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Vor- und Nachteile von Systemhäusern

Bauherren wählen immer öfter ein Haus, das zumindest ähnlich bereits existiert. Mit so genannten Systemhäusern buhlen in der Schweiz nicht wenige in- und ausländische Anbieter um Kundschaft

Der Traum vom eigenen Haus wird in der Schweiz nicht selten realisiert: Pro Jahr entstehen rund 12 000 Einfamilienhäuser.
Der Traum vom eigenen Haus wird in der Schweiz nicht selten realisiert: Pro Jahr entstehen rund 12 000 Einfamilienhäuser.

(msc) Der Traum vom eigenen Haus wird in der Schweiz nicht selten realisiert: Pro Jahr entstehen rund 12 000 Einfamilienhäuser. Eine Frage liegt bei dieser Menge nahe: Weshalb soll jedes von Grund auf neu geplant und gebaut werden? Die so genannten Systemhäuser bieten einen anderen Ansatz. Die Bauherrin oder der Bauherr sucht sich ein Modell aus, kann es in den meisten Fällen 1:1 begutachten und lässt es schliesslich – vielleicht mit ein paar Änderungen in der Detailgestaltung und im Innenausbau – an seinem ausgewählten Platz bauen

Dank Referenz realistischer Eindruck

Für dieses Vorgehen sprechen einige Argumente, wie Andreas Schlecht, Inhaber der as immobilien, aufzählt: «Ein neues Haus basiert auf einem Musterhaus. Daher können wir für die Kundschaft die Ausmasse und Kosten rasch zusammenstellen.» Dass die Bauherren Referenzen anschauen können und so einen realistischen Eindruck ihres künftigen Heimes erhalten, schaffe zudem Vertrauen. Und trotz der Musterhäuser als Grundlage könne noch vieles individuell angepasst werden.

Bestechender Vorteil von Systemhäusern: Die Kunden haben einen einzigen Ansprechepartner.
Bestechender Vorteil von Systemhäusern: Die Kunden haben einen einzigen Ansprechepartner.

Ferner sei es den Handwerkern besser möglich, einer perfekten Qualität näher zu kommen, da sie bereits Erfahrungen haben mit den Tücken und Eigenheiten der Bauten, sagt Schlecht. Der Kunde profitiere weitgehend von Einheitspreisen – die am Ende je nach Sonderwünschen natürlich unterschiedlich stark variieren können. Schliesslich erachtet Schlecht die Vertragsform als Vorteil für den Bauherrn: «Einziger Ansprechpartner des Kunden ist der Totalunternehmer. Dieser haftet für alle Arbeiten am gesamten Projekt.»

Rücksicht auf den Ort fehlt

Eine leise Kritik am Systemhaus formuliert Patrick Jordi vom Architekturbüro Jordi und Partner AG. «Fertighäuser nehmen keine Rücksicht auf den Ort.» Es könne ja nicht sein, dass im Oberland, im Emmental und in der Stadt genau das gleiche Haus stehe. Auch je nach Lage im Gelände, ob in einem Tal oder auf einem Hügel, an einem Nordhang oder an einem Südhang, plane ein Architekt ein Gebäude anders. Sehr häufig werde daher die Umgebungsgestaltung bei Systemhäusern nicht optimal gemacht.

Beim Schweizerischen Verband für geprüfte Qualitätshäuser (VGQ) sind einige Anbieter zusammengeschlossen.
Beim Schweizerischen Verband für geprüfte Qualitätshäuser (VGQ) sind einige Anbieter zusammengeschlossen.

Verband bürgt für Qualität

Wer sich trotzdem für ein Systemhaus interessiert, hat eine riesige Auswahl. Beim Schweizerischen Verband für geprüfte Qualitätshäuser (VGQ) etwa sind einige Anbieter zusammengeschlossen. Seit Herbst 2007 lassen sich zudem in Suhr in einer permanenten Ausstellung mit Häusern diverser Unternehmen Objekte gründlich anschauen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich auf Firmen zu verlassen, die schon mehrere Jahre oder Jahrzehnte bestehen – das Risiko für Unannehmlichkeiten ist so kleiner

Verschiedene Schweizer Unternehmen haben sich bereits etabliert, bespielsweise Renggli, Swisshaus (Bild), Marty, Casa Vita, Furter oder as immobilien (Futura Haus).
Verschiedene Schweizer Unternehmen haben sich bereits etabliert, bespielsweise Renggli, Swisshaus (Bild), Marty, Casa Vita, Furter oder as immobilien (Futura Haus).

Verschiedene Schweizer Unternehmen haben sich bereits etabliert, bespielsweise Renggli, Swisshaus, Marty, Casa Vita, Furter oder as immobilien (Futura Haus). Seit Kürzerem entdecken ausserdem immer mehr Anbieter aus Deutschland und Österreich den Schweizer Markt, etwa Baufritz, Elk oder Huf. Viele Firmen verkaufen Modelle im modernen Holzrahmenbau. Dabei werden Elemente vorproduziert, der eigentliche Aufbau am Platz erfolgt dann in kurzer Zeit. Aber auch in Massivbauweise mit Backstein und Beton werden unterschiedlichste Formen angeboten, neben spezielleren wie Fachwerk- oder Blockhäusern. Nicht zuletzt sind Energie sparende Häuser (zum Beispiel mit Minergie-Label) im Systembau keine Seltenheit – in Zukunft dürften sie sich immer mehr durchsetzen.

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