Datenschutz

Cookies helfen uns, unsere Website besser auf Ihre Interessen und Bedürfnisse abzustimmen. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzrichtlinie einverstanden.

Holzpelletheizung: der beliebteste Holzbrennstoff

Pelletheizungen sind umweltfreundlich und komfortabel in der Bedienung: Wie kleine Pressholzstifte den Markt erobern.

Holzpellets
Holzpellets

(knü) Holzpellets sind kleine zylindrische Stäbchen mit einem Durchmesser von rund 6 Millimetern und einer Länge von 3 bis 5 Zentimetern. Sie werden aus unbehandelten Hobelspänen und Sägemehl hergestellt. Dazu wird Restholz unter hohem Druck verdichtet und pelletiert. Lösemittelfreie Bindestoffe aus Zellulose sorgen für die stabile Kleinform. Holzpellets können sowohl in Kleinöfen als auch in Zentralheizungen verfeuert werden.

Die Bedienung einer Pelletheizung ist äusserst komfortabel: Das Beschicken des Kessels mit dem Brennstoff kann automatisch – mithilfe einer Förderschnecke – erfolgen. Zudem ist die Asche regelmässig zu entnehmen. Diese kann als Hauskehricht entsorgt oder beispielsweise als Gartendünger verwendet werden.

Zum Heizen von Einfamilienhäusern besonders gefragt

Wie bei einer Ölheizung ist ein trockener Lagerraum oder Platz für einen unterirdischen Silo (Sacksilo oder Blechtank) erforderlich. Ein Einfamilienhaus beansprucht ein Volumen von knapp 10 m3, was etwa dem Jahresbedarf von sechs Tonnen Holzpellets entspricht.

Obwohl Fachleute davon ausgehen, dass doppelt so viel Energieholz zur Deckung des Wärmebedarfs wie heute aus inländischen Quellen genutzt wird, sinkt die Zahl der Holzfeuerungen in der Schweiz. Davon augenommen sind allerdings Holzpelletheizungen, die vorzugsweise in Einfamilienhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern installiert werden. Aber selbst grosse Energieverbraucher wie Spitäler oder die SBB setzen für das Beheizen ihrer Bauten vermehrt auf die ökologische Brennstoffvariante «Holzpellet».

CO2-neutrale, ökologische Energie

Besonders bestechend ist die Klima- und Ökobilanz der Holzenergie: Sie ist CO2-neutral und trägt viel zur Reduktion der Treibhausgase bei. Bei der Verbrennung wird genau so viel CO2 freigesetzt, wie die Biomasse für ihr Wachstum der Atmosphäre entziehen. In aktuellen Vergleichen der Umweltauswirkungen von Heizsystemen schneiden Holzpelletheizungen am besten ab und übertreffen andere erneuerbare Systeme wie die Erdwärmepumpe.

Eine Pelletfeuerung lässt sich zudem mit einer thermischen Solaranlage für die Wassererwärmung kombinieren. Diese Kombination wirkt sich sowohl bei Neubauten als auch bei energetisch erneuerten Gebäuden günstig auf die Energiekosten aus: Zum einen ist der Holz-Brennstoff von der CO2-Abgabe befreit. Zum anderen kostet Sonnenenergie nichts. Eine Tonne Pellets kostet durchschnittlich zwischen Fr. 360.- und Fr. 380.- (Stand 2019/2020). Die Preise sind im Trend der letzten fünf Jahre leicht am sinken; sie schwanken jedoch saisonal und abhängig vom Mengenbezug um rund 10 Prozent. Einige Kantone stellen Förderbeiträge für Holzpelletheizungen beim Heizungsersatz in Aussicht.

Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken