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Bodenheizung: behagliche und effiziente Wärmeabgabe

Fussbodenheizungen geben die Wärme auf grosser Fläche ab. Unabhängig von der Heizwärmequelle sorgen sie für einen ausgeglichenen thermischen Raumkomfort. Am energieeffizientesten ist die Kombination mit einer Wärmepumpe, weil dadurch niedrige Heizvorlauftemperaturen möglich sind.

Bodenheizung
Heute sind Bodenheizungen sowohl in Neu- als auch in Altbauten kaum mehr wegzudenken.

(stö/knü) Ob die Bodenheizung eine Erfindung der Römer ist, weiss man nicht genau. Doch sicher ist: Bereits vor über 2000 Jahren wusste mancher Villenbesitzer die Vorteile eines erwärmten Fussbodens zu schätzen. Heute ist eine grossflächige Wärmeabgabe von unten sowohl für Neubauten als auch für energetisch erneuerte Häuser kaum mehr wegzudenken. Aus guten Gründen: Sie erlaubt ein energieeffizientes Heizen mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen.

Bodenheizungen benötigen geringen Energieinput

Bodenheizungen sind mit niedrigen Temperaturen zufrieden: Dank der grossflächigen Wärmeabgabe lässt sich die Raumwärme mit Heizvorlauftemperaturen von höchstens 35 °C ausreichend regulieren. Eine Fussbodenheizung gilt in der Fachwelt deshalb als unerlässlicher Teil eines Niedertemperatur-Heizsystems. Solche Systeme beziehen ihre Energie in den meisten Fällen von einer Wärmepumpe. Zum Vergleich: Werden Heizkörper oder Radiatoren für die Wärmeabgabe verwendet, sind Heizvorlauftemperaturen von 60 °C und teilweise mehr erforderlich.

Die direkte Gegenüberstellung Fussbodenheizung – Radiator ist jedoch nicht von vornherein entschieden: Letztere erlauben weiterhin einen effizienten Einsatz in kleinen Zimmern. Und wer eine raumspezifische Steuerung der Temperaturen wünscht, ist ebenfalls mit einem Heizkörpersystem gut beraten.

Eine Bodenheizung erlaubt zwar einen energieeffizienten und sparsamen Betrieb, der aber träge auf Temperaturänderungen reagiert. Deshalb empfehlen Heizungsfachleute, die ganze Wohnung einheitlich zu regulieren. Unter anderem verzichtet auch der Gesetzgeber bei Mehrfamilienhäusern mit Fussbodenheizung auf die Pflicht zur individuellen Heizkostenabrechnung.

Bisweilen lassen sich Fussbodenheizung und Heizkörper in ein- und demselben Verteilsystem integrieren. Radiatoren können dabei beispielsweise eine punktuelle Wärmeabgabe in peripheren Räumen mit sporadischer Nutzung sicherstellen.

Bodenheizung: angenehme Strahlungswärme

Nebst dem effizienten Betrieb und dem geringen Energieverbrauch sind auch subjektive Auswahlkriterien wie die Ästhetik und die Behaglichkeit zu berücksichtigen: Zum einen bleiben Fussbodenheizungen unsichtbar; zum anderen reagieren Menschen weniger empfindlich auf Unterschiede in der Strahlungswärme als bei solchen zwischen der Raumluft und der von Radiatoren aufgeheizten Luft. Deshalb fühlt sich die Raumtemperatur bei Bodenheizungen höher an als bei Heizkörpern, was eine Absenkung der Raumtemperatur um bis zu 2 °C ermöglicht, ohne dass dieser Komfortverlust subjektiv wahrnehmbar ist. Auch wirbelt Strahlungswärme bedeutend weniger Haus- und Feinstaub auf als konvektiv aufgeheizte Luft; dies ist für Allergiker von grosser Bedeutung.

Unterschiedliche Einbauvarianten

Es gibt verschiedene Systeme von Fussbodenheizungen. Die konventionelle Variante ist: im Boden verlegte, konzentrische oder strahlenförmige Warmwasserleitungen. Solche Flächenheizungen können trocken oder nass eingebaut werden; spezielle Dünnschichtsysteme erleichtern den nachträglichen Einbau von Fussbodenheizungen bei einer Gebäudesanierung. Baulich von Vorteil sind bei allen drei Varianten:

  • die geringe Konstruktionshöhe

  • das geringe Gewicht 

  • die einfache Montage

Ein Auslaufmodell sind dagegen Elektro-Fussbodenheizungen respektive «elektrische Heizmatten». Eine Reparatur ist oft aufwändig. Da sie zur Kategorie «elektrischer Direktheizungen» gehören, ist deren Einbau in Neubauten oder bei Gebäudesanierungen mittlerweile verboten.

Die «nasse» Verlegung von Warmwasser-Bodenheizungen eignet sich insbesondere, wenn die Fussbodenheizung auch für die Gebäudekühlung eingesetzt werden soll. Die Wärme respektive die kühlende Energie bleibt im mineralischen Unterlagsboden in der Regel länger gespeichert.

Grundsätzlich schränken Bodenheizungen die Wahl des Bodenbelages nicht ein. Tendenziell sind Stein- oder Kunststeinbeläge ideal für die Wärmeübertragung. Teppiche, Kunststoff- oder Parkett- bzw. Laminatbeläge sind durchaus möglich. Allerdings ist darauf zu achten, dass diese Abdeckungsvarianten die Wärmeabgabeleistung mindern können.

Sanierung und Wärmeverteilung bei Bodenheizungen

Bestehende Fussbodenheizungen können saniert werden. Anhand von Wasserproben lässt sich zuvor das Risiko von Korrosion und Verschlammung analysieren. Für die Reinigung selbst werden Methoden eingesetzt, die entweder auf Luftdruck oder chemischen Substanzen basieren.

Werden Fussbodenheizungen in erneuerten Gebäuden installiert, lassen sich bestehende Wärmeverteilsysteme eventuell weiter verwenden. Dabei sind für einen energieeffizienten Gesamtbetrieb folgende Faktoren zu beachten:

  • hocheffiziente Umwälzpumpen mit angemessener Leistung

  • hydraulischer Abgleich

  • Dämmen des Heizkreislaufs
Zusätzliche Informationen

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