Glas- und Rahmenarten für Fenster

Nicht zu Unrecht werden Fenster als die «Augen des Hauses» bezeichnet. Sie sind heute in allen Formen und Farben herstellbar, bringen Licht in den Wohnraum und helfen beim Energie Sparen.

Fenster erhellen sie Arbeits- und Wohnbereiche, öffnen Räume nach aussen und lassen sie optisch grösser erscheinen.
Fenster erhellen sie Arbeits- und Wohnbereiche, öffnen Räume nach aussen und lassen sie optisch grösser erscheinen.

(mas) Fenster erlauben uns nicht nur die Sicht ins Freie. Als Lichtquelle erhellen sie Arbeits- und Wohnbereiche, öffnen Räume nach aussen und lassen sie optisch grösser erscheinen. Der Konstruktions- und Farbvielfalt sind heute keine Grenzen mehr gesetzt, auch was Denkmalpflege und Renovationen betrifft.

Neben den ästhetischen Funktionen muss ein Fenster zahlreiche weitere Funktionen erfüllen:

Rahmenmaterialien

Holzfenster

Holz ist auch heute noch ein beliebtes Rahmenmaterial. Folgende Vorteile zeichnen es aus:

  • lange Lebensdauer
  • Beste Isolationsfähigkeit: Im Winter hält es die Kälte ab, im Sommer die Hitze.
  • Gute Ökobilanz: Der Wertstoff Holz wächst in einheimischen Wälder nach.
  • Natürlicher Look: Holzfenster sind in verschiedenen Holzarten wie Fichte, Kiefer, Lärche, Douglas oder Eiche ausführbar.
  • Alle Farben sind möglich. Holzfenster können auch einfach umgestrichen werden.
  • Holzfenster sind in jeder Form herstellbar.

Holz-Aluminium-Fenster

Holz-Alu-Fenster sind technisch ausgereift, zuverlässig und langlebig. Dank dem Aluminium auf der Aussenseite sind sie absolut wetterfest und benötigen sehr wenig Unterhalt. Auch Aluminium kann in allen Farben ausgeführt werden. Auf der Innenseite strahlt das Holz warme Behaglichkeit aus.

Kunststoff- und Kunststoff-Aluminium-Fenster

Fenster aus Kunststoff sind preisgünstig und werden deshalb immer häufiger verwendet. Dank der unterhaltsfreien Oberfläche sind sie witterungsbeständiger als Holzfenster. Kunststoff-Alu-Kombinationen sind langlebiger, was für die farbliche Gestaltung einen Vorteil bedeutet, aber entsprechend teurer. Für weisse Rahmen gilt: Kunststofffenster unterscheiden sich bezüglich Lebensdauer nicht von Kunststoff-Aluminium-Fenstern.

Dämmung

In den 80er Jahren galten Fenster noch als «Energieloch». In der Zwischenzeit sind die Wärmedämmwerte stark verbessert worden. Mit Isolierglas ist der Energieverbrauch deutlich kleiner, und die Raumtemperatur bleibt konstant. Das Mass für die Wärmedämmung ist der so genannte «U-Wert». Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die Lufttemperaturen auf beiden Seiten um 1 Kelvin unterscheiden.

Glas- und Rahmenarten

Je nach Anspruch kommen verschiedene Glas- und Rahmenarten zum Einsatz:

  • Doppel- oder Dreifachverglasungen sind heute die Norm. Modernes Isolierglas besteht aus zwei Spezialgläsern, von denen das raumseitige mit einer hauchdünnen Wärmebeschichtung versehen ist. Der Zwischenraum ist mit Argon (Gas mit wärmedämmender Wirkung) oder mit getrockneter Luft gefüllt.
  • Verbundsicherheitsglas (VSG): Je nach Stärke der eingearbeiteten Folie sind Kräfte von mehreren hundert Kilogramm nötig, bis die Scheibe zu Bruch geht.
  • Sonnenschutzglas oder Fenster mit integrierten oder auf den Fensterrahmen aufgesetzten Jalousien.
  • Die gängigsten Öffnungsarten sind das Drehfenster, das Kippfenster und das Dreh-/Kippfenster. Bei Fenstertüren sind Parallel-Schiebefenster, Hebe-Schiebefenster und Falt-Schiebeanlagen möglich. Schwing- und Wendefenster (Kippachse in der Mitte des Rahmens) kommen in der Schweiz nur noch bei älteren Gebäuden oder bei Dachfenstern vor.
  • Sprossen sind ein Gestaltungselement, erhältlich als «echte», Glas teilende Sprosse, als kostengünstige Aluminium-Sprosse im Scheibenzwischenraum, als «Wiener Sprosse», die den Eindruck einer «echten» Sprosse vermittelt, oder als Sprossengitter, das auf die Fensterflügel angebracht und bei der Fenstereinigung abgenommen wird.
  • Strukturglas ermöglicht eine individuelle Gestaltung.

Kosten 

Die Kosten für ein Fenster hängen vom Material ab (Kunststoff ist günstiger als Holz oder Holz-Alu), von der Art der Verglasung und von der Form. Fensterhersteller bieten oft kostenlose Offerten und Beraterbesuche an.

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