Holzschutz bei Fassaden

Das Baumaterial Holz besitzt in der Schweiz eine jahrhundertealte Tradition. Holzschutz ist ein dementsprechend altes Thema. Was müssen Sie als Bauherr oder Bauherrin wissen, damit das von Ihnen verwendete Holz eine möglichst lange Lebensdauer aufweist?

Der traditionelle Holzschutz kommt ohne Chemie aus.
Der traditionelle Holzschutz kommt ohne Chemie aus.

(mei) Holzschutz wird heutzutage gern dem Einsatz von chemischen Mitteln gleichgesetzt. Der chemische Holzschutz existiert jedoch «erst» seit gut 150 Jahren. Wesentlich älter sind dagegen der traditionelle Holzschutz, der auf dem handwerklichen Wissen der Zimmerleute basiert und darauf hinzielt, qualitativ hochwertiges Holz materialgerecht einzusetzen, sowie der konstruktive Holzschutz.(mei) Holzschutz wird heutzutage gern dem Einsatz von chemischen Mitteln gleichgesetzt. Der chemische Holzschutz existiert jedoch «erst» seit gut 150 Jahren. Wesentlich älter sind dagegen der traditionelle Holzschutz, der auf dem handwerklichen Wissen der Zimmerleute basiert und darauf hinzielt, qualitativ hochwertiges Holz materialgerecht einzusetzen, sowie der konstruktive Holzschutz.

Traditioneller Holzschutz

Der traditionelle Holzschutz besteht aus einer Reihe von Einzelmassnahmen, die als Ganzes betrachtet eine grosse Wirkung erzielen können. Er beginnt bereits mit der Auswahl des Baumaterials. Die Qualität des Holzes hat einen wesentlichen Einfluss auf seine Langlebigkeit. So gilt beispielsweise langsam gewachsenes Holz mit dichten Jahrringen («fiinjährig») als besonders zäh. Wichtig ist auch der Zeitpunkt, zu dem das Holz gefällt wird. Der Winter gilt dabei als idealer Zeitraum, da sich in der kalten Jahreszeit der Saft eines Baumes in die Wurzeln zurückgezogen hat. Auch die Lagerung und Trocknung sind von Bedeutung für die Dauerhaftigkeit des späteren Baus.

Konstruktiver Holzschutz

Nebst der Holzqualität ist auch die richtige Bauweise für die Konservierung wichtig. Standort, Ausrichtung, Form und Bau sollten auf das Klima abgestimmt werden. So bieten grosse Vordächer beispielsweise Schutz vor Regen und UV-Strahlung, und der Abstand von Holz zum Boden gewährleistet einen tiefen Feuchtegehalt. Auch die Auswahl der richtigen Holzsorten ist von Bedeutung.

Mögliche Schadensursachen

Bei der Holzzerstörung unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Schadensursachen:

  • UV-Strahlen, Wind und Wetter (Atmosphäre)
  • Pilz- und Insektenbefall (Biosphäre)

 Die UV-Strahlen zersetzen das im Holz enthaltene Lignin, was zu einer Verfärbung des Holzes führt, die wiederum als Schutz dient und so die weitere Zerstörung verlangsamt. Diese Abnutzung beträgt jedoch nur wenige Millimeter in einem Jahrhundert.

Weit gefährlicher sind die Schäden, die durch Pilz- oder Insektenbefall verursacht werden. Insbesondere Holz zerstörende Pilze können einen grossen Substanzverlust am Gebäude mit entsprechenden finanziellen Folgen bewirken.

Schutz- und Sanierungsmassnahmen

Hier können folgende Möglichkeiten in Betracht gezogen werden:

  • Reduktion der Feuchtigkeit (durch Hinterlüftungen etc.) zur Verminderung eines für den Pilzbefall günstigen Klimas
  • Schädlingsbekämpfung (meist chemische Mittel)
  • Ersatz der geschädigten Teile
  • Oberflächenbehandlungen (Lasuren, trockenes Abbürsten oder Waschen des Holzes)
  • Austrocknung

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