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Steinwolle - Baustoff aus geschmolzenem Stein

Der Baustoff Steinwolle wird aus geschmolzenen Steinen hergestellt. Entsprechend sind auch die Eigenschaften dieses Materials dem Stein ähnlich: Steinwolle brennt nicht und verfügt über eine sehr hohe Beständigkeit.

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(stö) Steinwolle – zusammen mit Glaswolle auch als Künstliche Mineralfasern (KMF) bezeichnet – wird aus Gesteinsschmelzen mittels Ziehen, Blasen oder Schleudern fabriziert. Dabei entstehen Fasern von 2 bis 20 Mikrometern Durchmesser. Steinwolle ist nicht brennbar, weitgehend hitzebeständig und verfügt vor allem über hervorragende Isolationseigenschaften gegen Kälte und Schall. Hinzu kommt die Resistenz gegen Schimmel, Fäulnis oder auch Ungeziefer. Entsprechend findet dieses Material Verwendung im Innen- und Aussenbereich, insbesondere zur Isolation von Wänden, Böden und Dächern, aber auch als Brandschutz oder zur Eindämmung von Trittschallemissionen.

Hervorragendes Isolationsmaterial

Als Material mit geringer Wärmeleitung kann Steinwolle entscheidend dazu beitragen, den Energiebedarf eines Gebäudes zu senken. Während Steinwolle die Wärme in der kalten Jahreszeit zu speichern vermag, hilft sie in den warmen Monaten die Hitze draussen zu behalten. Naheliegenderweise ist Steinwolle aus Minergie-Bauten kaum wegzudenken. Da Steinwolle nicht brennen kann, werden im Fall eines Hausbrandes auch keine toxischen Gase freigesetzt. Daher wird Steinwolle auch zur Isolation von Heizungs- und Wasserrohren sowie von Kaminen verwendet. Steinwolle ist auch häufig Bestandteil von Konzepten zur Schallisolation und dies nicht nur im Innern von Gebäuden, sondern auch gegen aussen. Als Produkt wird Steinwolle meistens in Form von Platten oder Matten angeboten, wobei diese je nach Verwendungszweck mit unterschiedlichen Materialien ummantelt sein können.

Als Asbestersatz etabliert

Während die Eigenschaften von Steinwolle als Isolier- oder Dämmstoff unbestritten sind, scheiden sich die Geister in Bezug auf mögliche Gesundheitsgefahren. Die gute Nachricht vorweg: Steinwolle wird oftmals als Ersatz für Asbest verwendet und dies zu Recht, denn von Steinwolle gehen keine Gefahren aus, die auch nur im Entferntesten mit jenen von Asbest vergleichbar wären. Im Gegensatz zu Asbest brechen bei der Steinwolle alle Mineralfasern quer, d.h. sie verkürzen sich und es bildet sich in der Regel nichtfaseriger Staub statt den lungengängigen Fasern von Asbest. Zudem werden heute nur noch Dämmstoffe aus Mineralwolle hergestellt, die biolöslich sind – dies im Gegensatz zu früheren Herstellungsformen oder Asbest, wo insbesondere die Biobeständigkeit der Fasern ein Problem darstellte und potenziell Krebs verursachen konnte. Ungeachtet dessen werden von der Industrie und von Kritikern immer wieder Studien in Auftrag gegeben, welche entweder die Unbedenklichkeit oder die mögliche Gefahr von Steinwolle belegen sollen.

Vorsichtsmassnahmen

Um allfällige Risiken zum vornherein auszuschliessen, sind bei der Verarbeitung von mineralfaserhaltigen Stoffen einige Vorsichtsmassnahmen zu beachten: So sollten Platten oder Matten aus Stein- oder Glaswolle nur verpackt transportiert werden. Arbeitsräume sollten gut belüftet sein und wo dies nicht möglich ist, sind Schutzkleidung und –Brille zu empfehlen. Auch sollte Stein- oder Glaswolle weder mit Messern mit Wellenschliff noch mit Sägen geschnitten werden. Nach der Verarbeitung sollte der Raum nicht mit dem Besen, sondern mit dem Staubsauger gereinigt werden. Da Stein- und vor allem Glaswolle bei der Berührung mit der Haut einen Juckreiz verursachen kann, ist das Tragen von Handschuhen stets zu empfehlen. Ist die Haut trotzdem mit diesen Stoffen in Berührung gekommen, sollten beispielsweise die Hände keinesfalls abgerieben, sondern ausschliesslich abgewaschen werden.

Da auf Anhieb nicht ersichtlich ist, ob bei einer bestehenden Isolation aus Stein- oder Glaswolle die Fasern biolöslich sind, ist überall dort, wo Dämmungen offen liegen, grosse Vorsicht geboten. Entsprechend sollten sich Dämmungen aus Stein- oder Glaswolle ausschliesslich hinter staubdichten Verkleidungen befinden.



Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Harald Richter) Artikel drucken