Ölheizung: Anlagetypen

Das Herzstück der Heizung sind Kessel und Brenner.

(mb) In den vergangen Jahren sind im Bereich der Heizkessel und der dazu passenden Brenner technische Fortschritte erzielt worden, so dass die Systeme effizienter und umweltschonender arbeiten. Nebst konventionellen Anlagen sind heute folgende Kesseltypen und Brenner auf dem Markt:

  • Niedrigtemperaturkessel: Der konventionelle Heizkessel erwärmt das Wasser exakt bis zu jener Vorlauftemperatur, die zur Erreichung der gewünschten Raumtemperatur notwendig ist.

  • Low-NOx-Brenner / Blaubrenner: Diese Brenner erzeugen weniger Stickoxide und sind deshalb umweltfreundlicher. Die Flammentemperatur wird durch Rezirkulation von Abgasen aus dem Feuerraum im Flammenkopf reduziert, so dass die Flamme abgekühlt wird. Dadurch kann eine Schadstoffreduktion erzielt werden.

  • Brennwertkessel / Kondensationskessel: Der Nutzungsgrad (Heizwert) dieser Kessel liegt bei 105 %. Grund dafür ist die Nutzung der Energie, die in den Abgasen in Form von Wasserdampf enthalten ist. Die Abgase gelangen zuerst in einen Kondensationswärmetauscher, bevor sie durch den Kamin ausgestossen werden. Dieser Prozess setzt Wärme frei, die das Kesselwasser zusätzlich erwärmt. Die nun deutlich abgekühlten Abgase müssen mit einem Gebläse ins Freie befördert werden. Gemäss den Empfehlungen der kantonalen Energiedirektoren sind diese in allen Kantonen gesetzliche Minimalpflicht.

Kompaktwärmezentrale

Heute gibt es so genannte Kleinkessel als Kompaktgeräte. Das sind Einheiten aus Brenner, Heizkessel, Steuerung und Regelung, die in einem Gerät zusammengebaut, isoliert und verschalt sind. Sie eignen sich besonders für Einfamilienhäuser oder kleinere Mehrfamilienhäuser, denn sie sparen Platz: Man kann sie nicht nur aufstellen, sondern auch an die Wand hängen.

Minergie-Standard

Auf dem Markt sind Heizkessel mit kleiner Leistung erhältlich, die sich auch für den reduzierten Wärmebedarf in Minergiehäuser eignen.

Zusätzliche Informationen

Artikel drucken