolation und dichte Fenster senken den Energieverbrauch und eine neue Farbe lässt das Haus wie neu aussehen.

(bw) Blättert der Verputz ab, ist die Farbe schmutzig und verblichen oder dringt gar Wasser durch die Risse, ist es Zeit für eine Erneuerung der Fassade. Eine solche kann aber auch aus energietechnischen  oder ästhetischen Gründen ins Auge gefasst werden: Eine gute Isolation und dichte Fenster senken den Energieverbrauch und eine neue Farbe lässt das Haus wie neu aussehen.

Verschmutzte Fassade

Schmutz lagert sich nicht nur an Fenster- und Glasscheiben ab, sondern auch auf nicht durchsichtigen Verputzoberflächen. Weil diese gröber strukturiert sind, bleibt dort sogar mehr Dreck hängen. Ist eine Wand unterschiedlich Niederschlag ausgesetzt, wird auch der Schmutz nicht überall gleich gut abgewaschen, was das Erscheinungsbild beeinträchtigt. Gleichzeitig kann der Dreck die Oberfläche einer Fassade verändern und zur Nahrungsgrundlage für abgelagerte Pilzsporen werden. Ist die Fassade lediglich verschmutzt, reicht eine Reinigung. Es empfiehlt sich abzuklären, welche Reinigungsmittel wirkungsvoll eingesetzt werden können und ökologisch unbedenklich sind. Auch eine mit Algen und Pilzen befallene Fassade lässt sich ohne grössere Eingriffe in die Struktur der Konstruktion reinigen und schützen. Es kann schon genügen, die Wetterseite etwa alle fünf Jahre mit Wasser abzuspülen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Verputz noch in einem guten Zustand ist. Dies ist der Fall, wenn er praktisch rissefrei ist, keine Hohlstellen aufweist und nicht absandet. Soll die Fassade optisch neu gestaltet werden, braucht sie einen neuen Anstrich oder Verputz, der sonst in der Regel rund 20 Jahre hält. Für einen neuen Farbton, der dem Gebäude ein anderes Aussehen verleiht, ist eine Baubewilligung nötig.

Eine Fassade sollte etwa alle fünf Jahr überprüft werden.

Beschädigte Fassade

Fassaden sind sehr beständig und bleiben über Jahrzehnte in gutem Zustand. Eine Überprüfung etwa alle fünf Jahre lohnt sich trotzdem. Denn ist eine Fassade einmal beschädigt, muss sie möglichst rasch repariert werden, damit nicht Wasser ins Innere dringen und Risse in die Mauern sprengen kann. Reparieren lässt sich der Schaden, indem die defekte Stelle aus-gebessert oder ausgetauscht oder aber die gesamte Fassadenoberfläche ersetzt wird.

Muss die Fassade erneuert werden, lohnt es sich zu prüfen, ob sie nicht auch gleich isoliert werden soll und die Fenster zu erneuern sind. Mit einer Isolation lassen sich bei den Heizkosten grosse Beträge sparen und das Gerüst für die Fassadenerneuerung kann gleich für diese Arbeit mitbenutzt werden. Als Isolationsmöglichkeiten kommen hinterlüftete Fassadenkonstruktionen in Frage oder Kompaktfassaden mit einer möglichst dicken Wärmedämmschicht. Bei einer Dämmschicht von 18 Zentimetern beträgt der jährliche Ölverlust zwei Liter pro Quadratmeter Wand, bei nur vier Zentimetern sind es sechs Liter. Ein Fassadenbauer kann weiterhelfen. Für diese Arbeiten ist in der Regel eine Baubewilligung nötig.

Im Idealfall wird eine Fassade zwischen Frühling und Herbst geputzt oder erneuert, es empfiehlt sich, die nötigen Offerten im Winter einzuholen und rechtzeitig zu planen. In der Regel ist die Hilfe von Fachleuten nötig, denn fehlerhafte Arbeiten an der Fassade können unangenehme Folgen haben und die Arbeit auf einem Gerüst ist nicht ungefährlich. Wird ein solches aufgestellt, sollte mit Schäden im Garten gerechnet und Zeit und Geld für die Gartenarbeit danach eingeplant werden.

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