Heizen mit Holzpellets

Kleine Stifte aus Pressholz erobern den Markt: Pelletheizungen sind umweltfreundlich und komfortabel in der Bedienung.

Holzpellets
Holzpellets

(knü) Holzpellets sind kleine zylindrische Stäbchen mit einem Durchmesser von rund 6 mm und einer Länge von 3 bis 5 cm. Sie werden aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl hergestellt. Der Rohstoff enthält weder Kunststoffe noch Lacke oder Leim. Bei der Herstellung wird das Restholz unter hohem Druck verdichtet und pelletiert. Holzeigene Bindestoffe sorgen dafür, dass die Teilchen eine stabile Form erhalten.

Gefragter Rohstoff

In den USA, Kanada und Skandinavien wird bereits seit den 80er- beziehungsweise 90er-Jahren mit Pellets geheizt. Einen eigentlichen Aufschwung feiert der Rohstoff nun auch in Deutschland und Österreich. Und die Schweiz zieht nach: Seit 1998 hat sich sowohl die Anzahl der Pellet-Zimmeröfen als auch der Pellet-Zentralheizungen jedes Jahr deutlich erhöht. Gegenwärtig sind deutlich 23'000 Pellets-Öfen und -Feuerungen in Einfamilienhäusern in Betrieb. Dazu kommen gemäss Holzenergiestatistik des Bundesamtes für Energie rund 800 grosse Heizanlagen (zwischen 50 und etwa 500 kW), die Wärmeverbundnetze miteingerechnet. Darin verbrannt werden mittlerweile rund 1/2 Mio. m3 Pellets im Jahr. Experten gehen davon aus, dass der Anteil des Energieholzes zur Deckung des Wärmebedarfs in den nächsten 20 Jahren von derzeit 5 % auf 10 % steigen werden kann.

Die Umwelt dankt

Besonders bestechend ist die Klimabilanz der Holzenergie: Sie ist CO2-neutral und trägt somit viel zur Reduktion der Treibhausgase bei. Bei der Verbrennung wird genau so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume für ihr Wachstum der Luft entziehen. Das wirkt sich günstig auf die Kosten aus: Der Rohstoff unterliegt nicht der CO2-Abgabe. Der Preis schwankt saisonal um bis zu 10 %. Eine Tonne Pellets kostet je nach Liefermenge zwischen Fr. 370.- und Fr. 390.- (Stand November 2015). Die Bedienung der Heizanlage ist ähnlich komfortabel wie eine Ölfeuerung. Einzig die Asche sollte einmal im Monat entleert werden. Diese kann als Gartendünger verwendet werden.

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